LoveLife

be kinder to yourself. and the let your kindness flood the world

Imagination will take you everywhere

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You must learn to let go. Release the stress. You were never in control anyway.

— Steve Maraboli, Life, the Truth, and Being Free

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Your life, all of your life, is your path to awakening. By resisting or not dealing with its challenges, you stay asleep to Reality. Pay attention to what life is trying to reveal to you. Say yes to its fierce, ruthless, and loving grace.

– Adyashanti
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Quelle: Milk and Honey, Rupi Kaur

Every day you are choosing either to be grateful or to be disappointed.

You can worry to no end about what you don’t have. Or you can marvel at God’s breathtaking gifts: the morning dew, the sun, the clouds, the trees, the flowers, the birds. Could you create any of these?

These miracles of life are always around you, ready to be celebrated, ready to be welcomed into your life.

– unknown

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Die Philosophie: Die Kunst des besonderen Blickes.

Wenn sich das Leben verfinstert, wenn es plötzliche nur noch eine einzige Handlung zu geben scheint. Wir festhängen in unseren Gedanken. Dann lohnt sich immer der Versuch, den besonderen Blick anzuwenden, die Perspektive zu wechseln. Sich wirklich zu lösen von dem, warum es eigentlich geht, worin man gefangen ist. Wenn es schwer wird um einen herum, liegt es auch daran, dass sich alle Beteiligten sehr wichtig vorkommen und keiner davon lassen will. Der Trick besteht darin, sich in solchen Momenten auf andere zu konzentrieren, sich zu verlieren in einer ganz anderen Geschichte, sich, vielleicht nur ganz kurz, in einen anderen Film zu beamen, die Perspektive zu wechseln.

Kindness is a language which the deaf can hear and the blind can see.

—    Mark Twain

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Quelle: ephe

Michael O'Neill / On Yoga

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Jemanden zu lieben, heißt, ihn so zu lassen,
wie er ist. Uns zu lieben, bedeutet Hingabe,
auch den eigenen Bedürfnissen gegenüber.

– unknown

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Es gibt keinen richtigen Weg, Wir können die Realität
nicht greifen und sagen: Das ist es! Wir können die Wirklichkeit nicht verstehen, weil wir selbst sie sind,
Wir müssen nichts tun. Nur sein.

– unknown

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Anything you avoid in life will come back, over and over again, until you’re willing to face it—to look deeply into its true nature.

— Adyashanti

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Thoreau Karten

Wunderschön, Kartenset mit vier inspirierenden Thoreau – Zitaten die Frühling, Sommer, Herbst und Winter widerspiegeln.

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Holstee Manifesto

Ein Manifest an das Leben, die Leidenschaft. Ursprünglich geschrieben, um Aspekte des Lebens, die sie wirklich schätzten zum Ausdruck zu bringen. Eine Botschaft an das Leben. Wörter der Inspiration, um Ihren Traum zu leben.


https://www.changemaker.ch/marke/holstee/?gclid=CNfGi8TnutECFU48GwodOm8BwQ

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YOU’RE MAGIC GREETING CARD aus Grossbritanien – Design trifft Nachhaltigkeit.


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The Happy Film

Der österreichische Grafiker Stefan Sagmeister geht es gut. Er lebt in New York, der Stadt seiner Träume, und er hat Erfolg in seiner Arbeit, Design Album Cover für die Rolling Stones, Jay-Z und die Talking Heads. Aber im Hinterkopf vermutet er, dass es etwas mehr geben muss. Er beschließt, sich zu einem Designprojekt zu machen. Kann er seine Persönlichkeit neu gestalten, um eine bessere Person zu werden? Ist es möglich, seinen Geist zu trainieren, um glücklicher zu werden? Er verfolgt 3 kontrollierte Experimente der Meditation, Therapie und Drogen und ordnet sich auf dem Weg. Aber das wirkliche Leben kriecht und verwechselt den Prozeß: Kunst, Sex, Liebe und Tod beweisen unmöglich zu entwirren. Seine einzigartigen Entwürfe und schmerzlich persönlichen Erfahrungen markieren eine Reise, die näher an sich reist, als jemals beabsichtigt.
http://www.thehappyfilm.org/about-the-film/

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Die Königin der Regenbogen

Meine Tageskarte für den 15.1.17 Im Zen geht es darum, dass du in Fülle lebst, total lebst, intensiv lebst, maximal und übersprudelnd. Dein Leben soll andere erreichen. Dein Glück, deine Dankbarkeit und Ekstase soll nicht im Samen ersticken, sondern sich wie eine Blume öffnen und ihren Duft allen zukommen lassen – nicht nur Freunde sondern auch Fremde. Das ist echtes Mitgefühl. das ist wahre liebe, deine Erleuchtung mit anderen zu teilen, andere an diesem Tanz des Jenseitigen teilhaben zu lassen.

Die Königin der Regenbogen gleicht einer fantastischen Pflanze, die zu voller Blüte gelangt ist und in herrlichen Farben erstrahlt. Sie ist außergewöhnlich erotisch, äußerst lebendig und voller Möglichkeiten. Sie schnalzt mit den Fingern zur Musik der Liebe und hat ihr Halsband mit den Planeten so drapiert, dass Venus über ihrem Herzen lieg. Die Ärmel ihres Kleides sind voller Samen, die vom Wind in alle Himmelsrichtungen verstreut werden, damit sie Wurzeln schlagen können. Sie kümmert sich nicht darum, ob sie auf fruchtbaren Boden oder Fels landen – sie verstreut sie einfaches schierer Lebenslust und Liebe. In Harmonie mit ihren eigenen Blüten überschüttet und unter der Blume, auf der sie sitzt, sprudelt spielerisch das Wasser der Gefühle. Vielleicht fühlst du dich zur zeit wie ein Blumengarten, der mit Segen überschüttet wird. Lass die Bienen und Vögel von deinem Neckar trinken, teile deine Freude mit allen!

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Der Mut der Liebe

Angst ist nichts anderes als das fehlen von Liebe. Wende dich der Liebe  zu und vergiss die Angst. Wenn du wahrhaft liebst, verschwindet die Angst von selbst.

In tiefer Liebe gibt es keine Angst. Angst ist etwas negatives ein Mangelzustand. Das musst du zutiefst begreifen, um das Wesen der Angst begreifen zu können.  Angst ist wie Dunkelheit. Die existiert nur scheinbar. In Wirklichkeit ist Dunkelheit nur das fehlen von Licht. Das Licht hingegen existiert. Wenn du das Licht ausschaltest, wird es dunkel. Dunkelheit existiert nicht, man kann sie nicht ausschalten. Wenn du was an der Dunkelheit ändern möchtest, musst du dich mit dem Licht befassen. Angst ist Dunkelheit. Sie ist Abwesenheit von Liebe. Kämpe nicht mit der Angst, sonst wirst du immer ängstlicher. Wende dich der Liebe zu und vergiss die Angst. Wenn du wirklich liebst verschwindet deine Angst. Das Geheimnis heisst also: Liebe mehr! Fass die ein Herz, sei mutig in der Liebe, sei verwegen: Liebe mehr und liebe bedingungslos. Dich selber und andere. Liebe geht immer mit Freiheit einher. Du kannst sie nicht einengen, ihr Bedingungen auferlegend sie begrenzen. Je mehr du liebst uns liebenswerter wirst du. Was ist also Angst? Angst ist ein Gefühl des fehlende  Kontakts mit der Existenz.

Sei egoistisch! Liebe ist egoistisch. andere Menschen zu lieben wird dir Erfüllung und mehr und mehr Segen bringen. Und wenn Liebe tief geht,  verschwindet die Angst. Liebe ist Licht. Angst ist Dunkelheit. Liebe ist keine Beziehung. Liebe ist ein Weinzustand. Sie hat nichts mit anderen Menschen zu tun. Man ist nicht verliebt man ist Liebe. Wenn du dir nicht bewusst bist wer du bist, kannst du nicht Liebe sein. Vertraue und du wirst spüren das eine neue Energie in dir aufsteigt. Durch Liebe öffnet man sich. In der Liebe Vertraut man. Begegne anderen Menschen. Lerne von Menschen. Ein Mensch der sich an der Liebe orientiert, lebt im hier und jetzt. Wenn ihr im Augenblick in diesem Moment leben könnt, nur dann könnt ihr lieben. Wenn du keine Angst hast gibt es nichts zu verbergen. Dann kannst du offen sein, dann kannst du alle Abgrenzungen aufgeben, dann kannst du den andern einladen, dir in deinem inneren Kern zu begegnen. Dann wird der andere auch dich  tief in sich hineinlassen. Denn wenn du dich öffnest, entsteht Vertrauen. Wenn du einen Menschen liebst, gibst du ihm unendlich viel Raum. Dein ganzes Wesen ist ein Raum für ihn, in den und mit dem er wachsen kann. Liebe ist dein eigentliches sein. Weder leicht noch schwierig, sondern natürlich.

Quelle: Osho, Mut, Lebe wild und gefährlich.

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Die Alchemie des Kochens

Ich tauche in den Ort der Küche ein, der voller Fülle ist. Ein Ort aus dem mein Körper seine Energie bezieht. Ein Ort, in dem ich Liebe entfache. Ich mörsere feinen Kardamom, nehme den Duft in mich auf und empfange die wohltuende Kraft des Kochens. Ich flüstere meinen Segen in die Mahlzeit. Eine wunderschöne und üppige Form des Glücks.

Alchemie bedeutet Veredelung: der Prozess vom Groben zum Feinen, vom Elementaren zum Höchsten, von Erde zu Gold.

Kochen bedeutet Liebe: Sie ist der tiefste Ausdruck von Hingabe an uns selbst. An das Leben. Die Küche ist die Apotheke für deinen Geist. In ihr schöpfst du deine Energie. Die Demut des Kochens, der mit seinen Händen aus Geschenken der Natur Essen für sich und andere Menschen zubereitet.

Die Alchemie des Kochens bedeutet also Veredelung der Nahrung durch Liebe und Achtsamkeit: Die Kunst die Elemente zu respektieren und zu beherrschen, Leben und Gesundheit zu schenken und im Prozess des Kochens aus den natürlichen Nahrungsmitteln das höchste Potenzial zu gewinnen.

Nahrung ist ein spiritueller Weg zu dir selbst.

Das Bewusstsein. Je reiner, liebevoller und klarer wir im Geist sind, desto mehr wünscht sich unser Körper genau diese Qualitäten, in Form von Nahrung. Gib diesem Geschenk deine Dankbarkeit, deine Liebe und deine Anerkennung.

Die Sinnlichkeit, Achtsamkeit & Intuition.  Nehmen wir den Aspekt unserer Sinne hinzu, entsteht Achtsamkeit. Wir beginnen dadurch, unseren Körper und unser Leben ganzheitlicher zu nähren. Hier beginnt die Magie unserer Intuition, weil wir beginnen zu erspüren, was uns wirklich gut tut.

Kochen ist eine Meditation. Wenn wir dabei Freude, Lust und liebevolle Gefühle empfinden, dann entstehen heilsame Gerichte.

Die innere Ausrichtung, Veredelung im Sinne von Yama und Niyama gemäß den Yoga Sturen von Patanjali. Die fünf Yamas, allgemeine Verhaltensregeln gegenüber anderen: Genügsamkeit, Gewaltlosigkeit, Wahrhaftigkeit, Ehrlichkeit und Rechtschaffenheit und Grosszügigkeit. Die fünf Nijamas, Verhaltensregeln gegenüber sich selbst: Sauberkeit, Zufriedenheit, Disziplin, Selbsterforschung und Wunschlosigkeit.

Letzten Endes ist es eine Wertschätzung sich selbst und anderen gegenüber.

Daher achte auf Nahrung, die dir und deinem Geist dient – das ist die größte Liebeserklärung die du deinem Körper machen kannst.

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Follow your heart.

Der Januar ist für mich ein Monat, in dem ich mich zurückziehe. Ich verweile in herzöffnenden Yogaposen, versinke in inspirierenden Büchern und tauche trenne mich von alten Dingen, verbrenne sie, lasse sie zurück.

Let your heart be your compass.

Geh in die Stille: Der innere Rückzug ist wichtig, um zu spüren, wonach sich dein Herz wirklich sehnt. Wenn du nicht bei dir bist, wer bist du dann? Die wohl größte Liebe unseres Lebens entfaltet ihre Kraft, wenn wir uns ihr hingeben und ihr Aufmerksamkeit schenken. Wenige Minuten bewusst atmen in dein Herz, kann deine ganze Welt verwandeln. Wie sonst willst du die Sprache deines Herzens verstehen?

Lasse altes los: Manchmal wirst du Dinge und Menschen loslassen müssen. Nicht, weil du nicht fähig bist sie zu lieben, sondern weil sie deinem Weg nicht mehr dienen. So ist es auch mit deinen Zielen und klebrigen alten Überzeugungen. Besonders wenn wir damit die Erwartungen anderer erfüllen wollen oder an Sicherheiten festhalten. Loslassen kann ein großer Akt der Liebe sein. Freiheit.

Frage dich in allem: Wie kann ich der Liebe dienen?

Nimm einen tiefen Atemzug mitten in deine Brust. Öffne sie. Diene der Liebe.

Der Liebe geht es nicht darum irgendetwas zu verbessern oder zu erreichen. Liebe verströmt sich nur und zieht damit noch mehr Liebe in dein Leben. Wenn du also Vorhaben angehst, in denen nur ein winziger Hauch von “verbessern” steckt, dann wähle neu.

Es sind nicht unsere Ergebnisse und Dinge, die wir erreicht haben, die uns glücklich machen. Es ist die Fähigkeit uns selbst zu lieben, wenn wir auf der Stelle treten und weder vorwärts noch rückwärtsgehen. Liebe ist eine heilige Alchemie, die, wenn wir sie leben, uns zutiefst erfüllen wird.

Diene der Liebe

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Was ist meine tiefste Sehnsucht? 

Wenn du zulässt, dass dich deine Sehnsucht durchdringt, sind all deine Wünsche unwichtig geworden. Es ist nicht mehr wichtig, was du tust, sondern wie du es tust.

Unsere Sehnsucht führt uns ein Leben lang. Sie ist es, die unsere Leidenschaft erweckt, die uns wach werden lässt, unseren Mut entzündet und uns das Vertrauen gibt, dass alles seinen Sinn hat.

Unsere Ziele und tausend Wünsche, gründen alle auf einen Mangel – aus dem heraus wir dann agieren und versuchen uns das Leben zu weben, das uns erfüllen soll. Deine Sehnsucht ist die Erfüllung.

Das Sehnen nach Vollkommenheit. Die meisten Menschen überhören diesen Ruf oder verstehen ihn falsch. Sie üben sich darin, ihr Leben so zu manifestieren, dass sie irgendwann zur Vollkommenheit finden.

Wir übersehen, dass Vollkommenheit bereits da ist.

Deine Sehnsucht hat nichts mit deinen Zielen zu tun. Ziele bringen dich in die Haltung des „immer mehr haben wollen“. Verlangen. Du kannst nur mit offenem Herzen der Frage nach deiner tiefsten Sehnsucht nachgehen. Frage dich nach deiner Wahrheit. Nicht danach, was du tun kannst um noch besser zu sein, oder dein Ego zu befriedigen.

Folge du deiner Sehnsucht fordert es deine größten Ängste heraus. Es wird dich an deine Grenzen führen. Angst kann dein größter Lehrer sein. Das Erforschen deiner Sehnsucht kann all deine Wut hervorholen. Ich glaube, es gibt keine Emotion die dich von Grund auf so heilen kann wie deine Wut. Mach dir klar, Emotionen sind etwas, was in dir erscheint und wieder geht.

In Momenten der Stille kannst du deinem inneren begegnen. Stille ist nicht leer, sie hat viele Antworten, wenn du sie hörst. Du wirst alles wahrnehmen, was um dich herum ist. Und  du wirst alles wahrnehmen was in dir ist, denn es ist deine eigene Wahrheit. Du nur zu atmen und zu sein brauchst. Dies ist die Quelle, die dir alle Antworten liefert.

Sehnsucht fordert, dass du ganz bei dem bist, was dein Innerstes gerade fühlt. Du kannst nicht anders, als wach zu sein.

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Hingabe

Hingabe lehrt uns, dem Leben und dem Jetzt-Zustand mit Demut und Vertrauen zu begegnen. Wenn wir mitfließen mit dem was ist. Uns öffnen und dem mutig begegnen.

Denn es bedeutet, dich dem Universum anzuvertrauen.

„Sich im Herzzentrum zu konzentrieren, sich dem Göttlichen hinzugeben, das Streben nach diesem inneren Öffnen und nach der Gegenwart im Herzen ist der erste Weg, der natürliche Anfang“

Sri Aurobindo

Wenn du einen Herzenswunsch ein Projekt hast und es in die Tat umsetzt, brauchst du Mut, Hingabe. Genau so lässt du auch neue Ideen erblühen. Beziehungen. Dein Business. Geldflüsse und deine Fähigkeit deiner Seele zu folgen. Verlangen, Begierde und die Missachtung, dass das Leben einen anderen Weg für uns vorgesehen hat, stehen uns oft im Weg.

Wenn wir zur Hingabe nicht fähig sind, leisten wir automatisch Widerstand.

Wir lehnen uns gegen etwas auf, was wir ablehnen und für uns nicht akzeptieren können. Damit schaffen wir uns selbst Enge und Stagnation. Unser Ego versucht immer und immer wieder die Zügel des Lebens selbst in die Hand zu nehmen, doch wie erfrischend und frei ist es, wenn du aufgibst. Aufgibst, in Form von geschehen lassen. Wir können nur ablehnen oder annehmen.

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Meditation So bequem, dass dein Körper sich in den kommenden Minuten vollkommen lösen kann, von jeglicher Identifikation mit der äußeren Welt. Lass dich führen…

Öffne dich und lege deine Hände sanft in den Schoß, richte deine Wirbelsäule auf. Werde sanft in den Schultern. Lasse deinen Kiefer locker. Löse die Zunge vom Gaumen und erlebe dich sanft atmend, wie du in dich selbst zerfließt. Öffne einen heiligen Raum in dir und um dich herum. Jener Raum, der dich einhüllt in die Möglichkeiten, Fähigkeiten und Erinnerungen deines Da-Seins. Öffne nun deine Hände zu einer Schale, während sie weiterhin sanft im Schoß liegen.

Wenn dein Leben die Form einer Kugel annehmen würde, wie würde sie sich in deinen Händen formen? Wie würde sie sich anfühlen? Kannst du sie tragen, mit allem (deinen Mitmenschen, Kollegen, deinem Heim, deinen Lebensumständen usw…)?

Nimm einen tiefen Atemzug und entscheide dich, diese Kugel, dein Leben mit all deiner Liebe und Hingabe anzufüllen, einschließlich all der Menschen und Situationen. Lass dir all die Zeit die du brauchst. Führe die Kugel in dein Herzzentrum. Spüre nach. Vollkommenheit und Hingabe stellen sich im Spielfeld des Lebens ein. Praktiziere und übe diese Form. Sie ist die Opfergabe an dein eigenes göttliches Selbst. Wie erhaben.

Atme.

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Praxis ist nicht ein Rückzug aus der Welt,
sondern ein Hineingehen in die Welt.

„Frieden in mir, Frieden in der Welt“ lautet eine der zentralen Botschaften Thich Hat Hanhs. Eine Geschichte von Heilung und Befreiung, das Erleben von innerem Frieden, der bis in die Familien und das soziale Umfeld hineinreicht. Der Dharma und die Lebenswirklichkeit der Menschen sind nicht getrennt.

„Wer tief in die Gegenwart schaut, wird darin die Zukunft entdecken.“

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Momente der inneren Versenkung, der Stille und der Reflektion sind wertvoll. Sie sind die Grundlage für ein Leben, in denen Güte und Mitgefühl mehr Raum haben, als egogesteuertes Verhalten und innere Dramen. 

Egal wie schwer, wie dramatisch und wie angsterfüllt das jetzige Leben verläuft. Wie sehr du dir wünschst ein anderer Mensch zu sein, bessere Umstände zu erfahren oder mehr von dem zu bekommen, von dem du insgeheim glaubst, dass du nie den (inneren) Wert dafür aufbringen kannst.

Thich Nhat Hanh hörte nie auf, sich dafür einzusetzen, dass Menschen endlich wieder lernen innezuhalten, mit Achtsamkeit ihren Alltag zu leben und glücklich im gegenwärtigen Augenblick zu sein, indem sie sich auch daran erinnern, dass sie bereits mehr als genug Bedingungen haben, um glücklich zu sein.

Dharma  ist ganz einfach, „Wer bewusst ein- und ausatmet, ist im Hier und Jetzt. Man muss nicht tagelang auf seinem Meditationskissen sitzen und sich anstrengen, um das zu erfahren. Das ist mit jedem Atemzug möglich.“

„Form ist Leerheit, Leerheit ist Form“ bedeutet: „Die Leerheit des Selbst bedeutet nur die Leerheit von Selbst, nicht das Nicht-Sein von Selbst. Dasselbe gilt für die Leerheit der Dharmas: Leerheit bezieht sich nur auf die Leerheit aller Phänomene und nicht auf die Nicht-Existenz aller Phänomene.“

Atme und sei augenblicklich mit dir und der Welt versöhnt.

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Das Kartenset hat insgesamt 30 schlichte und natürliche Karten mit wunderschönen Kalligraphien und einem Anwendungsbüchlein. Die uns in die Gegenwart katapultieren und uns neue Sichtweisen auf wichtige Fragen eröffnen.

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Überwinde negative Eigenschaften mit Kali und Durga

Wie können wir inneren Frieden finden? In dem wir uns, unsere Lebensumstände und Schattenanteile annehmen, wie sie sind. Kali hilft uns abgespaltene Anteile zu integrieren und ist unser Ticket zurück in die Gegenwart. Sie hat ein furchteinflößendes Äußeres, denn sie ist eine kämpferische Göttin, die erbarmungslos all das zerstört, was zwischen uns und unserer wahren Natur steht. Durga ist wie eine Löwenmama, sie hält verschiedene Waffen und Lotosblüten in der Hand. Sie hilft uns negative Eigenschaften zu überwinden und uns selbst und anderen zu vergeben. Durga befreit uns von Altlasten, die uns daran hindern uns hinzugeben und unser Leben in Vertrauen zu gestalten.

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Lakshmi: Aus der Fülle lebe

Den Geist von ungesunden Eigenschaften und alten Neigungen reinigen. Dann können wir uns nun auf die Qualitäten von Lakshmi Devi konzentrieren. Lakshmi steht für das Kultivieren von sattwigen/göttlichen Eigenschaften. Sie ist die Göttin der Schönheit, Fülle und des Wohlstands. Die Konzentration auf ihre Form hilft uns von einem Mangelbewusstsein zur Liebe zurückzukehren, unsere Talente zu entdecken und aus einem Gefühl der Fülle heraus mit der Welt in Kontakt zu treten.

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Saraswati: Erkenne das Licht der Weisheit

Nachdem wir Lakshmi in unserem inneren Raum eingeladen und sattwige Eigenschaften entwickelt haben, folgt der nächste Schritt: Die Verehrung von Saraswati. Saraswati ist die Göttin der Künste und repräsentiert das Licht der Weisheit. Sie steht für die Erkenntnis des Absoluten, die wir empfangen dürfen, wenn wir unsere schlechten Eigenschaften aufgelöst und sattwige Eigenschaften entwickelt haben.

Entdecke und Feier deine inneren Devi-Qualitäten

Verbinde dich mit dem weiblichen Prinzip der Schöpfung, indem wir in unserem Herzen Gebete an Devi formulieren und uns für die Mutter der Transformation und die damit einhergehenden Segnungen öffnen. Um tief in deine eigene Göttinnenkraft einzutauchen, die deinem Alltag Positivität und Skakti schenken wird.

Navratri 21 September 2017

The Mother’s Grace is boundless. Her mercy is illimitable; Her knowledge infinite; Her power immeasurable; Her glory ineffable; and Her splendor indescribable. She gives you material prosperity as well as spiritual freedom.

Swami Sivananda

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Schließe deine Augen. Atme ein.
Atme aus. Du bist mittendrin.

In jeder Kultur wurde die Innenwelt bewusst bereist, um sich selbst, seine Talente und Fähigkeiten zu entdecken und zu wissen woher man kommt. Schamanen führten zu Krafttieren. Priester nahmen innere Einweihungen vor und einige Menschen fanden in sich selbst ihre eigene Heimat. Eine Welt, die nur in dir existiert und von deren Dimensionen du nur einen kleinen Bruchteil begreifen kannst. Hier ist ausnahmslos alles gespeichert, was du in diesem oder anderen Leben erlebt hast. Diese Erlebnisse sind die Grundlage deines jetzigen Lebens. Du machst genau die Erfahrungen in der Außenwelt, die deine Innenwelt erzeugt.

Und diese Innenwelt kannst du jederzeit verwandeln. Du kannst sie für dich öffnen und innere Räume betreten, die dich von Grund auf verändern und dir Möglichkeiten eröffnen, die du nie für möglich gehalten hättest. Denn sie ist auch die Quelle in der du dein tiefstes Glück, deinen Frieden und deine Liebe zu dir selbst findest – nirgendwo anders!

Woher kommen wir und was ist der Sinn des Lebens?  Du kannst diese Antworten im außen suchen, doch du wirst nicht fündig werden. Du kannst sie nur in dir, in deiner Innenwelt finden.

Da dein ganzes Leben durch die Innenwelt geformt wird, ist diese auch die Quelle deines Glücks. Sie beeinflusst, wie wohl du dich mit dir selbst fühlst, wie sehr dich Beziehungen erfüllen und wie erfolgreich, selbstbewusst, stabil und frei du dein Leben lebst.

Je mehr du also die Reise in dein Seelenleben antrittst, desto mehr wird sie sich in deiner äußeren Realität zeigen.

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Wurzeln. Fundament. Lebensenergie.

Wir brauchen ein stabiles geistiges (und auch körperliches) Fundament.

Bin ich zufrieden mit meinen Leben? Lebe ich meinen Traumjob? Habe ich eine erfüllte und harmonische Beziehung? Bin ich glücklich mit mir?

Wenn nicht, wirst du dein Fundament stabiliseren müssen. Denn das ist es, was uns wahren Halt in dieser Welt gibt. Was uns Stärke, Echtheit und tiefes Ankommen in jeder Beziehung ermöglicht.

Ich bin vom Himmel auf die Erde gefallen
und wieder aufgestanden.

Wie ich mehr Erdung in mein Leben bringen kann. Es bewirkt(e) Wunder. Weil du tiefer ankommst, mehr Energie, mehr Fülle und mehr Liebe erfahren wirst. Und weil du dadurch noch höher steigst.

Die Natur heilt. Hole die Erde in dein Herz
und bring dein Herz auf die Erde. Es ist Liebe.

Ich bin verwurzelt und getragen. Deine einzigartige Kraft und lebensbejahender Weg. Ein Baum wächst höher, je tiefer seine Wurzeln gehen. Finde deine Heimat – hier. Visualisiere immer wieder, wie du mit dem Herzen von Mutter Erde verbunden bist. Gehe in die Natur, leg dich aufs Gras, umarme Bäume, spüre den Sand unter den Füssen.

Lebe Klarheit, Ordnung und Ruhe. Struktur fördert Aktion, Klarheit und Fortschritt. Sie gilt vor allem für das luftige Vata Element. Wir haben tausende Ideen, wollen mehr von allem, doch Zufriedenheit und Ausgleich, beginnt mit einer inneren (und äußeren) Ordnung. Strukturiere deinen Tag, finde deine Rituale. Das baut mehr Erde in dir auf. Es baut deinen Tag auf. Es gibt dir Zielgerichtetheit.

Meine Nahrung ist mein Körper. Der direkteste Weg, dich vollkommen zu erden, geschieht über deinen Körper. Dein Körper ist dein Tempel, plege ihn gut und nähre ihn. Versorge ihn mit frischer, erdender Nahrung, dann wirst du auch die Kraft haben, dein Innerstes nach außen zu tragen.

Präsenz findet statt, wenn du ganz im Herzen,
auf der Erde und im Körper bist.

Du kannst den ganzen Tag meditieren, affirmieren und im Himmel schweben, doch deine Präsenz  sitzt in dir, in deinem Herzen, in deiner Seele. Wo bist du jetzt? Wer atmet da? Was nimmst du wahr?

Spiritualität, Yogapraxis und Meditation  verändern dich, aber nur, wenn du jene Erkenntnisse auch irdisch lebst. Du kannst noch so viel Licht in dir verankern, nachspüren, meditieren. Du wirst irgendwann anfangen müssen zu leben und deinen Platz auszufüllen.

Growth is simply learning how to suffer gracefully, elegantly and not letting your pain completely tear you apart.

— Nikita Gill

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It is through risking being hurt that we gain the greatest love. There is this trust involved in giving and receiving love. May it come to the softened hearts, in the fullness of time, in the most beautiful of forms. May the form be one that our heart recognizes and needs.

Omid Safi

When someone tells you, ‘I love you,’ and then you feel, ‘Oh, I must be worthy after all,’ that’s an illusion. That’s not true. Or someone says, ‘I hate you,’ and you think, ‚Oh, God, I knew it; I’m not very worthy,’ that’s not true either. Neither one of these thoughts hold any intrinsic reality. They are an overlay. When someone says, ‚I love you,’ he is telling you about himself, not you. When someone says, ‚I hate you,’ she is telling you about herself, not you. World views are self views—literally.

Adyashanti

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Le Jockey perdu (ca. 1964) – René Magritte
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I don’t want to earn my living; I want to live.

Oscar Wilde

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Rules for Happiness: something to do, someone to love,
something to hope for.

Immanuel Kant

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1. Who you are now is not who you will be in 10 years. It is okay to be somebody new 10 minutes from now. We are always learning. We are always growing. If you realized 10 seconds ago that you don’t like who you are, shed your skin, retry, replant yourself in good soil.

2. Cleaning is instant therapy. When your brain is muddy, take a shower, wash your hands, change your clothes. Spend 15 minutes straightening your living room. When you are angry, scrub things. I know it’s crazy but it works instantly.

3. Forgive someone’s debt if it’s under 50 dollars, forgive the small things, give a little time to yourself and forgive the big things too. Forgiveness isn’t about the other person, it’s about you. That being said – if someone ever hurts you in a way that would make me cry to know, you get out of there, my love. You just get up and go.

4. Gum karma is real and if you spit out a piece in public expect to find some on your shoe in the future. Same goes for insults and harsh judgement, too.

5. Do what you love and the money will follow.

6. Live your life with an open palm and give as much as you can and as often. At some point in your life, someone will lend you 50 bucks when you’re down on your luck. Remember how that feels. Remember to give that back.

7. Always wear clean underwear. You’ll thank me later.

8. There is a difference between being kind and being passive and there are those who cannot see that difference. They will try to walk all over you. Never bend your knees for those who do.

9. Have faith. Have faith in god or people or yourself or science or in luck or in all of the above. Faith is what keeps us going, faith is what keeps us strong.

10. Pay your bills on time whenever you can, although money is nothing. Remind yourself that.

11. Do not forget you were once ignorant of all you know now. Be patient of anyone who hasn’t had the education you have. Speak at the level of the person you are with – it’s not playing dumb, it’s being considerate. There’s no reason to make them feel uncomfortable. Plus then when someone starts going off about their superior IQ, you can cut them to pieces and watch their face when you do.

12. You are the best person in the room for one particular thing, and that’s confidence. You are the worst person in the room for another thing, and that’s humility. Use both carefully.

13. Never make fun of someone’s beliefs or superstitions, let your kid keep their imaginary friend and let your best buddy believe in knocking on wood. We all have security blankets. Don’t take away someone else’s.

14. Try to learn something new every day.

15. The worse you look, the more likely you are to run into someone you know so instead of feeling awkward, learn to be confident in sweats while talking to your friends.

16. Never go to bed angry, it will ruin your sleep and make tomorrow even harder. Find a way to relax. Don’t let today get to your head.

17. Think before you speak. When someone says something, mull over their words before answering. This is called listening, it is different than hearing.

18. What keeps love beautiful is that there’s risk involved. If he breaks your heart and it doesn’t hurt, it wasn’t love in the first place.

19. Never let someone else determine who you are or how happy. You are too strong to be torn apart.

20. I love you, even when we are fighting, even when I am fast asleep. Don’t doubt it for an instant. You are my everything.

Life lessons my mother has taught me from the side of her hospital bed

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Wäre die Bewegtheit und das Schillern der Seele nicht, der Mensch würde in seiner größten Leidenschaft, der Trägheit zum Stillstand kommen.

— C.G. Jung
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You can begin as if nothing had ever gone wrong.
White as snow.

— C.S. Lewis // The Great Divorce

The ones who notice the storms in your eyes, the silence in your voice and the heaviness in your heart are the ones you need to let in.

— Word Porn

15 Wichtige Lektionen

1. Nehmen dich nicht zu ernst. Lernen, über deine Fehler zu lachen.

2. Das Leben ist zu kurz, verschwende keinen Gedanken auf Groll, Bitterkeit oder Hass, gegen andere.

3. Ich muss nicht immer recht haben. Manchmal ist es OK, andere Ansichten auch wenn sie nicht mit meinen übereinstimmen so stehen zu lassen.

4. Schliesse Frieden  mit deiner Vergangenheit –  lass sie gehen und mach weiter.

5. Wählen das was dich glücklich macht.

6. Vergleichen dich nicht mit anderen.

7. Es spielt keine Rolle, was andere über dich denken – lebe dein eigenes Leben, sei du selbst.

8. Das Leben ist nicht immer fair – aber manchmal geht es auch gut!

9. Egal was passiert, weitermachen – Schritt für Schritt.

10. Fragen nach, wenn du was möchtest.

11. Leide nicht in der Stille – hol dir Unterstützung.

12. Alles kann sich ändert.

13. Sei bereit zu experimentieren und etwas Neues auszuprobieren.

14. Das Wichtigste ist, zu lieben und geliebt zu werden.

15. Glauben, dass das Beste noch kommen wird.

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Tipps für die Heilung eines gebrochenen Herzens

1. Spüre alle deine negativen Emotionen, erlebe sie vollständig bevor der Heilungsprozess beginnen kann.

2. Du brauchst keine andere Person, damit du sich gut fühlst. Du bist genug, du bist nicht mangelhaft.

3. Mach  eine Liste mit deinen Stärken. Es ist wichtig, dass du dich auf deine guten Eigenschaften konzentrierst. Sie verschwinden nicht mit der Beziehung!

4. Versuche nicht, alle Erinnerungen zu unterdrücken – der Fokus liegt aber darauf wie es jetzt ist.

5. Du bist nicht die einzige die eine harte Zeit hat …  tröstet und unterstütze jemand anderen auf seinem Weg, das wird dich von deinem eigenen Schmerz ablenken.

6. Lache und weine. Beides kann Heilung und Erleichterung bringen. Es hilft dir,  „normal“ zu fühlen und bringt dir Freiheit.

7. Mache eine Liste aller Dinge, die du jetzt brauchst. Z.b.  Joggen, Freunde Treffen, einem Freund helfen,  kuchen essen, Film gucken….alles was hilft damit du glücklich bist.

8. Die Zukunft ist offen – und es gibt definitiv Hoffnung … Und eines Tages wirst du bemerken, dass du wieder lächelst.

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herz02Metta – liebende Güte

Metta heisst vom Sanskrit übersetzt liebende Güte. Bei der Metta-Meditation geht es um eine Übungspraxis, bei der du durch tiefes Schauen, Verstehen, Liebe und Mitgefühl entwickelst. Liebe bedeutet zuallererst, dich selbst genau so zu akzeptieren, wie du bist.

Bei der Metta-Meditation geht es im ertsten Schritt also immer um die Selbsterkennung.

Durch das Üben lernst du besser zu erkennen, weshalb du geworden bist, wie du bist. Danach wird es dir leichter fallen, dich auch so zu akzeptieren wie du bist, mit all deinen Leiden und deines Glücks.

Im ersten Schritt geht es um dich selbst und später dann um alle Wesen.

Es ist ganz wichtig zuerst zu lernen dich selbst zu lieben und fürsorglich mit dir selbst umzugehen

Als positive Folge wirst du automatisch auch mit anderen Menschen viel besser umgehen und ihnen besser helfen können.

you-are-you

Richte dich auf, in einer für dich möglichen und bequemen Sitzhaltung und schliesse deine Augen. Sammle dich und beginne mit dem Äussern deines Bestrebens, deines Ziels. Richte es zuerst immer 3x an dich und dann noch 1x an alle anderen Wesen.

Möge ich friedvoll, glücklich und leicht in Körper und Geist sein.
Möge ich sicher und frei von Verletzung sein.
Möge ich frei von Wut, Kummer, angst und Sorge sein.

Möge ich lernen, mich selber mit den augen des Verstehens und der Liebe zu betrachten.
Möge ich imstande sein, die Samen der Freude und des Glücks in mir zu erkennen und zu berühren.
Möge ich lernen, die Ursachen von Wut, Begierde und Täuschung in mir zu identifizieren und zu erkennen.

Möge ich wissen, wie ich die Samen der Freude täflich in mir nähren kann.
Möge ich imstande sein, frisch, gefestigt und frei zu leben.
Möge ich frei von Anhaftung und Ablehnungsein, doch nicht gleichgültig.

some-morning

Gelassen und frei mit erwünschten und unerwünschten Emotionen

Fortschritt
Als erstes möchte ich die Frage aufwerfen,
– ob unsere Praxis überhaupt etwas bringt,
– und wie oder anhand von was man das messen kann.
Anschliessend möchte ich ermitteln, was im Umgang mit Emotionen gelernt und verstanden werden kann.Bei Vorträgen und Retreats, die sich speziell mit Gefühlen und Emotionen auseinandersetzen, ist meist viel Interesse da. Das ist auch ganz natürlich, denn letztlich sind es ja unsere Gefühle und Emotionen, die wesentlich sind für unsere Lebensqualität. Es sind interessanterweise auch die Gefühle und Emotionen, die uns erlauben zu beurteilen, zu messen, ob unsere Praxis etwas bewirkt.
Dieser erste Teil des Vortrags richtet sich natürlich vor allem an die Praxis
– Erfahrenen unter euch
– und das sind ja doch recht viele hier.
Und vielleicht ist ja etwas davon auch relevant für
diejenigen, die gerade neu eingestiegen sind.
Also: Es sind auch die Gefühle und Emotionen, die uns erlauben zu beurteilen, ob unsere Praxisetwas verändert:
– Wenn wir seltener von leidvollen, unheilsamen Emotionen wie Wut, Ärger und Hass
oder Neid, Verlangen und Anhaften (den sogenannten Kilesa oder Kleschas) heimgesucht werden und besser damit umgehen können als vor ein paar Monaten oder Jahren, ist das ein ermutigendes Zeichen.Wenn nicht, sollten wir uns fragen, ob wir wirklich praktizieren und ob wir das richtig tun,es richtig verstanden haben.
– Wenn wir öfters von erfreulichen, heilsamen Emotionen und Geistes
– oder Herzenszuständen wie Grosszügigkeit, Liebe, Mitgefühl, Gelassenheit und Ver
bundenheit ‘heimgesucht‘ werden und öfters darin ruhen als
vor ein paar Monaten oder Jahren, ist auch das ein sehr positives Zeichen.
Wahrscheinlich praktizieren wir wirklich, auf korrekte, effektive Weise.
Wenn nicht: Was soll das alles?
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Auf dem Pult einer Frau, die im Empfangsbüro des IMS Mediationszentrums in Massachusetts arbeitete, stand ein Schild auf dem in grosser Schrift zu lesen war:
‘Supress! Avoid! Deny!‘–‘Verdränge! Vermeide! Verleugne!‘
Es war mit einem Augenzwinkern gemeint. Aber natürlich weist es klar auf einen weit
verbreiteten Umgang mit unangenehmen Gefühlen und Emotionen hin. Eben: verdrängen, vermeiden oder verleugnen. Dabei wird es uns bei einer solchen Umgangsweise so ergehen wieder amerikanischen Schriftstellerin Anne Lamott, die sagte:

„Mein Herz ist wie ein gefährlicher Stadtteil. Ich gehe nie allein dorthin.“

Hier stellt sich also die Frage, ob wir tatsächlich unser Leben verändern wollen.Warum sollten wir? Ich höre immer mal wieder die Aussage: „Freude, Trauer, Energie und Depression – ist doch alles normal im Leben. Ich möchte meine Wut nicht verlieren. Meine Sehnsüchte – sie machen doch das Leben reich! Ich leide auch gar nicht!“
Bestens. Wenn dem so ist, braucht man tatsächlich keine wirkliche Praxis. Das meine ich im ernst.Je älter ich werde, jeweniger missionarisch bin ich unterwegs.Man kann ja
trotzdem meditieren. Man sagt mir: „Ich meditiere, weil es mir gut tut. Ich habe weniger Stress, bin ruhiger und ausgeglichener. Manchmal fühlt sich die Meditation sogar gut an.“
Das finde ich völlig legitim. Warum auch nicht? Allerdingsist dies wahrscheinlic keine
ernsthaft transformierende Praxis.
In Bezug auf ‘Fortschritt‘ auf einem spirituellen
Pfad hat der Dalai Lama bei einem Besuch an der Insight Meditation Society (IMS) in Massachusetts 1979 während einem 3 Monate Rereat,dergerade am Laufen war, etwas sehrInteressantes gesagt:
 Ich bin privilegiert,im Alter von drei Jahren als Inkarnation des 14. Dalai Lama erkannt
worden zu sein.Ich habe die beste Dharma – Ausbildung mit den besten Dharma
– Lehrern Tibets erhalten. Sie waren meine ganz persönlichen Mentoren. Wenn ich
nun über sechs Monate oder ein Jahr zurückschaue, sehe ich keine allzu grossen Veränderungen in meinem Geist. Wenn ich aber zwei bis fünf Jahre zurückschaue, dann erkenne ich tatsächlich einen Fortschritt. Falls die Veränderung bei euch nach drei Monaten Retreat nicht gewaltig ist, seid nicht enttäuscht. Aber nach zwei bis
fünf Jahren muss man den Unterschied schon spüren. Sonst habt ihr nicht wirklich praktiziert oder die Praxis ist nutzlos oder falsch verstanden.Ein Mal pro Jahr
ein Drei-Monate Retreat zu machen ist gut! Wie bei einem Auto,das man ab und zu betanken muss . Soweit der Dalai Lama.

Wohin die Reise geht

Was als Erwachen bezeichnet wird, ist ja auch kein Big Bang, sondern kann letztlich nach der Präsenz oder Absenz der Kleschas, der täuschenden und quälenden inneren Zustände, beurteilt werden.Eine spirituelle Erfahrung mag tiefgründig, gewaltig und eindrücklich gewesen sein oder nicht. Was letztlich zählt, ist, was sie in uns bewirkt hat; ob sie uns transformiert und befreit hat.Es zählt also nicht die ‘Erfahrung‘, sondern die innere Entfaltung und Befreiung. Und diese ist direkt mit unserem emotional en, unserem Gefühlsleben verbunden. In den Texten werden die verschiedenen Stufen des Erwachens im Zusammenhang mit den unhei lsamen, leiden – schaffenden Emotionen und Geisteseigenschaften beschrieben, die dadurch wegfallen. Stufenweise fallen nämlich Zweifel sowie der Glaube an ein separat existierendes Ich oder Selbst weg. Dann fallen Ablehnung und Hass sowie Verlangen und Anhaften weg, und letztlich auch subtilste Formen von Ruhelosigkeit, von Dünkel und von Verblendung.

 Das ist natürlich ein äusserst langer und anspruchsvoller Weg. Aber er zeigt uns ganz

Marsch Route oder die Fahrtrichtung an. Vorausgesetzt, wir verfügen über eine einigermassen gesunde emotionale Stabilität– so durchschnittlich normal  neurotisch
 muss die Richtung unserer Praxis also folgende sein:
Gefühlsregungen und Emotionen möglichst schnell erkennen
seien es erwünschte oder unerwünschte, positive, negative oder neutrale,
leiden-schaffende, erfreuliche oder befreiende.
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Das ist das Erste: Erkennen.

Mit Gefühlsregungen und Emotionen besser umgehen können, besser damit sein können.Das heisst mit unheilsamen leichter sein können, ohne sie verdrängen zu müssen, ohne sie ausdrücken zu müssen, ohne auf sie reagieren zu müssen. Und natürlich mit heilsamen voll und ganz hier sein zu können ohne anzuhaften. Das ist das Zweite: Non -reaktives damit in Kontakt sein.
Ziel ist es, von den unheilsamen, Leid schaffenden Gefühlsregungen und Emotionen völlig frei zu sein und ausschliesslich in den wunderbaren Qualitäten, den Sobhanas, zu verweilen.Darum nochmals: erstens:Erkennen, zweitens: Umgehen und damit sein können, drittens: Frei sein davon. Für wohl ziemlich alle von uns ist ‘völlig
befreit sein davon‘ nicht ein Ziel, das wir nächstens erreichen werden. Doch ich bin davon überzeugt, dass es bedeutsam ist, solche Ziele anzusteuern, weil dadurch unsere Ausrichtung im Leben und somit Sinn und Ziel unserer Praxis eindeutiger und klarer werden. Aber ‘Erkennen‘ sowie‘damit umgehen und damit seinkönnen‘ ist für uns wesentlich.LamaThubtenYeshe betonte:

„Was ihr tun müsst, wenn ihr euer eigener Psychotherapeut, euer Dharma- Lehrer sein wollt ist, euren Geist jeden Tag überprüfen. Ihr überprüft schon täglich materielle Dinge:

Jeden Morgen überprüft ihr die Nahrungsmittel in der Küche. Aber ihr vergesst, euren Geist zu überprüfen. Euren Geist zu überprüfen, ist aber viel wichtiger.“ Was braucht es dazu wirklich?

Es braucht:
– Ethisches Verhalten,
– Achtsames Gewahrsein,
– Klarheit und Erkenntnis,
– Warmherzigkeit, eine annehmende, mitfühlende innere Haltung
– Gelassenheit.

Ethisches Verhalten

Eigentlich immer wieder dasselbe.Ethik, ein Lebenswandel ausgerichtet auf Gewaltlosigkeit, Ehrlichkeit, Respekt und Sensibilität ist eine wesentliche Grundlage.
Wer je hier oder dort unehrlich war, wer etwas zu verbergen hat, wer sichje unrechtmässig bereichert hat, wer je in seiner Beziehung einen (oder mehrere) Seitensprünge gemacht hat, weiss wie emotional aufwühlend das sein kann, wie sehr wir von Begierden und Befürchtungen besetzt werden können.
(Für diejenigen unter uns, die grössere psychische Schwierigkeiten haben oder die in bestimmten Bereichen tiefer verletzt oder traumatisiert sind, würde ich eine gute Psychotherapie als vorerst notwendig und sinnvoll erachten.)
4 Jack Kornfield, The Buddha is still teaching, Shambala,S. 4.Aus: Lama Yeshe, Becoming your own Therapist and Making your Mind an Ocean.
5 Ethisches Verhalten. Pali: Sila. Sanskrit: Shila. Tibetisch: Tsültrim.)
Ethisches Verhalten harmonisiert und beruhigt unseren Alltag. Wir sind innerlich zufriedener. Leider wird ethisches Verhalten oft mit Puritanismus, Frömmelei und mit Frustration assoziiert. Dies ist zwar ein tragisches Missverständnis, aber falsch verstandene Moral kann tatsächlich frust rierend und quälend wirken.
Ein Arzt wird von einem wegen seiner Frömmigkeit hochgeachteten Herrn um Rat gefragt:
„Ichleide unter fürchterlicher Migräne, Herr Professor. Obwohl ich nicht rauche, keinen
Alkohol trinke, streng vegetarisch lebe, mich aller Fleischeslust enthalte, fühle ich doch
ständig diesen Druck wie einen eisernen Ring um meinen Kopf!“ „Da gibt es nur eine
Erklärung“, antwortet der Mediziner, „es ist Ihr Heiligenschein, der Ihnen zu eng wird!“
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Mutiges Erforschen um zu verstehen

Ethisches Verhalten, achtsames Gewahrsein, Präsenz, Aufmerksamkeit sind wesentlich. Gerade wenn’s mühsam und unangenehm wird, wenn wir aufgewühlt sind, braucht es
Achtsamkeit. Und eben nicht Achtsamkeit, um die Gefühle und Emotionen nieder zuringen, also nicht‘ Supress Avoid Deny Verdränge Vermeide Verleugne!‘, sondern die von Lama Yeshe empfohlene erforschend. Achtsamkeit.Trungpa Rinpoche schreibt in
‘The Lions Roar–Das Brüllen des Löwen‘:

„Das Brüllen des Löwen ist die furchtlose Aufforderung, jeden Geisteszustand – Gefühle und Emotionen mit eingeschlossen – als Situationen zu betrachten, mit denen wir geschickt umgehen können; sie als Gelegenheiten für die Meditationspraxis zu sehen. Wir realisieren, dass chaotische Situationen nicht abgelehnt werden sollen. Und dass wir sie auch nicht als Rückfall in die Verwirrung sehen sollen. Vielmehr respektieren wird das, was gerade in unserem Geist geschieht. Chaos sollte als äusserst Good News verstanden werden.“

Wenn innerlich alles schief läuft sollten wir dies also genauals den Momentsehen, in dem
wir achtsam dabei sein wollen; den Moment, in dem wir viel lernen können:
– Der Streit mit dem Partner.
-Der Frust mit der Partnerin.
-Die Rivalität mit dem Angestellten oder der Chefin.
-Die Ohnmacht im Stau, genau wenn wir vorwärtskommen müssten.
-Der Frust über das Gedränge im Esssaal.
-Die Enttäuschungüber das mieseFerienwetter.
Wie fühlt sich das an? Wie ist es entstanden? Hab ich’s selbst verursacht? Wenn ja, wie?
Wie bin ich damit präsent? Wie geh ich damit um? Achtsamkeit zum Zweck des Erkennens und Verstehens.
Dasselbe trifft auch für die aufregend entzückenden oder einfach die angenehmen Situationen zu, wenn alles wie gewünscht läuft und wir uns offen, grosszügig, verbunden
und völlig zufrieden fühlen. Hier stellt sich dann oft die Frage: Wer mag da noch praktizieren und wofür auch? Aber auch hier gilt Lama Yeshes Rat, Herz und Geist zu überprüfen und achtsam zu schauen:
Wiefühlen sich solche Zustände an? Wie entstehen sie ? Sind wir interessiert und gelassen
in Kontakt damit? Schleicht sich da vielleicht Anhaften ein? Sind diese Zustände bleibend oder vergänglich? Auch hier: Achtsamkeit zum Zwecke der Erkenntnis.
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Unter‘ Erkenntnis‘ kann man natürlich so manches verstehen. Zum Beispiel die Erkenntnis, dass es sich auf einem Stuhl besser (oder weniger gut) meditieren lässt als auf einem Kissen. Oder einfach die Erkenntnis, dass es bei ‘Da Elia‘die besseren Pizzen gibt. Die Erkenntnis, die hier gemeint ist, ist natürlich tiefgründiger! Prajña oder Pañña bedeutet einerseits Erkenntnis in Bezug auf die Funktionsweisen von Herz und Geist undandererseits Erkenntnis in Bezug auf das Wesen, die Natur von Erfahrung und hiereben besonders in Bezug auf die Natur emotionaler Erfahrung. Was wir betrachten und erkennen wollen: Dass erwünschte und unerwünschte Gefühle und Emotionen immer aus verschiedenen, zusammentreffenden Bedingungen entstehen. Tatsächlich entsteht alles, jede einzelne Erfahrung immer, ausnahmslos, aus verschiedenen voran gehenden und zusammentreffenden Bedingungen: Das Wetter, die Weltgeschichte, die Umwelt, die Wirtschaft, unser Verständnis der Welt, unsere körperlichen Bedingungen, unsere emotionalen Bedingungen einfach alles! Martin Luther King Jr. beschreibt unsere Situation des bedingten Entstehens folgen dermassen:

„Hast du dir je Gedanken darüber gemacht, dass du am Morgen nicht zur Arbeit gehen kannst, ohne von der halben Welt abhängig zu sein? Du stehst auf, gehst ins Bad und streckst die Hand nach dem Schwamm aus, und dieser wird dir von einem Pazifik
– Insulaner gereicht. Du langst nach der Seife, und sie wird dir durch die Hand einer Französin gegeben. Dann gehst du in die Küche, um deinen Morgenkaffee zu trinken. Und dieser wird dir von einem Südamerikaner eingeschenkt. Vielleicht möchtest du lieber Tee: Dieser wird dir von einer Chinesin in deine Tasse gegossen. Oder möglicherweise bevorzugst du zum Frühstück eine heisse Schokolade, und diese wird dir von einem Westafrikaner gebracht. Daraufhin holst du dir einen Toast, und dieser wird dir von
einem englisch (bzw. deutsch) sprachigen Bauern überreicht –mal ganz abgesehen vom Bäcker. Und bevor du dein Frühstück fertig gegessen hast, warst du von mehr als der Hälfte der Welt abhängig. Dies ist die Art und Weise, wie unser Universum strukturiert
ist, dies ist seine Eigenschaft der (bedingten) Abhängigkeit.“
Genau wie unser Frühstück aus tausend Ursachen und Bedingungen entstanden ist, so entstehenauch unsere Gefühle, Emotionen und Gemütszustände aus zahll
osen Ursachen und Bedingungen: Wie wir geschlafen haben letzte Nacht. Ob es draussen
feucht, nebelig ist oder strahlend schön. Hat die Zeit zum Frühstücken gereicht? Ist der Zug gerade abgefahren? War kein Parkplatz frei? Oder hatten wir grad vorher unseren besten Freund getroffen? Was liegt noch vor uns heute? Stress? Probleme? Oder ein viel versprechendes Wochenende?
Man hat erforscht, dass Richter statistisch gesehen am Montag Morgen strenger richten als am Freitag Nachmittag. Alles ist abhängig von Bedingungen, entsteht aus Bedingungen. Durch Achtsamkeit werden wir uns der bedingten Abhängigkeit eines jeden Gefühls, einer jeden Erfahrung bewusst. Wir beobachten, wann und wie Ärger entsteht. Wann und wie Freude oder Offenheit entsteht. Und wir ergründen in der direkten Erfahrung auch, ob diese Gefühle fest und bleibend oder veränderlich und vergänglich sind. Kann ich mitten im Ärger mit dem Vorgesetzten oder der Kollegin spüren und sehen, dass Ärger entsteht und vergeht entsprechend den Umständen und Bedingungen?
Oder fühlt sich der Ärger, das heisst der Grund für die Aversion berechtigt und damit wichtig und wirklich an? Es ist erstaunlich und faszinierend, wie solideund gerecht sich
solche Gefühle anfühlen können .All das sind die Momente von Chaos, von denen Trungpa Rinpoche sagt, sie seien ‘Good News‘.
Good News, wenn wir wirklich hinschauen, hinfühlen und etwas lernen. Es sind auch diese
Situationen, welche Machig Labdröns Lehrer Padampa Sangye
meint, wenn er ihr rät:

„Geh an die Orte, die du fürchtest!“

Damit uns das gelingt, brauchen wir eine annehmende, mitfühlende, respektvolle innere Haltung. Und damit diese möglich wird, brauchen wir Gelassenheit, Gleichmut. Meher Baba, ein Meister der nie gesprochen hat, schrieb:

„Echte Liebe ist nichts für Angsthasen!“

Es braucht Mut oder eben: Gleichmut. Gleichmut und Mitgefühl sie sind
Facetten der einen wesentlichen, inneren Qualität und Haltung von liebevolle
rmitfühlender Gelassenheit. Ein Gleichmut, eine Glassenheit, die voll und ganz
in Kontakt sind mit der Erfahrung des Moments.
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Achtsames Gewahrsein mitfühlende Gelassenheit

Ein gutes Mittel, um sicher zu gehen, dass wir wirklich in Kontakt sind, ist das achtsame ‘
In Kontakt Sein‘ mit den Körperempfindungen und mit den Gefühlen, die wir im Körper
spüren, wenn Emotionen da sind. Es ist ein wesentlicher Punkt über den ja auch in den Meditations anleitungen immer wieder gesprochen wird. Achtsames Gewahrsein braucht es also als Erstes. Es ist Voraussetzung. Sonst sieht und verstehtman gar nichts.
– Dann braucht es mitfühlende Gelassenheit. Sie ist sowohl heilend als auch karmisch heilsam (kusala)
– und letztlich auch befreiend.
Wenn Gelassenheit ohne Zuwendung ist – sei es Zuwendung zur eigenen momentanen Erfahrung oder Zuwendung zu anderen – dann wird sie leicht zu Gleichgültigkeit oder Teilnahmslosigkeit. Dann sind wir gleich wieder bei ‘Supress Avoid Deny! Unterdrücke Vermeide Verleugne!‘ Hier vor allem bei ‘Avoid Vermeide‘ Wir vermeiden die Gefühle, statt sie zulassen zu können, ohne gleich reagieren zu müssen. Eine Art von By pass Meditation …
Wenn nun umgekehrt die Liebe, die Zuwendung, das Mitgefühl ohne echte Gelassenheit ist, dann haben wir auch ein Problem. Wir riskieren sentimentale Oberflächlichkeit im Stil von „Oh, wie süss …“oder „Ach, der Arme …“ ohne die Stabilität, die es braucht, damit man sich wirklich berühren lassen kann. Vor allem aber riskieren wir Anhaften im Kontakt mit Angenehmem, mit nah verwandten, netten oder attraktiven Menschen, beziehungsweise mit angenehmen, entzückenden oder befreienden Gefühlen.
Oder wir riskieren Ablehnung im Kontakt mit Unangenehmem, mit unfreundlichen,
unsympathischen, leidenden Menschen beziehungsweise unangenehmen, schmerzhaften,
frustrierenden und bedrückenden Gefühlen und Emotionen.
Tatsächlich können wir mit unseren schwierigen und unseren erwünschten Gefühlen und
Emotionen in dem Mass Frieden finden, wie wir wach, respektvoll, voller Zuwendung und doch gelassen mit ihnen in Kontakt sind. Wir sehen und spüren, wenn sie entstehen, wenn sie voll und ganz da sind uns erfüllen und wie sie wieder vergehen und völlig vergangen sind seien es Wut oder Liebeoder andere.
Praktische Tipps
Übrigens, meine amerikanischen KollegInnen empfehlen RAIN.R für Recognize,
A für Accept, I für Investigate,N für Non-Identification.
Zu Deutsch:
-Erkennen: die Emotion ist da. (Dieseeventuell Benennen.)
-Akzeptieren: direkt fühlen, in Kontakt sein.
-Ergründen:Ist die Emotion solid? Ist sie bleibend? Verändert sie sich?
Vergeht sie letztlich von selbst?
-Nicht-identifizieren: Sie entsteht entsprechend ihren Bedingungen. Sie unterliegt nicht
meiner Kontrolle.
Eigentlich wäre die Abkürzung dann: EAEN. Aber das klingt nicht so gut wie RAIN.
Und noch ein praktischer Tipp:
Der grosse chinesische Chan-Meister Sheng-yen führt im Umgang
mit Emotionen ebenfalls vier Punkteauf:
Face it!
Accept it!
Investigate it!
Put it down!
Eigentlich sehr ähnlich wie RAIN. (Man hat also auch in China ähnliche Emotionen wie hier.) Auf Deutsch:
-Konfrontiere die Emotionen, blick ihnen ins Auge, spüre sie.
-Akzeptiere sie, lass sie zu.
-Ergründe sie.
– Leg sie nieder, leg sie ab.
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Befreiung

Jetzt möchte ich noch kurz eine Zugangsweise (oder Umgangsweise), eine Praxis erläutern, die inder tibetischen Dzogchen Tradition angewendet wird. Sie bezieht sich auf den Umgang mit schwierigen, unheilsamen Emotionen. Ich finde, dass diese Umgangsweise noch klarer macht, wo wirkliche Freiheit liegt. Vielleicht istes eher eine Vision davon, wo
der gekonnte Umgang mit Emotionen letztlich hinführen kann. Voraussetzung ist auch hier eine starke Präsenz, ein klares,achtsames Gewahrsein und
eineannehmende, gelassene innere Haltung.
In dieser Praxis übt man sich darin, in dem zu ruhen, was aufmerksam und gewahr ist. Man fokussiert weniger auf die einzelnen Objekte, wie z.B. Atemzüge, Körperempfindungen, Geräusche, Gefühle, Emotionen oder Gedanken. Vielmehr ruht man
im offenen, klaren Gewahrsein. Wenn nun ein Gefühl oder eine Emotion, wie zum Beispiel
Verlangen, Wut, Dünkel oder Selbstzweifel aufsteigt, gibt es drei Illustrationen die vermitteln, wie wir solchen Emotionen begegnen sollen. Bei allen drei Versionen spricht man von‘Befreiung‘ . Die Emotion, das Gefühl wird also nicht verdrängt oder geduldet, sondern befreit.Dieersten Art der Befreiung ist ‘Befreiung beim Auftauchen‘ (‘shar-dröl‘):
Ein Gefühl, eine Emotion entsteht und will sich breit machen in unserem Geist
–die Gier packt uns oder wir sind wirklich wütend. Dann müssen wir uns auf das Gewahrsein zurückzubesinnen. Sobald wir bewusst und gewahr sind, nimmt das Involviertsein mit der Emotion ab und sie beginnt in sich zusammenzufallen.
Nichts,was wir mit dem Gefühl tun würden.‘ Befreiung beim Auftauchen (oder beim Entstehen)‘ wird verglichen mit ‘Schreiben auf Wasser‘.
Das zweite Beispiel der Befreiung geschieht dann, wenn wir in einer nicht-

identifizierenden Art im achtsamen Gewahrsein ruhen, d.h. ohne ein starkes Ich –

Gefühl, ohne ein dualistisches Gefühl von ‘Ich und meine Erfahrung‘.

Dann werden die Emotionen (der Wut, des Verlangens, des Neides usw.) sobald sie im Geist auftauchen, von selbst befreit.Diese ‘Automatische Befreiung‘ (rang-dröl) wird verglichen mit einer ‚ Schlange die sich selbst entknotet‘. Tosknyi Rinpoche’s

Illustration: „Der Gast darf kommen, aber das Hotel hat gar kein Zimmer frei“.
Die dritte Variante von Befreiung ist die ‘ Befreiung jenseits von Nutzen und Schaden‘
(pen-nödme-par-dröl).Für jemanden, der dauerhaft in einem identifikationsfreien, nicht – dualistischen Gewahrsein ruhen kann, spielt es absolut gar keine Rolle, welche Gefühle und Emotionen in Herz und Geist erscheinen oder nicht erscheinen –und ob sie unheilsam (kleshas) sind oder nicht. Diese Situation wird verglichen mit der eines‘ Diebes in einem leeren Haus‘. Er stiehlt nichts, weil es nichts zu stehlen gibt. Der Besitzer weiss, dass ein Dieb im Haus ist. Aber der Dieb hat nichts zu holen. Der Besitzer istdem Dieb gegenüber
relaxed , einladend und respektvoll. Kein Schaden kann angerichtet werden.
Es ist vielleicht etwas verwirrend, diese drei Prozesse der Befreiung mit der Vipassana
Terminologie erklären zu wollen. Es macht nichts wenn’s nicht gleich so klar ist.
Das Wesentlicheim Moment ist, dass wir verstehen, dass die Praxis im Umgang mit Gefühlen und Emotionen ein waches, weises, verbundenes Nicht- Tun ist.
Hier ist nun volles Vertrauen entstanden in Bezug auf die Befreiung. Eine Praktizierende, der diese Umgangsweise gelingt, hat keine Furcht mehr vor ihren Gedanken, Gefühlen und
Emotionen! Und ihr müsst euch das vorstellen.Von jetzt an, bis zum letzten Atemzug: Kein
Gefühl, keine Emotion, keine Erfahrung, vor der ihr euch fürchtet. Was immer
noch kommen magin diesem Leben: Furchtlos!
Aus dieser Gewissheit entsteht das Mitgefühl und der Wunsch, dass alle anderen dies auch
erfahren mögen.

Geh an die Orte die du fürchtest

Zum Abschluss möchte ich Padampa Sangyes Praxis- Rat an die grosse tibetische Yogini Ma-chig-Lab drön erwähnen. Was er ihr vorschlägt bezieht sich auf beides, das Äussere wie auch das Innere, …..die Praxis im Äusseren wie auch im Inneren. Die Yogini Ma -chi Lab-drön bittet ihren Lehrer , ihr zu raten wie sie am besten vorgehen solle, um den zahllosen Lebewesen von grösstmöglichem Nutzen sein zu können.
Er empfiehlt ihr nachdrücklich: Die Sicherheit ihres Klosters, oder was immer, zu verlassenund ihr‘Festhalten‘zu überwinden; Er ermutigt sie, sich dem zuzuwenden, was sie abstossend findet, denen zu helfen, denen sie glaubt, nicht helfen zu können,
sich an Orte zu begeben, die sie fürchtet und das zu tun, was sie sich nicht zutraut.
Letztlich rät er ihr, wach und achtsam zu sein – und den Buddha in sich selbst zu finden.
Auf diese Weise werde ihr Lehren‘ wie die aufgehende Sonne am Himmel‘sein.
Ganz zum Schluss die Frage von Somdeth Mahaghosananda:
„Wenn wir nicht trotz aller Schwierigkeiten glücklich sein können,
wozu soll dann unsere spirituelle Praxis gut sein?
Genau hier liegt unsere Herausforderung!
Quelle: Fred von Allmen
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The meaning of life is to find your gift.
The purpose of life is to give it away

Pablo Picasso

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I am learning to love the sound of my feet walking away from things not meant for me.

– A.G.

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Out of suffering have emerged the strongest souls; the most massive characters are seared with scars.

Khalil Gibran

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vulkanausbruch

das angenommen sein egal wie wir sind, die Freiheit, nicht kontrolliert und nicht beurteilt zu werden. Die Natur als Auszeit von der Gesellschaft.

Die Versöhnung mit dem Körper, das Annehmen des Körpers wie er ist und der Respekt vor der Natur. Die Natur Fasziniert aktiviert unsere Aufmerksamkeit und es entsteht Raum für neue Perspektiven und Sichtweisen auf alte Probleme. Faszination als besondere Form von Aufmerksamkeit, gibt und Raum für neue Gedankengänge und tiefe Einsichten. Die Natur ist nicht Perfekt, ihr Reiz liegt in der Asymmetrie und Vielfalt. Den Blick auf den eigenen Körper zu verändernd die eigenen Ansprüche, wie ein Körper zu sein hat und wie er geformt zu sein hat, zu modifizieren. Die Assoziation einer beschnittenen Weide, die wieder austreibt nach einem Kahlschlag. Der Baum trotz seinem Schicksal, findet selbst nach einem radikalen Einschnitt in sein Leben wieder zu neuen Kräften und versucht einen Neustart. Er wächst über seine Verletzung hinaus. Wer gerade selbst in einer Ähnlichen Situation steckt, wer eine alte Verletzung hinter sich lassen möchte, zu neuen Kräften finden will der wird sich dieser unbeugsamen, wieder aufstehenden Weide gegenüber Solidarität empfinden und sich von ihr zu neuen psychischen Kräften inspirieren lassen. Die Symbolik eines verletzen, ja verstümmelten Baumes, der seinem Schicksal trotzt und seinen Lebenswillen bewahrt, ist immens stark. Sie kann unter Umständen auch  bei körperlichen Traumata Bedeutung bekommen, wenn ein Mensch beispielsweise mit einer körperlichen Beeinträchtigung zurechtkommen muss oder nach negativen körperlichen Veränderungen diese zum Trotz „Ja“ zu Leben sagen möchte, wie es die verstümmelte Weide tut.

Die Natur bietet uns Eindrücke die wir als Symbole betrachten und interpretieren können und gleichzeitig einen Ort des Rückzugs an dem Selbstreflexion leichter möglich ist. Die Natur liefert uns also das Material und gleichzeitig den Raum, um darüber zu reflektieren. Die Natur gibt uns die Möglichkeit für Erneuerung und nachzudenken was uns wirklich wichtig ist. Was für Alltagsprobleme es auch immer sind, du kannst jederzeit hinausgehen und darüber reflektieren und realisieren, wie unbedeutend manche probleme sind.

Das Wilde ist nicht das Gegenteil von kultiviert.
Es ist das Gegenteil von gefesselt.

Vandana Shiva

In jedem Fall hat das Weg sein etwas mit Erneuerung zu tun: Ein neues Setting schaffen.
Ein Retreat ist das englische Wort für Rückzug, ist eine geplante spirituelle Ruhepause beziehungsweise ein gezielter Rückzug aus dem alltäglichem Umfeld. Die Natur bietet sich als Raum dafür an, weil wir mit unseren Wurzeln in Kontakt kommen. Das Retreat in der Wildnis ist eine Art Entfesselung, eine Befreiung von Konventionen und gesellschaftlichen Zwängen. Was will ich wirklich? Was gibt mir Sinn? Wieso bin ich hier? Wie verändert sich meine Einstellung zu mir selbst in der Natur? Welche Symbole der Selbstliebe und des sich-annehmend sind mir in der Natur untergekommen? Selbstliebe und Selbstakzeptanz.

Was macht mir Angst was gibt mir Sicherheit? Wie kann ich euern Mut schöpfen? Wie gehe ich mit meiner Krankheit um? Wem kann ich vertrauen?

Die grüne Couch. Die Natur schafft einen Raum in dem Therapie stattfinden kann.
Positive Einflüsse auf unsere Psyche bei Angst-und Panikstörungen, Depression, Erschöpfung und Fatigue (auch im Rahmen körperlicher Krankheiten), Beziehungskreisen, Sinnkrisen, berufliche Krisen, Perspektivlosigkeit, Anpassungsstörungen, das heisst, wenn jemand in die Krise gerät, weil er sich an eine neue, veränderte Situation nicht anpassen kann oder nach einem einschneidendem Ereignis oder Erlebnis oder Schicksalsschlag nicht mehr so recht ins Leben zurückfindet.

Auf dem Rasen liegen, barfuss im Sand laufen, die Erde unter den Füssen spüren, von der Erde getragen werden. Verbunden sein, ein Teil vom ganzen zu sein. Mit beiden Beinen fest auf dem Boden stehen.

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„Ein Krieger steht nicht für Perfektion oder Sieg oder… Unverwundbarkeit. Er steht für absolute Verwundbarkeit… das ist die WAHRE Tapferkeit.“ – Dan: „Was für ein Training soll das sein? Ich hatte einen Unfall…!“ – Sokrates: „Der Unfall ist ein Training. Im Leben geht‘s um Entscheidungen. Du kannst Dir aussuchen, ob Du Opfer oder irgendwas anderes sein willst.“ – Dan: „…und ignorieren, was mir passiert ist?!“ – Sokrates: „Ein Krieger agiert… nur ein Narr reagiert.“ thx Vincent Coccotti

„Wo bist Du?“ – „Hier.“
„Wie spät ist es?“ – „Jetzt.“
„Was bist Du?“ – „Dieser Moment.“ thx xev0x1337

Dan: „Du hast den Verstand verloren weißt du das?“
Sokrates: „Dafür habe ich ein Leben lang üben müssen.“ thx xev0x1337

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fenster

The future depends on what you do today.

– Mahatma Gandhi

Don’t let yourself be controlled by three things: people, money, or past experiences.

– unknown

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Ich bin erfüllt.

Mit meiner aufmerksamkeit gehe ich in den Ursprung von allem. dem Ursprung meiner Seele, meiner Kraft, die alles durchdringt und belebt. Mein Atem ist tief, sanft und fliessend.

Ich nehme wahr wie ich mich öffnen kann für das was war und ist. Hineinzugehen in einen Raum unendlicher Stille. Dankbarkeit breitet sich mehr und mehr in mir aus.

Ich entspanne mich.

Meine Seele offenbart mir in diesem Moment, welchen unermesslichen Reichtum, welche Fülle ich in mir trage.

Ich dehne mich aus.

öffne dein Herz. Ich dehne mich, meine Liebe, meine Kraft und meine Seele in die Unendlichkeit aus. Jetzt in diesem Augenblick erkenne ich meine grenzenlose Zufriedenheit. Weil ich mir erlaube diesen kostbaren Moment zu geniessen.

Ich erkenne meinen eigenen Ursprung, so wie ich gewollt bin. Ich vertraue mir selbst. Ich lege mein Leben vertrauensvoll in meine Hände. Jene Hände die vom Ursprung allen seins durchdrungen sind.

Ich spüre die starke Energie, die mich durchdringt. Bin berührt, weil ich erkenne, wie wertvoll mein Da-sein ist. Dehne mich in dieses Gefühl immer weiter aus.

Ich nehme einen tiefen Atemzug.

Ich bin zufrieden.

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Das Leben ist Ausdehnung, Wachstum, Sich-Öffnen …

Das Leben ist Freude, es ist Erwachen und, ja,
auch ein Mysterium.

Es war Krishnamurtis dritter und letzter Vortrag. Über
dreihundert Menschen hatten sich eingefunden, um zu hören,
wie dieser kleine, verletzlich wirkende Mann mit der sanften
Stimme und dem Engelsgesicht über Indien, die östliche Welt
und die Spiritualität sprach.

Nachdem er fast eine Stunde gesprochen hatte, sagte Krishnamurti, dass nun der Moment für Fragen gekommen sei.»Gestern«, setzte er hinzu, »fragte mich jemand im An-

schluss an den Vortrag nach meiner Definition von ›Leben‹. Ist
derjenige hier?«»Ja, Meister«, sagte jemand von weiter hinten.
»Ich bin nicht dein Meister«, antwortete Krishnamurti.

»Dein Meister ist in dir selbst …

Gestern bat ich dich, zwei Kichererbsen, zwei Linsen oder zwei Bohnenkerne mitzubringen, damit ich dir deine Frage beantworten kann. Hast du sie dabei?«

»Ja, hier sind sie«, sagte der Mann. Ein Herr um die vierzig kam nach vorne und überreichte Krishnamurti zwei weiße Bohnenkerne. Der nahm je einen in
jede Hand, schloss diese zur Faust und sagte:

»Ihr fragt mich, was für mich ›das Leben‹ sei … Ich glaube nicht, dass ich eine solche Frage nur mit Worten zu erklären vermag; das Leben spürt man, sieht man, lebt man … Ich kann keine Definitionen liefern, aber vielleicht kann ich ein Beispiel geben.«

Nach einer kurzen Pause fuhr Krishnamurti fort: »Das Leben ist der Unterschied zwischen dem hier« – damit deutete er auf die Bohne in seiner linken Hand – »und dem hier.« Damit deutete er auf die Bohne, die er in seiner rechten Faust gehalten hatte. Ein erstauntes Raunen ging durch den Saal.Und zu Recht.
Ein kleiner Keim trieb aus dem Bohnenkern, der für alle sichtbar auf seiner rechten Handfläche lag. In kaum mehr als einer halben Stunde hatte einer der Boh-
nenkerne, nur einer, durch die Feuchtigkeit und Wärme seiner Hand gekeimt.
Quelle Krishnamurti

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Wer bin ich?
Wohin gehe ich?
Und mit wem?

Drei Aufgaben, drei Wege, drei Fragen, die es strikt der Reihe nach zu beantworten gilt.

Um der Versuchung zu wiederstehen, dass, wer auch immer der Mensch an meiner Seite
sein mag, darüber bestimmt, wohin ich gehe.Um nicht den Fehler zu begehen, mich über den Menschen zu definieren, der mich begleitet.Um gar nicht auf den Gedanken zu verfallen, meinen Weg mit deinem in Übereinstimmung zu bringen.Um nicht zuzulassen, dass ich aufgrund der von mir eingeschlagenen Richtung definiert werde, und noch viel weniger, dass man mich mit diesem Teil der Wegstrecke gleichsetzt, auf
der ich mich befinde.„Immer mit dem Ersten anfangen“ pflegte mein Großva
ter zu sagen, und mit einem Augenzwinkern fügte er hinzu: „Das Letzte kommt nämlich erst zum Schluss.“

Und die erste Aufgabe ist es, herauszufinden, wer ich bin. Die definitive Begegnung mit mir selbst.Zu lernen, von niemandem abhängig zu sein.

Die zweite Aufgabe besteht darin, mich zu entscheiden, wohin ich gehe. Die Suche nach Erfüllung und Sinn.Unsere Bestimmung im Leben zu finden.

Und als Drittes gilt es, sich auszusuchen, mit wem. Die Begegnung mit dem anderen und der Mut, alldas zurückzulassen, was sich nichtstimmig anfühlt. Sich der Liebe zu öffnen und die passenden Wegbegleiter zu finden.

Quelle Jorge Bucay

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Meinen Weg kann ich nur von dort aus beginnen,
wo ich gerade bin, und das bedeutet, die Dinge so zu akzeptieren, wie sie sind.

Die zweite Ableitung, die direkt an die erste anknüpft, ist der Gedanke, daß ich bin, wer ich bin.

Ich bin nicht der, der ich sein möchte. Noch der, der ich sein sollte.
Ich bin nicht der, den meine Mutter gern in mir sähe.Und auch nicht der, der ich einmal war. Ich bin der, der ich bin. Bisweilen kommt es mir vor, als ob all unsere psychischen Absonderlichkeiten aus der Negation dieses Satzes stammten. All unsere Neurosen beginnen, wenn wir versuchen, jemand zu sein, der wir nicht sind.
In Komm, ich erzähl dir eine Geschichte schrieb ich über die Selbstablehnung:
Alles begann an jenem grauen Tag, an dem du aufhörtest, stolz
»Ich bin!« zu sagen. Und beschämt und ängstlich senktest du den Kopf
und ändertest deine Worte und dein Handeln gemäß dem Gedanken:
»Ich sollte sein.
Und wenn es schon schwierig ist, zu akzeptieren, daß ich bin, wer ich bin, wieviel schwieriger mag es dann manchmal sein, die dritte Ableitung des Gedankens

»Was ist, das ist!« anzunehmen: Du bist, wer du bist. Das heißt:

Du bist nicht der, den ich in dir suche
Du bist nicht der, der du einmal warst.
Du bist nicht so, wie es mir paßt.
Du bist nicht so, wie ich dich will.
Du bist, wie du bist.

Dies zu akzeptieren bedeutet, dich zu respektieren und nicht von dir zu verlangen, daß du dich änderst. Vor kurzem habe ich begonnen, die Liebe folgendermaßen zu definieren: als die uneigennützige Aufgabe, Raum zu schaffen, damit der andere sein kann, wer er ist.

Diese erste »Wahrheit« ist der Anfang und das Prinzip (sowohl im Sinn von Ursprung wie auch von Grundlage) jeder erwachsenen Beziehung.

Wenn ich dich akzeptiere, wie du bist, und spüre, daß auch du mich akzeptierst, wie ich bin.

Die zweite Wahrheit, die ich für unabdingbar halte, ist eine alte Sufiweisheit:

Das Gute gibt es nicht umsonst.

Hieraus entstehen für mich mindestens zwei weitere Gedanken.
Der erste: Wenn ich etwas will, das mir gut tut, muß ich wissen, daß ich dafür einen Preis zu zahlen habe. Selbstverständlich handelt es sich hierbei nicht immer um Geld, das wäre zu einfach. Dieser Preis mag manchmal hoch und manchmal sehr niedrig sein,
aber geben wird es ihn immer. Denn das Gute gibt es nicht umsonst.
Der zweite Gedanke: Wenn ich merke, daß mir etwas von außen entgegengebracht wird, wenn mir Gutes widerfährt, wenn ich angenehme und wohltuende Dinge erlebe, dann ist es, weil ich sie mir verdient habe. Ich habe dafür bezahlt, ich habe sie verdient.
(Um die Pessimisten wachzurütteln und den Profiteuren den Wind aus den Segeln zu nehmen, möchte ich klarstellen, daß man immer im voraus bezahlt:
Das Gute, das mir widerfährt, ist bereits bezahlt. Und Ratenzahlung gibt es nicht!)

Das Gute gibt es niemals umsonst – diese Wahrheit zu verinnerlichen bedeutet, ein für allemal die kindliche Vorstellung fahrenzulassen, daß mir jemand etwas geben müsse, nur weil ich es will. Daß mich das Leben mit dem ausstatten muß, was ich mir wünsche, nur

weil ich es mir wünsche, einfach so, wie von Zauberhand
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Den dritten Gedanken, den ich für einen wichtigen Ausgangspunkt halte, könnte man folgendermaßen formulieren:
Es steht fest, daß man niemals all das tun kann, was man will, aber genauso steht fest, daß man niemals etwas zu tun braucht, das man nicht will.
Ich wiederhole es für mich selbst:

Niemals etwas tun, was ich nicht will.

Diesen Gedanken fest zu verinnerlichen und in Übereinstimmung mit ihm zu leben ist nicht einfach. Und vor allem ist es nicht umsonst. (Zum Glück ist ja alles Gute nicht umsonst.) Ich will sagen, daß mich als erwachsenen Menschen niemand dazu zwingen kann, etwas zu tun, was ich nicht tun möchte. Das Schlimmste, was mir dabei passieren kann, ist, daß ich mit dem Leben dafür bezahle. (Nicht, daß ich diesen Preis herunterspielen will, aber ich denke, es ist ein Unterschied, ob ich
glaube, daß ich etwas nicht tun kann, oder weiß, daß es zu tun mich das Leben kosten könnte.) Im Alltag allerdings, in unserem alltäglichen Leben, sind die Kosten in der Regel wesentlich geringer. Normalerweise ist das einzige, was ich für meine Freiheit in Kauf nehmen muß, der Verzicht darauf, daß ein paar Menschen mir zustimmen, mir Beifall
pflichten, mich mögen. Der Preis für das Wagnis, nein zu sagen, besteht darin, daß man beginnt, einige bislang unbekannte Züge an seinen Freunden zu entdecken: nämlich den Nacken, den Rücken und all die anderen Körperteile, die man nur dann sieht, wenn
der andere sich abwendet.
Diese drei Wahrheiten sind für mich Gedankengebirge, Gedankenflüsse, Gedankensterne.Wahrheiten, die über die Zeit und die Umstände hinaus ihre Gewißheit behalten.
Konzepte, die nicht an bestimmte Momente gebunden sind, sondern an jeden einzelnen dieser Momente, die wir, zusammengenommen, »unser Leben« nennen.

Wahrheitsgebirge, um unser Haus auf solidem Grund errichten zu können.

Wahrheitsflüsse, um unseren Durst an ihnen stillen und auf ihnen zu neuen Horizonten aufbrechen zu können.

Wahrheitssterne, die uns auch in unseren dunkelsten Nächten als Begleiter dienen.

kopf

leben
be kinder to yourself. and the let your kindness flood the world
creative
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dont just look, observe, dint just think, feel...
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Love

Without love your daily life has no meaning

In this torn desert world there is no love because pleasure and desire play the greatest roles, yet without love your daily life has no meaning. And you cannot have love if there is no beauty. Beauty is not something you see—not a beautiful tree, a beautiful picture, a beautiful building, or a beautiful woman. There is beauty only when your heart and mind know what love is. Without love and that sense of beauty there is no virtue, and you know very well that, do what you will, improve society, feed the poor, you will only be creating more mischief, for without love there is only ugliness and poverty in your heart and mind. But when there is love and beauty, whatever you do is right, whatever you do is in order. If you know how to love, then you can do what you like because it will solve all other
problems.
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Fear

Fear and pleasure are the two sides of a coin: you cannot be free of one without being free of the other also. You want to have pleasure all your life and yet be free of fear—that is all you are concerned about. But you do not see that you feel frustrated if tomorrow’s pleasure is denied, you feel unfulfilled, angry, anxious and guilty, and all the psychological miseries arise. So you have to look at fear and pleasure together.

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Relationsship

To go far you must begin very near

Surely, to go far, you must begin very near, but to begin near is very difficult for most of us because we want to escape from “what is”, from the fact of what we are. Without understanding ourselves, we cannot go far, and we are in constant relationship; there is no existence at all without relationship. So relationship is the immediate, and to go beyond the immediate, there must be the understanding of relationship. But we would much rather examine that which is very far away, that which we call God or truth, than bring about a fundamental revolution in our relationship, and this escape to God or to truth is utterly fictitious, unreal. Relationship is the only thing we have, and without understanding that relationship we can never find out what reality is or God is. So, to bring about a complete change in the social structure, in society, the individual must cleanse his relationship, and the cleansing of relationship is the beginning of his own transformation.

 

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Meditation

Do not make meditation a complicated affair

Do not make meditation a complicated affair; it is really very simple and because it is simple it is very subtle. Its subtlety will escape the mind if the mind approaches it with all kinds of fanciful and romantic ideas. Meditation, really, is a penetration into the unknown, and so the known, the memory, the experience, the knowledge which it has acquired during the day, or during a thousand days, must end. For it is only a free mind that can penetrate into the very heart of the immeasurable. So meditation is both the penetration and the ending of the yesterday.

The trouble begins when we ask how to end the yesterday. There is really no ‚how.‘ The ‚how‘ implies a method, a system and it is this very method and system that has conditioned the mind. Just see the truth of this. Freedom is necessary -not ‚how‘ to be free. The ‚how to be free‘ only enslaves you.

 

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Freedom From the Known

When you become aware of your conditioning you will understand the whole of your consciousness. Consciousness is the total field in which thought functions and relationships exist. All motives, intentions, desires, pleasures, fear, inspiration, longings, hopes, sorrows, joys are in that field. But we have come to divide the consciousness into the active and the dormant, the upper and lower level – that is, all the daily thoughts, feelings and activities on the surface and below them the so-called subconscious, the things with which we are not familiar, which express themselves occasionally through certain intimations, intuitions and dreams.

We are occupied with one little corner of consciousness which is most of our life; the rest, which we call the subconscious, with all its motives, its fears, its racial and inherited qualities, we do not even know how to get into. Now I am asking you, is there such a thing as the subconscious at all? We use that word very freely. We have accepted that there is such a thing and all the phrases and jargon of the analysts and psychologists have seeped into the language; but is there such a thing? And why is it that we give such extraordinary importance to it? It seems to me that it is as trivial and stupid as the conscious mind – as narrow, bigoted, conditioned, anxious and tawdry.

So is it possible to be totally aware of the whole field of consciousness and not merely a part, a fragment, of it?

If you are able to be aware of the totality, then you are functioning all the time with your total attention, not partial attention. This is important to understand because when you are being totally aware of the whole field of consciousness there no friction. it is only when you divide consciousness, which is all thought, feeling and action, into different levels that there is friction.

We live in fragments. You are one thing at the office, another at home; you talk about democracy and in your heart you are autocratic; you talk about loving your neighbours, yet kill him with competition; there is one part of you working, looking, independently of the other. Are you aware of this fragmentary existence in yourself? And is it possible for a brain that has broken up its own functioning, its own thinking, into fragments – is it possible for such a brain to be aware of the whole field? Is it possible to look at the whole of consciousness completely, totally, which means to be a total human being?

If, in order to try to understand the whole structure of the `me‘, the self, with all its extraordinary complexity, you go step by step, uncovering layer by layer, examining every thought, feeling and motive, you will get caught up in the analytical process which may take you weeks, months, years – and when you admit time into the process of understanding yourself, you must allow for every form of distortion because the self is a complex entity, moving, living, struggling, wanting, denying, with pressures and stresses and influences of all sorts continually at work on it. So you will discover for yourself that this is not the way; you will understand that the only way to look at yourself is totally, immediately, without time; and you can see the totality of yourself only when the mind is not fragmented. What you see in totality is the truth.

Now can you do that? Most of us cannot because most of us have never approached the problem so seriously, because we have never really looked at ourselves. Never. We blame others, we explain things away or we are frightened to look. But when you look totally you will give your whole attention, your whole being, everything of yourself, your eyes, your ears, your nerves; you will attend with complete self-abandonment, and then there is no room for fear, no room for contradiction, and therefore no conflict.

Attention is not the same thing as concentration. Concentration is exclusion; attention, which is total awareness, excludes nothing. It seems to me that most of us are not aware, not only of what we are talking about but of our environment, the colours around us, the people, the shape of the trees, the clouds, the movement of water. Perhaps it is because we are so concerned with ourselves, with our own petty little problems, our own ideas, our own pleasures, pursuits and ambitions that we are not objectively aware. And yet we talk a great deal about awareness. Once in India I was travelling in a car. There was a chauffeur driving and I was sitting beside him. There were three gentlemen behind discussing awareness very intently and asking me questions about awareness, and unfortunately at that moment the driver was looking somewhere else and he ran over a goat, and the three gentlemen were still discussing awareness – totally unaware that they had run over a goat. When the lack of attention was pointed out to those gentlemen who were trying to be aware it was a great surprise to them.

And with most of us it is the same. We are not aware of outward things or of inward things. If you want to understand the beauty of a bird, a fly, or a leaf, or a person with all his complexities, you have to give your whole attention which is awareness. And you can give your whole attention only when you care, which means that you really love to understand – then you give your whole heart and mind to find out.

Such awareness is like living with a snake in the room; you watch its every movement, you are very, very sensitive to the slightest sound it makes. Such a state of attention is total energy; in such awareness the totality of yourself is revealed in an instant.

When you have looked at yourself so deeply you can go much deeper. When we use the word `deeper‘ we are not being comparative. We think in comparisons – deep and shallow, happy and unhappy. We are always measuring, comparing. Now is there such a state as the shallow and the deep in oneself? When I say, `My mind is shallow, petty, narrow, limited‘, how do I know all these things? Because I have compared my mind with your mind which is brighter, has more capacity, is more intelligent and alert. Do I know my pettiness without comparison? When I am hungry, I do not compare that hunger with yesterday’s hunger. Yesterday’s hunger is an idea, a memory.

If I am all the time measuring myself against you, struggling to be like you, then I am denying what I am myself. Therefore I am creating an illusion. When I have understood that comparison in any form leads only to greater illusion and greater misery, just as when I analyse myself, add to my knowledge of myself bit by bit, or identify myself with something outside myself, whether it be the State, a saviour or an ideology – when I understand that all such processes lead only to greater conformity and therefore greater conflict – when I see all this I put it completely away. Then my mind is no longer seeking. It is very important to understand this. Then my mind is no longer groping, searching, questioning. This does not mean that my mind is satisfied with things as they are, but such a mind has no illusion. Such a mind can then move in a totally different dimension. The dimension in which we usually live, the life of every day which is pain, pleasure and fear, has conditioned the mind, limited the nature of the mind, and when that pain, pleasure and fear have gone (which does not mean that you no longer have joy: joy is something entirely different from pleasure) – then the mind functions in a different dimension in which there is no conflict, no sense of `otherness‘.

Verbally we can go only so far: what lies beyond cannot be put into words because the word is not the thing. Up to now we can describe, explain, but no words or explanations can open the door. What will open the door is daily awareness and attention – awareness of how we speak, what we say, how we walk, what we think. It is like cleaning a room and keeping it in order. Keeping the room in order is important in one sense but totally unimportant in another. There must be order in the room but order will not open the door or the window. What will open the door is not your volition or desire. You cannot possibly invite the other. All that you can do is to keep the room in order, which is to be virtuous for itself, not for what it will bring. To be sane, rational, orderly. Then perhaps, if you are lucky, the window will open and the breeze will come in. Or it may not. It depends on the state of your mind. And that state of mind can be understood only by yourself, by watching it and never trying to shape it, never taking sides, never opposing, never agreeing, never justifying, never condemning, never judging – which means watching it without any choice. And out of this choiceless awareness perhaps the door will open and you will know what that dimension is in which there is no conflict and no time.

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Observing thought

I must love the very thing I am studying. If you want to understand a child, you must love and not condemn him. You must play with him, watch his movements, his idiosyncrasies, his ways of behavior; but if you merely condemn, resist or blame him, there is no comprehension of the child. Similarly, to understand what is, one must observe what one thinks, feels and does from moment to moment. That is the actual.

Observing bodily pain

All of us know physical pain a little or a great deal and we can deal with it medically and in other ways. You can observe pain with a mind that is not attached, with a mind that can observe bodily pain as though from the outside. One can observe one’s toothache and not be emotionally, psychologically involved in it. When you are involved emotionally and psychologically with that pain in the tooth, then the pain becomes more; you get terribly anxious, fearful. I do not know if you noticed this fact.
The key is to be aware of the physical, physiological, biological pain, and in that awareness not get involved with it psychologically. Being aware of the physical pain and the psychological involvement with it which intensifies the pain and brings about anxiety, fear and keeping the psychological factor entirely out requires a great deal of awareness, a certain quality of aloofness, a certain quality of unattached observation. Then that pain doesn’t distort the activities of the mind; then that physical pain doesn’t bring about neurotic activity of the mind.

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Nature

To sit under a tree

You see, you are not educated to be alone. Do you ever go out for a walk by yourself? It is very important to go out alone, to sit under a tree—not with a book, not with a companion, but by yourself—and observe the falling of a leaf, hear the lapping of the water, the fishermen’s song, watch the flight of a bird, and of your own thoughts as they chase each other across the space of your mind. If you are able to be alone and watch these things, then you will discover extraordinary riches which no government can tax, no human agency can corrupt, and which can never be destroyed.

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The Nature, Depth and Beauty of Death

Next year we will have to have a bigger tent! (laughter)

One hopes that you have had a pleasant week: instructive, learning and exploring into oneself the immense depth and width of life. We are going to ask several fundamental questions this morning. Perhaps some of you have not asked these questions and it may sound rather extravagant or nothing to do with our daily life or that it is merely theoretical. The speaker does not in any way indulge in theories, ideologies or any sense of – have any sense of beliefs, dogmas and all that business.

First of all what is it to be honest? Really, deeply honest. We are honest to some – that is conformity, which we call honesty – to some fictitious belief, faith or ideologies. But honesty seems to be to one where there is total integrity. That integrity is not mediocrity. Mediocrity – the meaning of that word, according to the dictionary, is one who goes half way up the hill and never goes to the top of the hill. Perhaps we go to the top of the hill in science, in all the technological world, but we never go to the very top of it, top of our own enquiry, of our own understanding and find out for ourselves the depth and the beauty of our own lives. Where there is integrity, that is, a wholeness, a sense of – not completeness – but a sense of non-fragmented way of life, out of that comes great honesty, unyielding, not easily persuaded or dissuaded but living a daily life in which is this holistic way of conducting oneself – morality and all that business.

We were going to talk over this morning, together, as we have talked about several other factors of life, like conflict – whether conflict could ever end in our daily life, and we also talked about fear, sorrow yesterday morning, and the nature and the depth and the strength of love, compassion and intelligence. We ought to talk over this morning together what is death, what is immortality and what is continuity. In the understanding of all that we have to really delve very, very deeply into the nature of time and thought, which we have been doing from the beginning of these talks.

Time, we said, is the past, modifying itself in the present, and the future is the present having its roots in the past, continuing, which is the future. Right? So the future is now. That is, we have evolved according to the biologists, scientists – we have been on this earth as human beings, evolving for 40, 50 thousand years. During that long interval of time, during that duration, we have accumulated a great deal of information, knowledge, experience and technologically we have advanced in the most extraordinary way but inwardly, psychologically, subjectively, we are very primitive, barbarous, and we have not fundamentally changed; we are violent, brutal, competitive, terribly aggressive and so on. And unless one deeply understands, not merely theoretically, but the nature of time, when and what is time.

Is time a continuity? – I am this, I will be. When is time? You understand? Is there time in the very act of doing? Is there time in the very action of life? You plant a seed in the ground and it grows, flowers, bears fruit and dies and while that seed is growing, moving, living, there is no concept of time. It is only we human beings have the concept of time. And when we are doing something completely, holistically, without any sense of fragmented outlook or behaviour, the doing – in that act of doing there is no time. Haven’t you noticed all this? As you are sitting here and listening unfortunately, or fortunately, to the speaker, as you are listening very attentively – which I hope one is doing – this attention has no time. Right? It is only time comes into being when you say, ‚What is he talking about? I don’t quite understand‘, – or I make a tremendous effort to understand – then time comes into being. But when there is actual listening, seeing very clearly, then there is no time at all. And understanding this we are going to enquire together, the speaker means together, all of us together, into the nature and the depth and the beauty of death.

When one uses the word beauty, what do we mean by that word? What is beauty to you? Because we are saying beauty is truth, like love is truth. What is beauty? A beautiful person, a beautiful painting, a great mountain that is immovable, full of snow, valleys, shadows and the deep blue depth of a vast valley. The great paintings, the ancient sculptures and when we look at them we say how marvellously beautiful they are. Is beauty something in the beholder, in the observer, in the seer? Or is beauty when the observer is not? Do you understand? Are we meeting each other? Have you all (laughs) had enough? Enough is enough? Because in our life, daily life there is so little beauty. We want to have a beautiful body, beautiful face, and you do all kinds of things to bring that beauty about, exercise, so-called yoga! Can we go into that word a little bit?

In the ancient days yoga was taught only to very, very few and in doing yoga other factors entered into it, a meditation. In the ancient days, I am not talking now about what is considered yoga. And it was an act of dedication to find out what is truth, what is the way of living according to that truth and so on. But now yoga has become a commercialised affair and if you can’t do anything better you are going to teach yoga. (laughter) Those people who are experts at it are accumulating money, you know the whole commercial process. So yoga is something that demands a great deal of attention – in the old days – a great deal of self-observation, self-recollectedness and so on. Not just having a beautiful body.

So, what is beauty, we are asking. When you compare two great paintings, the comparison between that painter and that painter, or that poem or the other poem, this book or that, what is actually going on in one’s brain? You are comparing, you are judging, you are evaluating. Some have said Keats is the greatest poet who ever lived, or if he had lived longer he would have been far greater than Shakespeare, and so on. And when you put aside all the paintings in the world, in museums and in your own house and so on, and when you see the great mountains with their snow and against a blue sky in the morning light, there is a certain quality of silence, certain quality of breathless adoration and the perception of that immovable – the deep valleys, the lakes and the rivers and the forests – when you see all that the very greatness of it drives away our petty little life, may be for a minute or for a few seconds: when the self is not beauty is. Do we understand? Are we together in this? When you look at all those mountains, rivers and the beautiful architecture, or read a poem, some part of the ancient literature, the Old Testament or the Upanishads and so on, to observe all that without thought, without ‚the me‘ interfering with your perception, then there is that quality of immense beauty which is not put together by thought. And to come upon that beauty is to enquire whether the self, ‚the me‘, the persona, all the characteristic tendencies and all the troubles, pain and anxieties and loneliness, can all that be put aside, not make that which is great make you put everything aside, then that greatness becomes merely a toy. But if one can put all that aside, the very nature of the self, the psyche, then there is that immense beauty which is really timeless existence. Now let’s go on to something else.

Which is: what is death? We are going to enquire together what is death. And also we are going to talk over together what is it that continues? And the continuity is a movement of time – right? Are you following? So we must ask also: is there anything permanent in us, in the world outside of us, is there anything imperishable that cannot be destroyed, that is endlessly permanent? Man has asked this question from the most ancient of times because he sees round him everything in a flux, everything changing, gaining, losing, being destroyed and put together again. And we also see ourselves changing, not only biologically but psychologically – we are all moving a little bit, bit by bit, moving, changing, not fundamentally changing but a little. So seeing all that, this constant change, dying and being reborn, one asks: is there anything permanent, lasting, and what is that thing that lasts? Is it a continuity of what we are? You understand? Does this all interest you? Don’t just say ‚Yes‘, that’s no fun! But if you are really interested in this because it has to do with one’s life, one’s daily life, and is there anything in one’s daily life that is permanent? There is always at the end of that so-called continuity, there is death. One has lived 90 years, or 50 years or 10 years and during those 80, 90 years there has been a long continuity of memory, continuity of activity, labour, striving, aspiring, hoping to make oneself more excellent in some skill or other, or inwardly, psychologically, to find something that is not always changing. We see all this – an ancient oak dies – everything seems to comes to an end, dies, and observing all this one asks oneself, as I hope you are asking yourself, is there some permanent something that will last, that will have its roots in some place, that will always grow, will always be immense, permanent? Right? Don’t you ask all these questions? Or I am asking for you? And so we are asking: what is continuity? What is it that continues in our daily life? Is it not memory, a series of associations and a continuity exists also between when one thought is silent for the moment, another thought arises. There is an interval between those two thoughts and in that interval we observe a sense of timeless existence for a second, but that interval between two thoughts is still thought, in absence. Thought then is absent between those two intervals but is still two thoughts. We will go into all this. Is it too complicated? Probably it is.

Is continuity immortality, because it is one of the things man has sought – immortality – that which is beyond death. And the ancient books, like the Upanishads, the Vedas and the Hebrew literature, the ancient, and the Bible, Shakespeare, Keats – they are in a way immortal, they are going to last when you and I pop off, they will be there – is that immortality? The name, all the things associated with that name – so what is immortal? Mortality, we know what that means: man dying, human beings coming to an end. And human beings have asked this question: is there immortality, a state in which there is no death at all, not a continuity but – because continuity implies time and where there is time there is death, where there is immortality, if there is such a thing, then there is no death at all, there is no ending or beginning. Are you going into all this? I’ll go into it, if you are interested we’ll take the journey, if you are not, it doesn’t matter. I hope you are comfortably seated. (laughter)

What is death, what does it mean to die? – and that is an absolute certainty that we are all going to die, and what does that mean? One has continued from childhood till the moment of death – continued with one’s thoughts, with one’s ideas or new set of ideas, thoughts, trouble, pain, anxiety, loneliness and all the travail of life, that is what we call continuity. And in that process time is a factor. And when we die, all the Asiatic world believes, at least some of them, majority of them, including India and so on – this continuity will continue after death – which is called rebirth, reincarnation. That’s a very comforting idea! What you sow you reap. If you are not good in this life then in next life you pay for it, or you pay for it now. Right? Cause and effect. Causation separate, as though it was separate from the effect. We are saying causation has in it inherently effect. It is not two separate things. I wonder if you get all this? This is not philosophy, it is not some kind of exotic nonsense. You can see one’s own life, if you do something ugly it has its own reward, or its own pain. If you do something correctly, without the self, then that brings about its own goodness. So continuity is a form of causation, effect and the effect becomes the cause, and so it is a chain. And we are asking, what is death? Biologically, when the brain has not sufficient blood, breath and so on, it decays very rapidly and that is called death, physical death. Either this is brought about through some kind of disease, natural old age or some accident. We acknowledge that because that is inevitable but we say I have gathered all this experience, all my life I’ve worked, all my life I have tried to do this and that and what is the good of it all if I come to an end of all that? Don’t you ask these questions? So we have to ask: what is it to end? – to end something in which there is no continuity. You understand? To end. All right.

One is attached. There is no question about it. Attached to an idea, to a book, to a saying, to your money, to your wife, or to some ideal and so on. One is deeply attached. We are not saying it is right or wrong. One is attached. Death comes along and says sorry! – cuts that attachment, and we want that attachment to continue, and without it – when there is freedom from attachment we feel a bit lost. So we are frightened of death because it may end everything that you have. Following? And one asks: what have you? At the end of 90 years, I am asking this of myself, and you must be asking of yourself, what is it that you have? – a house, a bank account if you are lucky enough or unlucky enough, a wife, a husband, the pleasure of sex and all the conflict of one’s life? Actually what has one in your life? What have you? And if one was very, very honest, you need to have a house, you need to have a shelter, food, clothes, that is natural, normal, otherwise what have you? A series of memories – right? A bundle of memories and nothing else. In that bundle of memories there are all aspirations, wanting, not wanting, seeking God – you know all that, or not seeking God, or saying ‚There is only this‘ – that is, pleasure, money, power. The mundane activities of one’s life – that is all one has and death comes along and says, ‚You can’t carry it with you, it all has to come to an end‘. End of that, end of all your memories, all your experiences, all the things one has travelled through life to accumulate. When a scientist, a great scientist, not employed by the government, but free of governments, those scientists they have accumulated an extraordinary amount of knowledge, skill, great penetration into matter, questioning what is matter, what is energy and so on, they too die, like us, and at the end of their life what have they? And the tyrannical, the totalitarian dictators – what is going on in Russia – all the dictatorships in the world – what have they? You understand? We want what we have, which is memories, to continue – right? And when those memories come to an end, which is the fact of life, which is death, and knowing all that, one is frightened. You want to know what happens after, and you want to know what happens afterwards according to your already existing knowledge. Right? You understand? You follow this? You are adding more knowledge by asking what is there when one dies. All that one wants is more knowledge, more certainty of knowledge. And knowledge is limited. You understand? Because knowledge is based on experience which is limited and knowledge is memory and so thought is limited. So we keep going round in that circle. And is there an end to all this? And that is death. And so one asks: is it possible to live with death – not commit suicide and all that silly stuff, but to live with something, live with an absolute fact. The absolute fact is that one is going to die and that death means the ending of knowledge, memories. So can one live with death and not keep the two apart? You understand? You follow all this? What does it mean to live with death? What does it mean to own nothing? You may have money, a wife, children, but to hold and wanting that which you have held to go on, and death means you hold nothing.

Can one live a life in this world, living and death together? That means living and dying every day. Oh come on sirs. So it means never, never becoming something, becoming something psychologically, which is so-called psychological evolution. In that there is time, a continuity and the memory held in the brain – of course! And living with death means that which has been accumulated, gathered psychologically, ending everything everyday, not at the end of the day but at the beginning and in the middle and all the time. You understand what that means? Never having roots in any place, never having a sense of ownership, possession, attachment so the brain becomes extraordinarily alive, free, and therefore no fear.

We said we would also talk about meditation: religion, meditation and what is creation. Are you interested in all this?

What is religion? What is the religious mind? What is the mind? – we must differentiate. The brain is the storehouse of all memories. It is the seat of all reaction and action, response, both neurologically, psychologically, subjectively – it is contained as consciousness in the brain. Right? It doesn’t matter. I’ll go on, just play with me, will you? And so the brain is limited though it has got infinite capacity because in the technological world look what they are doing. And psychologically, subjectively, we are very limited. That’s part of the brain. The mind is something entirely different. The mind is outside the brain. This requires a great deal of enquiry but perhaps we cannot go on with that because our time is limited. (laughter)

Like love is not within the brain. It is outside. If it is within the brain it is a process of thought, memory, recollection, remembrances, pleasure, pain and all that, which is, the brain contains all consciousness. Our consciousness is its content. There is no consciousness as we know it if the content is not. Right? The content is our pain, loneliness, beliefs, faith, hopes, aspirations, anxieties, all that is our consciousness. And that is contained within the skull. So love is not that surely. Love is not a battleground, love is not a reaction, or a remembrance, and when there is reaction, remembrance, and all that, it is still in the brain and love is, if that, love is still part of the brain, that’s reaction and all that, then it is not, obviously, love.

So we are going to investigate together what is religion. Why has man spent such energy, great enquiry, suffered, fasted, tortured himself to find truth, to find that which is timeless? Every religion has done this. That is, every religion says: to find that which is immense, immeasurable, you must do certain things, deny the flesh, control, discipline, give your life, dedicate your life to that and only then you will find it. They put this very simple statement more complicatedly but that is what religions have said. And in the Christian world as in the Hindu and the Buddhist world, and the Islamic world, a figure, a symbol, in the mysteries of a not too light a place, cathedrals and churches with all the rituals, accepting, obeying – all that is called religion, agreed? Is that religion? Or religion is something entirely different. Now we have intermediaries, the priest – between that highest and the so-called the lowest – he is the interpreter, like the psychiatrist, and the priest has played a great part in history from the Egyptians and before the Egyptians, the Sumerians and so on, the priests were the learned people and all that. And they have established certain laws, rules and if you are sceptical – and I hope you are – doubting, questioning, never accepting anything psychologically – except the policeman (laughter) and the tax laws, otherwise to question, doubt, never psychologically obey without going into it, not belonging to any sect, to any guru, to any organised religion as Christianity, Islam, or not so organised, rather disorderly Hinduism and so on. If you put all that aside, if you can, because we are heavily conditioned by propaganda of 2,000 years, or heavy propaganda has made your brain programmed to 3 to 5,000 years as in India and so on. If you can put all that aside, as one must if one wants to find that which is nameless, then what is religion? What is the quality of a mind or brain that has totally set aside all man’s endeavour to find that, all his systems, methods, his systems of meditation, breathing correctly, cross-legged – you know all that. Those are all meaningless. To calm the brain, breathe properly, quietly, sit in silence, in a room or under a tree – that will not bring about that which is immense. So what is the quality of a mind, of a brain, that has set aside all this? It is untrammelled; it has not any bondage; it is free, completely free. That word freedom also has its root, etymologically – love. Freedom means love also, not sexual love, love.

So, is that possible when all the world is shouting, when all the world is being entertained by religions? Is it possible to live in this world daily with such total freedom from all tradition, from all knowledge except where knowledge is necessary? We are asking a really very, very difficult question because knowledge prevents true perception. From that arises: what is meditation? – not how to meditate. That word meditation and all the implications with that word apart from contemplation of Christians and so on, that meditation has been brought over by the gurus into this country, who are spreading all over America and so on. They have their systems, their practices, their disciplines and the guru gets a lot of money out of it and all that business goes on. There are Hindu meditations, Tibetan meditations, schools of meditation – right? – Zen, the whole lot of them. What are they offering? What is meditation? – not how to meditate, or what system to follow. That is too immature, too childish but if you ask deeply what is it to mediate, why should one meditate? The word meditation also, etymologically and in Sanskrit, means measure, not only to ponder over, to think over which is part of meditation, but also it means understand measurement. Measurement means comparison. Now I am saying, the speaker is saying: where there is comparison there is no meditation. You understand? Oh, come on, are we following a little bit with each other? We are always measuring: the better, the more, the less and the greater. This whole movement of measurement, which is comparison, can that completely end, both psychologically and outwardly, that is part of meditation. That is what, when you are enquiring into what is meditation, it means not only think, ponder over, look and observe, but also it means complete ending of all comparison – short, tall, broad, wide, beautiful, not beautiful, all those are a pattern of the self. Where there is measurement there is self, right? So is it possible to live a daily life without any form of comparison? Then you will see for yourself the extraordinary quality of the brain. Then the brain itself has its own movement; apart from its own movement it has another quality, then it is extraordinarily stable, firm, doesn’t mean it doesn’t yield, but it yields in firmness, in strength. And meditation also means the freedom from the network of words and thought. Right? So the brain is not entangled with words, with patterns, with systems, with measurement. Then there is absolute silence. And that silence is necessary. Silence has its own sound. Have you ever listened to a tree? This is not some crazy question. Have you ever listened to a tree, an old tree, when the wind and the breezes have come to an end and the tree is utterly silent, no leaf is fluttering and then you listen to the sound of the tree. We were asked that question by a scientist. He accepted that, so you better accept it too (laughter) – because you love scientists, people who accumulate knowledge. But to find out the sound in silence and where there is this complete, absolute, not relative silence. The relative silence can be brought about through thought, through will, saying, I must be silent. That is not silence at all. There is silence only when there is freedom from all the things that man has accumulated. In that silence there is an enormous sense of vastness and immensity, you don’t ask any questions any more. It is.

Then we ought to ask also a question: what is creation? If you say, ‚God created the world‘, then that is the end of it. That is one of the convenient statements in various books. That is no answer. But if one begins to ask, ‚What is creation? How has all this come into being: the tiger, the deer, the marvellous tree, and the majestic mountains and the great rivers of the world, and this vast population, how does all this happen?‘ We must distinguish between creation and invention. Creation is totally different from invention. Invention is still within the field of knowledge. The man who invented the jet, he moved from knowledge to knowledge. He invented. All the new inventions in the technological world are based on knowledge. Perhaps a second of not thinking and then something comes but it is still within the area of knowledge. Creation is not invention. Creation is there only when knowledge has come to an end. You understand all this? Then that creation is, if we can use that word, ’nothing‘. Nothing means not a thing. A thing in Latin and so on is thought. When there is no – when there is absolute silence of thought then there is totally a different dimension.

May we get up please?

 

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 Conflict

Opportunities for Self-Expansion

Hierarchical structure offers an excellent opportunity for self-expansion. You may want brotherhood, but how can there be brotherhood if you are pursuing spiritual distinctions? You may smile at worldly titles; but when you admit the Master, the savior, the guru in the realm of the spirit, are you not carrying over the worldly attitude? Can there be hierarchical divisions or degrees in spiritual growth, in the understanding of truth, in the realization of God? Love admits no division. Either you love, or do not love; but do not make the lack of love into a long-drawn-out process whose end is love. When you know you do not love, when you are choicelessly aware of that fact, then there is a possibility of transformation; but to sedulously cultivate this distinction between the Master and the pupil, between those who have attained and those who have not, between the savior and the sinner, is to deny love. The exploiter, who is in turn exploited, finds a happy hunting-ground in this darkness and illusion.
Separation between God or reality and yourself is brought about by you, by the mind that clings to the known, to certainty, to security. This separation cannot be bridged over; there is no ritual, no discipline, no sacrifice that can carry you across it; there is no savior, no Master, no guru who can lead you to the real or destroy this separation. The division is not between the real and yourself; it is in yourself.
What is essential is to understand the increasing conflict of desire; and this understanding comes only through self-knowledge and constant awareness of the movements of the self.

J. Krishnamurti, The Book of Life

 

Control in any form produces only conflict

Space and silence are necessary to go beyond the limitations of consciousness, but how can a mind which is so endlessly active in its self-interest be quiet? One can discipline it, control it, shape it, but such torture does not make the mind quiet; it merely makes it dull. Obviously the mere pursuit of the ideal of having a quiet mind is valueless because the more you force it the more narrow and stagnant it becomes. Control in any form, like suppression, produces only conflict.

Quelle: Krishnamurti
Die Fähigkeit, sich selbst als Liebesnswert

everything you want is on the other side of fear
what feels like the end is often the beginning
kleeblatt.jpg
dont lose yourself in your fear
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make good things happen
when in doubt go to yoga
waking up is hard to do
berg03
progress is impossible
kugel
breathe all in. love all out
regenbogenfarben
spemnden nepal
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Dankbarkeit

Wir verbringen zu viel Zeit in unserem Leben damit, das wir Sachen für selbstverständlich halten, weil sie immer so gewesen sind, wie sie sind. Aber wir sollten uns immer wieder daran erinnern, dass keine Person, kein Umstand, kein Ereignis, keine materielle Sicherheit oder Gesundheit eine Selbstverständlichkeit ist.

Oft erkennen wir das erst, wenn wir auf den Boden aufschlagen und alles, was wir für selbstverständlich hielten, plötzlich anders ist. Dann müssen wir uns an ein Leben gewöhnen, ohne das was wir für selbstverständlich hielten, was oft zu Bedauern und Selbstschuld führt, weil wir nicht geschätzt haben, was wir früher hatten.

 

Warum also nicht ein Dankeschön für das, was wir in unserem Leben haben. Warum nicht danke zu jemand anderem sagen? Es tut nicht weh Dankbarkeit zu zeigen ist eine mächtige Handlung, die uns buchstäblich frei machen kann.

Hier sind ein paar Gedanken über Dankbarkeit und wie man sie zeigt:


1. Sage jeden Tag Danke

Setze das jeden Tag auf Deine To-Do-Liste.  Danke sagen ist etwas, das einfach werden sollte. Zum Beispiel „Danke für die Luft, die ich atme“ oder „Danke für das Essen, das ich esse“ oder „Danke, dass ich ein schönes Zuhause habe“ „Danke das ich…“


2. Danke deinen Lieben

Rufe Sie an oder besuchen Deine Lieben, Deine Familie, Deine Freunde, Deinen Partner und sage Danke. Sag ihnen, was du an ihnen liebst. Sag ihnen, wie dankbar du bist, sie in deinem Leben zu haben.


3. Danke einen Fremden

Dies könnte passieren, wenn jemand die Tür für dich aufhält oder wenn jemand Dir die Vorfahrt im Verkehr gibt. Lächle einem fremden zu, es fühlt sich besser an, als mürrisch zu sein.


4. Dank Dir

Danke dir und deinem Körper für seine täglichen Leistung, wie deine Füße dich von Ort zu Ort tragen, für die Zeit, die du mit dir verbringst, um einen anstrengenden oder herausfordernden Tag zu meistern.


5. Sei dankbar für alles was du hast

Du hast alles  was Du brauchst – denn es ist perfekt so wie es ist. Sage Danke für die kleinen Dinge, in der Natur sein zu dürfen, sage Danke für ein gutes sicheres zuhause Heimat, sage Danke Gesund zu sein.


6. Sei dankbar für alles, was du nicht hast

Außerdem hast du die Sachen, die du noch nicht hast, vielleicht aus dem Grund noch nicht, weil der richtige Zeitpunkt noch nicht da ist. Sei also bereit für ein Abenteuer, diese Sachen oder Errungenschaften zu bekommen. Wäre es nicht langweilig, wenn wir alles sofort bekommen? Es gibt dir die Möglichkeit für Erfahrung.


7. Sei dankbar für Erlebnisse

Dieser böse Mitarbeiter, diese harte Entscheidung zu treffen, diese schlechte Beziehung, diese Schwierigkeiten. Sie sind alle Lehrer, die Dir die Augen zu etwas öffnen wollen. Im Leben, wenn wir zurückblicken, sind es immer die „schlechten“ Dinge, die unsere größten Lektionen waren. Das gilt auch für großartige Erlebnisse. Sie bereichern unser Leben und gestalten die Highlights, die wir gerne erinnern. Also sei dankbar für all die Erfahrungen, die du machst, während du hier auf Erden bist.


8. Meditation über Dankbarkeit

Manchmal kann man vielleicht jemandem nicht direkt sagen, dass du dankbar bist, weil sie zu weit weg leben oder bereits verstorben sind. Du kannst in der Stille für ein paar Minuten sitzen und die Person visualisieren, die Du vor deinen Augen sehen möchtest und ihnen alles sagen, was Du ihnen jemals sagen wolltest. Sage ihnen danke, sage sorry, seie nett. Meditiere über alle Punkte oben.


9. Vor dem Schlafen

Bevor du ins Bett gehst, schreibe 3 Dinge auf, für die Du heute Dankbar warst.

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योगश्चित्तवृत्तिनिरोधः
yogaś-citta-vr̥tti-nirodhaḥ

„Yoga ist jener innere Zustand, in dem die seelisch-geistigen Vorgänge zur Ruhe kommen.“
Patanjali Yoga Sutra 1.2 in der Übersetzung von Deshpande / Bäumer

 

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Brahmavihara: Maitri, Karuna, Mudita & Upeksha

Brahmavihara: Liebe, Mitgefühl, Mitfreude und Gleichmut.

„Die vier unermesslichen Geisteshaltungen“
Im Buddhismus meditiert man auf diese vier Begriffe und entwickelte daraus die Metta-Meditation, um eine klare Geisteshaltung zu ermöglichen. Die Brahmaviharas gehören zum Selbstverständnis der Buddhisten und sind die Grundlage ihrer Ethik. Man bezeichnet Liebe, Mitgefühl, Mitfreude und Gleichmut auch als „die vier Wohnstätten Brahmas“, denn diese Zustände gelten als göttlich.

Brahmavihara: Maitri, Karuna, Mudita & Upeksha
Auf diese vier Geisteshaltungen meditiert man auch im Yoga, um Heilung in der eigenen Praxis zu erfahren: Liebe oder liebende Güte (Maitri), Mitgefühl (Karuna), Mitfreude (Mudita), Gleichmut (Upeksha). Patañjali hat für das Yoga Sutra viele Konzepte aus dem Buddhismus übernommen, es war der Zeitgeist und passt auch heute noch. Dabei werden die Grundqualitäten nicht nur in der Meditation hervorgerufen, sondern man möchte sie bei allen körperlichen und geistigen Übungen kultivieren.

 

Liebe bedeutet zuallererst, dich selbst genau so zu akzeptieren, wie du bist.

Ich bin wohlwollend mir selbst gegenüber und gut genug!

Die tägliche Übung besteht darin, sich selbst anzunehmen und zu lieben, wie man ist. Bei der Metta-Meditation geht es im ertsten Schritt also immer um die Selbsterkennung.

Dann kann man erst echte liebende Güte, Mitgefühl, Mitfreude und Gleichmut für andere aufbringen.

Als positive Folge wirst du automatisch auch mit anderen Menschen viel besser umgehen und ihnen besser helfen können.

 

Metta-Meditation
Metta heisst vom Sanskrit übersetzt liebende Güte. Bei der Metta-Meditation geht es um eine Übungspraxis, bei der du durch tiefes Schauen, Verstehen, Liebe und Mitgefühl entwickelst. Es ist die freundschaftliche Form der Liebe, die nichts mit Begierde (Anhaftung) zu tun hat, sondern dem das Glück aller am Herzen liegt. Es geht in  dieser Meditation um Wertschätzung gegenüber der eigenen Person und daraus resultierend wertschätzende Liebe oder Wohlwollen für alle Freunde, Bekannte,  Unbekannte und letztendlich für alle Wesen auf der Erde und im Universum zu schaffen.

Mitgefühl Karuna & Mitfreude Mudita
Karuna ist Mitgefühl und Anteilnahme, die Fähigkeit sich in andere  einzufühlen. Anders als Mitleid bleibt man in seiner eigenen Mitte und fühlt trotzdem mit anderen. Mudita ist die Fähigkeit, sich mit anderen zu freuen und die Freude zu teilen. Dazu meditiert man für sich, eine bestimmte Person oder für alle Wesen auf dieser Welt auf folgende vier Sätze:

Möge ich (alle Wesen) von liebevoller Güte erfüllt sein.
Möge ich (alle Wesen) vor innerer und äußerer Gefahr sicher sein.
Möge ich (alle Wesen) gesund und kraftvoll sein.
Möge ich (alle Wesen) glücklich und frei sein.

Gleichmut: Upeksha
Man kann Upeksha auch mit Neutralität, Akzeptanz oder Nicht-Anhaften übersetzen. Wichtiger ist jedoch, welches Wort für Sie den richtigen Klang entfaltet. Gleichmut ist niemals Gleichgültigkeit, aber vielleicht funktioniert für Sie Gelassenheit oder Loslassen besser. Um die vier Brahmaviharas zu kultivieren, sollte man ebenfalls die Hindernisse auf dem Weg kennen: Maitri hilft gegen Hass, Karuna gegen Unsicherheit, Traurigkeit und Einsamkeit, Mudita gegen Zorn, Neid, Eifersucht und Zweifel, Upeksha gegen Angst, Anhaftung, sinnliches Begehren, Unruhe und Sorge.

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Das, was du heute denkst, wirst du morgen sein

– Buddha

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Achtsamkeit

Achtsam zu sein bedeutet sich konzentrieren zu können. Gewahrsein, Umsicht, Bewusstheit, Wachheit und Achtsamkeit. Es geht darum das ich umsichtig und Bewusst auf das achte, was in unmittelbarer Erfahrung geschieht. Dabei geht es weniger um die Wahrnehmung der Welt da draussen, sondern vor allem um Selbsterforschung. „Beim Studium des Buddhismus ist die Absicht uns selbst zu studieren“. schreibt Shunryu Suzuki. Der Dalai Lama sagt der Buddhismus ist eine Wissenschaft des Geistes. Der Blick wird nach innen gewendet. Nicht wie sich andere verhalten, sondern wie wir damit umgehen. Unsere Gedanken verraten etwas über unsere Denkmuster weniger über die Realität. Gedanken kommen und gehen. Im Achtsamkeitstraining lernen wir die eigenen Persönlichkeits- und Denkmuster besser zu verstehen und können so Abstand zu ihnen bekommen. Die innere Freiheit des Geistes zu erlangen ist Ziel und Zweck derBuddhistischen Lehren und Übungsmethoden. Jede dieser Methoden hilft uns, negative Muster zu erkennen und loszulassen und sie durch positive Gewohnheiten zu ersetzen. schreibt Jack Kornfield. Im Buddhismus steht deswegen die Selbsterforschung im Vordergrund. Achtsamkeitstechniken wirken auf alle Aspekte des Körpers und der Seele heilsam. Wer übt, seine Aufmerksamkeit auf seinen eigenen Körper zu richten, trainiert nebenbei viel mehr. Auf der tiefsten Ebene geht es bei der Achtsamkeit um Freiheit: Freiheit von reflexartigen Mustern, freisein von automatischen Reaktionen und Freiheit vom Leiden. Achtsamkeit vermag unsere Beziehung zu dem, was ist, zu wandeln. Wir sind in der Lage, mehr bewusste Entscheidungen zu treffen, geführt von Klarheit des Erkennens und einem tiefen Wissen, was wahr in uns ist. Und wir beginnen im gegenwärtigen Moment, denn das ist der einzige Ort wo wir beginnen können. Der Achtsame Wandel wird in vier Aspekte unterschieden.

1. Erkennen

2. Akzeptieren

3. Erforschen

4. Nicht – Identifizieren

Erkennen

Wir müssen erkennen worum es sich handelt. Wir sollten dem Problem ins Auge schauen. Wer seinen Ängsten permanent aus dem Weg geht trifft sie nur an einer anderen Stelle wieder. Im Mittelpunkt des Lebens stehen Beziehungen, auch zu uns selbst. Jeder Augenblick unseres Lebens ist Beziehung. Da wir in Beziehungen Erwartungen haben geht einiges schief. Hinter den täglichen Konflikten und Ärgernissen stecken oft andere Probleme. Wenn wir zur Ruhe kommen wissen wir oft intuitiv, worum es eigentlich geht. Das Erkennen eröffnet uns einen Ausweg aus dem Leugnen, das unsere Freiheit untergräbt. Wann immer wir erkennen, was ist, stellt sich eine kraftvolle Offenheit ein.

Akzeptanz

Wenn wir Angst haben sollten wir dazu stehen, wenn wir verborgene Erwartungen haben, sollten wir sie aussprechen. Offene Konflikte sind anstrengend bieten aber im Gegensatz zu unterschwelligen, verdrängten die Möglichkeit einer Lösung. Die Welt ist immer so wie sie gerade ist. Wenn wir uns eingestehen, das wir Angst haben, das wir zweifeln, unsicher sind oder das wir Fehler gemacht haben sollten wir das in einem zweiten Schritt akzeptieren. All das gehört zum Leben. „Wenn du begreifst, sind die Dinge so, wie sie sind. Begreifst du aber nicht, sind die Dinge immer noch so wie sie sind. Jack Kornfeld, Zen Spruch. Akzeptanz ist der Anfang von Veränderung. Die Probleme werden erträglicher, wenn wir aufhören gegen sie anzukämpfen. Sie dürfen Angst haben, sie dürfen Fehler machen und zweifeln. Stellen sie sich ihrer Angst und sie wird wahrscheinlich nur noch halb so gross sein. Mutig Menschen können sich eingestehen Angst zu haben.

Erkennen

Um unsere Probleme achtsam zu ergründen sollten wir einfach beobachten. Unter welchen Umständen taucht es auf, wie äussert es sich, wie lange bleibt es, unter welchen Bedingungen verschwindet es? Genau beobachten wo meine Emotionen sitzen, wo spüre ich genau meine Wut, Angst….Ist es ein Druck im Kopf oder Magen? Verspanne ich mich oder möchte ich irgendwo Gegenschlagen? Die Emotion kommt und geht. Finde heraus unter welchen Umständen sie verschwindet. Ärger, Wut, Zweifel und Ängste sind körperliche Zustände, auf die sie ihre Aufmerksamkeit richten können. Sie kommen wie alle Gedanken in Wellenbewegungen, sie entstehen, nehmen zu, kippen und verebben wider. Eine wichtige Informationsquelle ist der Atem. Er wird schneller, flacher wenn etwas los ist. Oft hilft es ein paar mal tief durchzuatmen.

Nicht Tadeln

Der letzte Schritt des achtsamen Wandels ist der Verzicht auf Identifikation. Nicht bewerten was ich erkannt habe. Bin ich blockiert, krank, habe kein Geld mehr, das sind zuerst einmal herausfordernde und schmerzliche Ereignisse, die weder gut noch schlecht sind. Sie sind einfach Teil des real existierenden Lebens. Das Leben hat kein Interesse daran dich persönlich zu beleidigen. Die Begebenheiten des Alltags sind objektive Gegebenheiten in der Welt. Befassen wir uns mit dem einen Problem was jetzt vor uns liegt, dann können wir anschliessend weitermachen und uns auf das nächste Problem konzentrieren.

Du bist nicht dein Gefühl du hast ein Gefühl. Wir sind zu oft zu stark mit unserem Problem Identifiziert. Ayya Khema schlägt vor: zuerst sollten wir die Probleme erkennen, dann sie nicht bewerten und etwas Verändern.

Wie lässt sich das lernen?

Meditation eine Feuerpause für das Gehirn

Heilsam sind Übungswege die helfen Gedanken loszulassen und sich selbst besser kennenzulernen. Meditation, ThaiChi, Yoga, Chigong, sind nicht einfach eine Entspannungstechnik, sondern viel mehr. Die Übungen erfordern ein hohes Maß an Achtsamkeit und helfen uns mit unserem Körper wieder zu verbinden. Meditation (Buddhistische, Zen) sind hilfreich innere Begrenzungen und Ängste zu überwinden. Für die Befreiung aus dem eigenen Gedankenkäfig. Das baucht Geduld unsere Denkmuster und Gefühlsreaktionen sind stabil, nichts verändert sich schnell. Gefühle sind nicht Reaktionen auf äussere Ereignisse. Meistens sind sie von unseren Eltern oder anderen engen Bezugspersonen, von denen wir unsere Typischen Reaktionsmunter übernommen haben. Wer eine ängstliche Mutter hatte, reagiert im späteren Leben oft selbst schnell mit Angst. Wer einen Jähzornigen Vater hatte, hat sich vielleicht selber schon bei einem Wutausbruch ertappt. Das ist noch mehr Grund die eigenen Gefühle zu beobachten und sich nicht davon überrollen zu lassen. Wem ist gedient, wenn wir in Gefühlen gefangen sind, die eigentlich nicht uns gehören, sondern von anderen Personen kopiert sind. Wir dürfen unseren chaotischen Gedanken nicht glauben, Auf die chaotischen Gedanken folgen nämlich Emotionen, zu denen wir meistens keinen Abstand mehr haben. Es geht bei körperlichen und geistigen Meditationsformen darum Körper und Geist geschmeidig zu machen. Meditation hat positive Auswirkungen auf zu viel Grübeln, wenn man sie zur Gewohnheit werden lässt. Es handelt sich um Konzentrationsübungen, zweitrangig nur um Entspannung. Meditation hat weniger mit „Abschalten“ wie es beim Sport der Fall ist zu tun. Wer seine Aufmerksamkeit auf den Atem richtet und versucht, seine Atemzüge zu zählen oder ein und ausatmen zu denken, wird bemerken, wie schnell er abschweift. Ständig kommen Gedanken unser Geist produziert sie laufend. In der Meditation können wir lernen, diese Gedanken von außen zu betrachten und sie loszulassen. Es geht dabei nicht darum die eigenen Denkmuster abzuschaffen. Sie werden sich nicht oder nur langsam ändern. Aber wir durchschauen die eigenen Gefühls- und Denkstrukturen nach einer Zeit und das schafft Freiheit. Wir wissen es mit welchem Kopf wir es zu tun haben! Wer das immer wieder übt, wird ruhiger, freier und kann die Konzentration langer halten. Unser Kopf produziert die Denkmuster in denen wir gefangen sind. Da unsere Gedanken etwas über unser Denken sagen und weniger über „die Realität“ ist es ratsam, die eigenen Reaktionsmuster kennenzulernen. Wir können Gedanken in drei Schubladen einsortieren: Vergangenheit, Zukunft und Quatsch, es wird kaum ein quälender Gedanke übrig bleiben. Der Gedankenstrom wird niemals aufhören, das Gehirn denkt nunmal, aber loslassen wird einfacher. Wir sind den eigenen Gefühlen und Impulsen nicht mehr so unmittelbar ausgeliefert, wenn wir kontinuierlich üben. Wir machen unseren Stress selber. Die Meditation ist eine Feuerpause im Gehirn sagt Zen Meister Kodo Sawaki. Meditationstechniken sind auch keine Kreativitätstechniken, sie sind der einzige Weg die Käfige im Kopf erst einmal zu erkennen und dann langsam die Stäbe zu lockern. Wer sich Konzentrieren kann, seine eigenen Verhaltensmuster kennt, ihnen aber nicht ausgeliefert ist und wer achtsam agiert, der ist freier. Zazen (sitzen) bedeutet mit den Ausreden aufzuhören, nicht fragen ob du meditieren möchtest oder nicht – es einfach tun! Üben ist etwas sehr einfaches, das heisst aber nicht das es dein Leben nicht vollkommen auf den Kopf stellen wird. Yoga und Meditation ruiniert dein normales Leben. Das sitzen ist im Grunde Raum für das Einfache. Es dreht sich nicht um einen Zustand, es geht nicht um irgendeine Aktivität oder darum etwas festzuhalten oder erreichen zu wollen. Es geht um uns selbst. Der Punkt der Stille ist das Herz des kreativen Prozesses. Still, ruhig, selbst inmitten des Chaos. Still sein bedeutet sich leer zu machen von dem unablässigen Strom der Gedanken und in ein Bewusstsein einzutreten, das offen und empfänglich ist.

 

Love is the bridge between
you and everything.

Rumi

 

“Yoga ist ein Erfahrungs Weg in den lebendigen Raum des Seins  – eine Reise nach innen, eine Begegnung mit sich selbst, bei der das Herz aufgeht!

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Aktiviere deine inneren Ressourcen

Begegne dem Leben wie es ist. Nutze deine Ressourcen um schwierige Situationen besser bewältigbar zu machen. Dabei geht es darum, mit dem, was Dir das Leben bietet, so umzugehen, dass du gesund bleibst und möglichst daran wächst. Es wird immer wieder Dinge im Leben geben, die Dich „umhauen“, doch es gibt noch viel mehr Gründe, um sich wieder aufzurichten und weiterzumachen – gestärkter als zuvor. Nicht wer hinfällt hat verloren, sondern wer liegen bleibt.

Triff Entscheidungen

Zur Bewältigung von Belastungen gehört das Treffen von Entscheidungen. In Situationen, auf die Du nicht vorbereitet bist, werden Dir Entscheidungen abverlangt, bei denen Du nicht immer sicher bist, was am besten ist.

Mache Dir bewusst, dass Du in jedem Augenblick auf die beste Dir mögliche Weise handelst. Und wenn es einmal nicht so gut damit läuft, kannst Du immer wieder eine neue Entscheidung treffen. Auch Entscheidungen, die sich im Nachhinein als nicht die Richtigen herausstellen, bringen Dich weiter. Selbst wenn Du Deinen Weg gerade nicht sehen kannst und Angst vor dem nächsten Schritt hast, triff eine Entscheidung mit Deinem Herzen, geh den ersten Schritt und steh zu Deiner Entscheidung.

 Sei Neugierig

Was kann ich tun, um die Situation zu verändern? Eine gute Voraussetzung für eine konstruktive Lösung ist Neugier. Falls Du noch Dein Beispiel eines kritischen Lebensereignisses vom letzten Mal im Kopf hast, versuche doch einmal herauszufinden, welche der folgenden Alternativen darauf anwendbar ist. In Kurzform lauten diese: Verändere etwas, trenne Dich davon oder lerne, es zu lieben

change it – leave it – love it

  1. Verändern: Was kannst Du dazu beitragen, dass sich etwas verändert? Was ist Dein Anteil an der Situation? Wenn Du etwas ändern möchtest, fange grundsätzlich bei Dir selbst an. Auf alles andere hast Du ohnehin nur begrenzten Einfluss. Da alles mit allem zusammen hängt, ändert sich auch die Situation (und sogar andere Menschen), sobald Du Dich veränderst.
    Die Veränderungen müssen gar nicht groß sein, dafür aber stetig. Gehe also lieber in kleinen Schritten vor, dann erkennst Du schnell die Wirkung und kommst am sichersten zum Ziel. Ein Chinesisches Sprichwort sagt: „Der Mann, der den Berg abtrug, war derselbe, der damit angefangen hatte, kleine Steine wegzutragen.“ Wichtig ist nur, den ersten Schritt zu tun und dann dran zu bleiben.
  2. Sich trennen: Wenn keine Veränderung der Situation möglich ist, gibt es manchmal noch die Möglichkeit, sie ganz zu verlassen. Oft ist es eine große Herausforderung an Deine Selbstverantwortung, eine belastende Situation ganz zu verlassen, weil damit meist auch liebgewonnene Sicherheiten verbunden sind (z. B. in einem Job oder einer Partnerschaft). Eine Trennung bedeutet in diesem Fall den Verlust von Sicherheit, aber gleichzeitig die Chance auf einen Neuanfang.
    Auf der anderen Seite ist eine Trennung manchmal aber auch nur die Flucht vor dem eigentlichen Problem. Dann wirst Du eventuell eine (oder mehrere) ähnliche Situationen erneut erleben und Dich vielleicht wundern, warum Dir das immer wieder passiert. Dann ist es Zeit für die Frage, mit der wir uns beim Thema Verstehbarkeit bereits beschäftigt haben: Was gibt es hier für mich zu lernen?
  3. Lieben lernen:
    Diese Alternative ist bei großen Schicksalsschlägen sehr herausfordernd, aber manchmal auch die einzige verbleibende Möglichkeit, wenn keine Veränderung oder Trennung möglich ist. Lieben lernen hat viel mit der Fähigkeit zu tun, das Gute im Schlechten zu sehen. Auch schwierige und problematische Ereignisse haben irgendetwas Gutes. Ob etwas gut oder schlecht ist, ist auch eine Frage der Perspektive. Entscheidend ist immer Deine Reaktion. Versuche aus dem, was Dir widerfährt, das Beste zu machen, wenn Du es schon nicht ändern oder ganz aus Deinem Leben entfernen kannst.
    Eine gute Übung dafür ist, bei allem, was Dir widerfährt, danach zu fragen, wie es sich für Dich positiv auswirken könnte. Versuche, immer wieder Beweise dafür zu finden, warum etwas gut ist, auch wenn es auf den ersten Blick nicht danach aussieht. Damit übst Du, Deinen Fokus in die von Dir gewünschte Richtung zu lenken, und wenn Du das lange genug tust, programmierst Du Dein Unterbewusstsein auf positive Ereignisse. Klingt einfach? Ist es auch, Du musst es nur machen.

Entwickle Gelassenheit

Eine Grundkompetenz für alle drei, insbesondere aber für die Alternative „Lieben lernen“, ist Gelassenheit. Es bedeutet die Akzeptanz dessen, was geschieht, also einer Widerstandslosigkeit dem Leben gegenüber. Wenn Dir bewusst ist, dass Krisen zum Leben dazu gehören, dass Du nichts für immer festhalten kannst und Deine Welt jederzeit in ihren Grundfesten erschüttert werden kann, fällt es Dir leichter, gelassen zu bleiben.

Akzeptiere das was jetzt gerade ist

Es geht also um die Akzeptanz. Das Leben ist in ständiger Veränderung und entwickelt sich oft anders als Du Dir das Wünschst. Wiedersxandslosigkeit hilft Dir das Anzunehmen was jetzt ist, gerade in Schwierigen Situationen Klarheit zu behalten. „Nichts ist entspannender als das anzunehmen, was kommt.“ sagte einmal der Dalai Lama. Dies gilt umso mehr, wenn Du es ohnehin nicht ändern kannst.

Gelassenheit bedeutet auch, nicht mehr gegen Deine Gefühle anzukämpfen, die Du gegenüber belastenden Ereignissen hast. In dem Moment, wo Du nicht mehr dagegen ankämpfst, sondern alle Gefühle zulässt, verlieren sie ihre Macht am schnellsten. Statt deine Aufmerksamkeit auf Deine Wut, Trauer oder Angst zu richten, kannst Du so viel besser ins Handeln kommen und Deine Lebenszeit so gestalten, wie es für Dich am besten ist.

Meditation über deine Gefühle

Nimm das Gefühl genau wahr Wo im Körper kannst Du es fühlen? Welche Körperteile sind betroffen? Kannst Du die Qualität und Intensität beschreiben? Verändert sich das Gefühl, oder breitet es sich aus?

Atme tief ein und aus Mit tiefer Atmung beruhigst Du Dein körpereigenes Stresssystem: Die Muskelanspannung lässt nach und der Puls beruhigt sich, denn die Adrenalin-Ausschüttung wird gestoppt. Atme in den Körperbereich des zuvor wahrgenommenen Gefühls hinein und gib diesem dadurch Raum. Damit löst sich der Widerstand.

Zulassen und loslassen Wenn Du Deinem Gefühl vorbehaltlos erlaubst, da zu sein, brauchst Du nicht mehr dagegen anzukämpfen. Fast wie von selbst löst es sich dann auf und gibt Dir die Energie, wieder handlungsfähig zu werden.

Diese Gelassenheitsmeditation funktioniert natürlich nicht von jetzt auf gleich, sondern muss  immer wieder geübt werden. Aber es lohnt sich, denn Du bist schwierigen Situationen, die Du weder ändern noch verlassen kannst, weniger ausgeliefert und kommst viel eher wieder in die Selbstbestimmung. Genau das bedeutet Bewältigbarkeit.

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Hör auf Deine Gefühle

Gefühle machen das Leben lebendig und lebenswert, denn ohne Gefühle wäre alles ziemlich langweilig und würde uns bald sehr antriebsarm machen. Aber Gefühle haben auch einen Sinn, denn sie wollen uns auf etwas hinweisen, was enorm wichtig für unser Wohlbefinden und unsere Gesundheit ist: Gefühle sind die „Sprache“ unserer Bedürfnisse.

Gefühle drücken Bedürfnisse aus

Zum Gelingen beim Annehmen von Gefühlen trägt sehr stark das Verständnis dafür bei, welches Bedürfnis hinter dem Gefühl steckt. Gefühle sind nämlich dazu da, Bedürfnisse auszudrücken. Auch deswegen macht es keinen Sinn, Gefühle zu unterdrücken, denn wenn keine Ausdrucksmöglichkeit gegeben ist, müssen sich Gefühle am Ende auf einer anderen Ebene zeigen, nämlich auf der körperlichen.

Neben körperlichen Bedürfnissen, beispielsweise nach Nahrung oder Schlaf besitzen wir auch emotionale und soziale Bedürfnisse wie z. B. Liebe, Anerkennung oder auch Freiheit. Erfüllte Bedürfnisse lassen angenehme Gefühle wie Freude, Glück, Wohlbefinden, Wärme, Zufriedenheit und Geborgenheit entstehen, nicht erfüllte oder unterdrückte Bedürfnisse rufen dagegen unangenehme Gefühle wie z. B. Wut, Trauer und Hass hervor. Je mehr und je länger Bedürfnisse nicht erfüllt werden, desto stärker die Gefühle, die irgendwann zu Affekthandlungen führen können.

Was passiert, wenn Bedürfnisse nicht erfüllt werden

Wenn Bedürfnisse über längere Zeit nur mangelhaft erfüllt werden, und es dann nach langer Zeit zur Erfüllung kommt, macht sich genau dann der Leidensdruck bemerkbar, indem Trauer aufkommt. Dies sind die Momente, in denen Freude und Trauer gleichzeitig erlebt werden, wo Freudentränen fließen.

Wenn über einen noch längeren Zeitraum hindurch ein Minimum an Bedürfnissen nicht erfüllt wird, entsteht ein Trauma. Oft geschieht dies in frühester Kindheit durch eine bedürfnisfeindliche Umgebung, denn in dieser Zeit wird ein unerfülltes Bedürfnis als Todesgefahr wahrgenommen. Dies wird als die schlimmste Bedrohung auf der Bedürfnisebene empfunden, denn der innerste Kern aller Bedürfnisse ist „Leben“. Die Vermeidungsstrategie solcher lebensbedrohenden Gefühle wird daher im tiefsten Unterbewusstsein abgespeichert und im weiteren Lebensverlauf in allen auch nur entfernt ähnlichen Situationen erneut abgerufen.

Krankheiten gehen auf starke unverarbeitete Traumata zurück, die durch lange unerfüllte Bedürfnisse sowie die damit verbundenen Vermeidungsstrategien entstanden sind. Für Deine Gesundheit ist also die Wahrnehmung Deiner Gefühle und die Erfüllung der dahinter liegenden Bedürfnisse enorm wichtig. Somit hast Du allen Grund, Deinen Gefühlen dankbar zu sein, denn sie sagen Dir, was Du brauchst, wann ein Bedürfnis erfüllt ist und wann nicht. Schmerzhafte Gefühle sind ein Signal dafür, dass Du entgegen Deinen Bedürfnissen handelst. Diese emotionalen Schmerzen werden durch Regeln und Haltungen, welche den Ausdruck solcher Gefühle verbieten und unterdrücken, zusätzlich verstärkt.

Vor dem Gefühl steht die Bewertung

Entscheidend für das was Du fühlst, ist die Verarbeitung im limbischen System Deines Gehirns. Alle Situationen werden in diesem Hirnareal mit Deinen bisher gemachten Erfahrungen abgeglichen und bewertet, und erst daraus entsteht ein Gefühl. Wenn Du also schon einmal eine ähnliche Situation erlebt hast, dann bewertet Dein Gehirn die neue Situation auf Basis des Erlebten und lässt Dich Ähnliches fühlen wie in der Vergangenheit. Vor dem Fühlen steht also die Bewertung. Und die ist in der Gegenwart zum Teil nicht mehr angemessen. Dies zu erkennen und die dahinter liegenden Bedürfnisse wertzuschätzen, um andere Wege der Erfüllung zu finden, kann Dich aus solchen Schleifen befreien.

Was brauche ich?

Gefühle wollen also gefühlt und verstanden werden. Um sie zu verstehen, frage Dich, welches Bedürfnis dahinter stehen könnte. Das Gefühl Wut steht z. B. für das Bedürfnis, gesehen zu werden. Trauer ist Ausdruck des Bedürfnisses nach Verbundenheit. Hinter dem Gefühl von Angst steckt das Bedürfnis nach Sicherheit. Hinter dem Gefühl Ärger steht das Bedürfnis nach Kooperation. Unangenehme Gefühle abwehren bedeutet wie gesagt, im Kampfmodus zu bleiben, die dahinter stehenden Bedürfnisse zu ignorieren und damit die unangenehmen Gefühle zu verstärken. Frage Dich stattdessen, was Du brauchst, um das dahinter liegende Bedürfnis zu erfüllen und wieder angenehme Gefühle zu entwickeln.

Manche Bedürfnisse sind dazu da, noch tiefer liegende Bedürfnisse zu erfüllen. Hinter dem Bedürfnis nach Mobilität könnte z. B. das Bedürfnis nach Freiheit stehen. Wenn ein bestimmtes Bedürfnis nicht erfüllbar ist, kannst Du schauen, welches Bedürfnis dahinter steht und Dir dann überlegen, welche andere Strategie es geben könnte, um das tiefer liegende Bedürfnis zu erfüllen. Denn es gibt immer mehrere Strategien, um ein Bedürfnis zu erfüllen. Wenn Du verschiedene Strategien entwickeln kannst, gewinnst Du damit Autonomie über Dein Wohlbefinden.

Frage Dich also, was Du wirklich, wirklich willst und ob es noch etwas gibt, was dahinter steht. Die Bedürfnisse der Menschen sind sich sehr ähnlich, nur die Wege zur Erfüllung sind unterschiedlich. Gib Dir selbst die Erlaubnis, Deine inneren Bedürfnisse, persönlichen Ziele, und das was für Dich stimmig ist, zu erkennen. Dazu brauchst Du Zeiten, um Dich zu besinnen und in Dich hinein zu spüren: Achtsamkeit Dir selbst gegenüber.

Alles was Du tust, dient letztendlich dazu, ein Bedürfnis zu erfüllen. Manchmal stehen Bedürfnisse allerdings im Widerspruch zueinander. Zum Beispiel kann das Bedürfniss nach Geborgenheit mit dem Bedürfnis nach Freiheit konkurrieren. Deshalb kann es nicht das Ziel sein, ein bestimmtes Bedürfnis maximal zu erfüllen, sondern eher, für ein ausgeglichenes Verhältnis zwischen der Erfüllung unterschiedlicher Bedürfnisse zu sorgen.

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Gesunder Umgang mit deinen Gefühlen

Gefühle kommen und gehen, die schönen wie die unschönen. Es entspricht nicht unserer Natur, pausenlos glücklich zu sein. Daher ist es weder notwendig noch hilfreich, sich bei jedem Aufkommen unangenehmer Gefühle selbst zu betäuben. Im Gegenteil: Auf die Dauer kann das sogar sehr ungesund werden! Der Umgang mit Gefühlen spielt nämlich eine zentrale Rolle für die Gesundheit.

Gefühle sind Energien im Körper

Energien können umgewandelt oder gespeichert werden. Insbesondere unangenehme Gefühle können bei „falscher Zurückhaltung“ die Gesundheit beeinträchtigen. Leid wird nämlich genau dadurch erzeugt, dass wir versuchen, Gefühle zu vermeiden. Eine Strategie, die sehr viele von uns in der Kindheit erlernt haben. Umgekehrt führt das intensive Erleben von Gefühlen zu stabiler Gesundheit.

Gefühle wollen gelebt werden

Ohne Schatten gibt es kein Licht, egal ob der Schatten verdrängt wird oder nicht. Stell dich deinen Gefühlen, sie wollen dir helfen, dich auf deine Bedürfnisse hinweisen. Sich nicht den Gefühlen zu stellen, heißt nämlich nicht, dass sie deswegen nicht mehr da sind. Fühle deinen Schmerz in diesem Moment. Das löst Blockaden, Energien können wieder frei fliessen, das Leben wird leichter. Denn das festhalten oder Verdrängen von negativen Gefühlen kostet viel Kraft. Es führt vielmehr dazu, dass die gesamte emotionale Energie gespeichert wird und daraus (manchmal erst viel später) chronische Beschwerden oder sogar Krankheiten entstehen.

Lass deine Wiederstände los

Was unangenehme Gefühle am meisten nährt, ist Widerstand. Nichts schafft so viel Leid wie der Kampf gegen die eigenen Gefühle. Je mehr Gefühle abgelehnt werden, desto hartnäckiger bleiben sie. Bekämpfen kostet bzw. bindet Energie, denn Du kämpfst gegen etwas an, was Du gar nicht vermeiden kannst, weil es eh schon da ist. Es ist, als ob Du einen fließenden Strom aufzuhalten versuchst. Du erhöhst damit den inneren Druck noch mehr und verletzt Dich zusätzlich selbst, wenn Du versuchst, der Verletzung auszuweichen. Am schlimmsten ist es, wenn Du Dich auch noch dafür verurteilst, dass unangenehme Gefühle in Dir aufkommen und es Dir nicht gelingt, sie zu kontrollieren. Das macht alles umso schmerzhafter.

Strategien, um bloß nicht fühlen zu müssen: Essen, Fernsehen, Internet, Einkaufen, Zigaretten, Alkohol, Drogen, Beruhigungsmittel, Antidepressiva und vieles mehr. Oder die ganze Palette von mentalen Strategien, um Gefühle nicht zu fühlen (s. o.). Gefühle lassen sich aber weder durch Ablenkungsmaßnahmen noch durch Gedanken kontrollieren, zumindest nicht langfristig.

Lasse deine negativen Gefühle zu

Erst wenn negative Gefühle angenommen werden, wenn sie zugelassen und durchlebt werden, haben sie die Möglichkeit, sich zu wandeln und aufzulösen. Dann kann Dir im wahrsten Sinne des Wortes ein Stein vom Herzen fallen, und Du fühlst Dich erleichtert. Die blockierte Energie kann wieder fließen. Schmerzhafte Gefühle zulassen bedeutet also, sie zu fühlen, ohne sie destruktiv auszuleben.

 

Liebevolles Annehmen

Annahme und Integration dessen, was Du nicht willst, ist genau der Schlüssel, um Dich davon zu befreien. Erlaube Dir, das zu fühlen, was eh schon da ist und befreie Dich damit selbst. Gesundheit ist Widerstandslosigkeit – gedanklich und seelisch zur Ruhe kommen und einfach nur fühlen, was ist. Das bringt die Lebensenergie zurück. Dann können Selbstheilungskräfte gedeihen und Heilung kann geschehen.

Der erste Schritt dahin ist Zuwendung und Wohlwollen. Wenn Du Dich von unangenehmen Gefühlen befreien willst, entwickle mehr und mehr die Bereitschaft, sie erst einmal zu fühlen, sie einfach da sein zu lassen und nichts damit zu machen, sie nicht zu bewerten, Dich nicht abzulenken und nichts verändern zu wollen. Liebende Annahme ist der Schlüssel zur Veränderung. Und es ist ein Schritt zur Selbstliebe: Du zeigst Dir damit selbst, dass Du zu Dir stehst, egal was Du fühlst.

Wenn Gefühle da sein dürfen, führt das im Endeffekt genau dazu, dass sie nicht mehr so häufig und stark auftreten. Denn die Gefühle an sich sind gar nicht entscheidend, sondern erst Dein Widerstand dagegen macht sie so hartnäckig und leidvoll. Sie bleiben, solange das NEIN da ist (wie alles im Leben, zu dem Du NEIN sagst), und sie gehen, sobald sie bejaht werden. Eine zutiefst bejahende, akzeptierende Einstellung sorgt dafür, dass Du Dich entspannen kannst und der Schmerz nachlässt.

Anders ausgedrückt, führt das vollständige Annehmen und Wertschätzen der unangenehmen Gefühle dazu, dass Du sie mehr und mehr integrierst und ihnen dadurch die Macht entziehst. Vor allem bewahrst Du Dich damit vor Auswirkungen auf Deine seelische und körperliche Gesundheit.

Meditation Liebenden Annahme

Wohlwollende Zuwendung zu einem Gefühl, um diesem die Macht zu entziehen Wenn ein unangenehmes Gefühl in Dir auftaucht, schließe die Augen und atme bewusst ein und aus. Begegne Deinem Gefühl wie ein liebender Freud, der für alles Verständnis hat. Versuche die Einstellung zu entwickeln, dass alles gut so ist, wie es ist. Es ist okay, dass Du dieses unangenehme Gefühl hast, es darf da sein und will beachtet werden. Möglicherweise will es Dich auf etwas hinweisen. Nimm es ganz bewusst und wohlwollend wahr, ohne Vorbehalte, so wie Du es bei einem Menschen tun würdest, den Du liebst. Sage laut: „Du darfst jetzt da sein, ich bin bereit, Dich zu fühlen.“ Tue absichtlich nichts – werde innerlich still, spüre Deinen Atem und sei ganz präsent mit dem, was gerade da ist. Spüre, wie sich beim Durchleben des Gefühls die unangenehme Wirkung wie von selbst auflöst. Stelle Dir vor, wie Du das Gefühl aus Deinem Körper entlässt. Bleibe mit Deiner Aufmerksamkeit so lange da, bis Du Dich vollkommen entspannt hast.

Nachdem Du dieses Meditation das Fließen- bzw. Loslassen von Gefühlen häufiger praktiziert hast, wirst Du erleben, dass Dich zukünftige Katastrophen und Ärgernisse viel weniger leicht aus der Ruhe bringen können und Du eine höhere Gelassenheit entwickelst. Es gibt dann keine (oder weniger) gespeicherte Energien mehr in Dir, die durch aktuelle Ereignisse „angekickt“ werden und zu automatischen Reaktionen führen, die wiederum starke Gefühle erzeugen, denen Du scheinbar machtlos ausgeliefert bist (auch als Impulsivität bezeichnet). Auch belastende Ereignisse können dann keine Macht mehr über Dich gewinnen, können Deine Lebensenergie nicht mehr binden. Du befindest Dich vielmehr in einem Zustand der Ausgeglichenheit, der einen gesunden Umgang mit Gefühlen ermöglicht. Das ist eine gute Voraussetzung für emotionale Kompetenz.

Lebe Deine Gefühle

Um gesund zu bleiben, solltest Du Deinen Gefühlen also nicht ausweichen oder sie von vorn herein versuchen zu vermeiden, sondern sie einfach da sein lassen, um sie anschließend loslassen zu können und dadurch neue Handlungsenergie zu gewinnen. Die Ehrlichkeit zu Deinen Gefühlen und allem, was in Dir ist, weist Dir auch den Weg zu konstruktiven Entscheidungen, wie Du mit den Auslösern der Gefühle umgehen kannst. Das führt zu innerem Wachstum und zu Gesundheit.

Möge der Zu- und Umgang mit dir selber noch intensiver und kostbarer werden.

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Unsere Erfüllbaren Bedürfnisse sind Quelle von Freude, Glück, Stolz, Wärme, Wohlbefinden, Entspannung, Hoffnung, Zuversicht, Optimismus und Zufriedenheit.

Unerfüllbare Bedürfnisse sind hingegen die Quelle von Schuld, Scham, Angst, Trauer, Frustration, Depression, Einsamkeit, Ohnmacht, Hilflosigkeit, Ärger, Unbehaglichkeit und Peinlichkeit.

Wenn das nicht Erfüllen unserer Bedürfnisse ein Dauerzustand geworden ist, ist es die Quelle von Wut, Hass, Gierend Zorn, Rachedurst, Selbstzweifel, Suchterkrankungen, Migräne, Kopfschmerzen, Sehstörungen, seelische Schmerzen, Zwangsgedanken, psychosomatische Erkrankungen, Angstzustände, Existenzangst, Drogensucht, Gedankenkonstrukte, Derealisierungsgefühl

Wer die Vergangenheit leugnet, ist dazu verdammt sie zu wiederholen.

Winston Churchill.

Emotionen (Wut, Angst, Traurigkeit, Freude)

Wegen der ungeheuren Lernkapazität des Gehirns, wird nur die Vorstellung einer lebenslangen Weiterentwicklung eines Menschen seiner Kapazität tatsächlich gerecht. Menschen brauchen Informationsaustausch und Wahrnehmungsabgleich mit anderen Menschen, um ihr Bild von der Welt und sich selbst immer weiter zu differenzieren, und dies ist dafür erforderlich, um möglichst passend auf die Umgebung und auch die eigenen Emotionen (Wut, Angst, Traurigkeit, Freude) reagieren zu können. Die „Umgebung” sind vor allem andere Menschen, und es gilt, die Bezugnahme mit anderen Menschen möglichst kooperativ, stabil und intensiv zu gestalten. Die Menschen, denen das gelingt, sind besonders freudig und dadurch stressresistent und resilient.

Für die Bezugnahme mit der „Umgebung“ bilden die vier Emotionen das perfekte Grundgerüst, um die körperliche Gestimmtheit des Menschen je nach Bedarf genügend groß (Wut), klein (Angst), weich (Traurigkeit), hart (Wut), weit (Freude), eng (Angst), leicht (Freude), schwer (Traurigkeit), beweglich (Freude), unbeweglich (Angst), langsam (Traurigkeit), schnell (Wut), angespannt (Wut und Angst), locker (Freude), offen (Freude), verschlossen (Angst), Nähe suchend (Traurigkeit), Grenzen bildend (Wut), achtsam/sensibel/fürsorglich (Angst) auszurichten. Erst die volle Verfügbarkeit jeder dieser vier Bewegtheiten ermöglicht die Entfaltung der vollen Lebendigkeit und auch der vollständigen Gefühlsflexibilität. (siehe mein Buch „Die Ent-Negativierung des Menschen“)

Der körperliche Gesamtzustand ist immer in eine emotionale Richtung eingetönt und erzeugt ein beständig vorliegendes Hintergrundbild, welches das Denken und Wahrnehmen maßgeblich beeinflusst. Angst, Wut, Traurigkeit und Freude lenken unsere Wahrnehmung je nachdem bevorzugt auf Gefahr (Angst), in die Weite (Freude), in die Enge (Angst und Wut), auf das Wichtige (Traurigkeit) und auf das Veränderungsnotwendige (Wut). (mehr dazu unter Wahrnehmungsbeeinflussung durch die vier Grundzustände)

Die vier Emotionen sind die grundlegenden menschlichen Verhaltensaktivatoren, und es ist erforderlich, dass jede einzelne Emotion genügend zur Verfügung steht, damit wir bei Bedarf z. B. genügend weich oder genügend hart auftreten.
Das Vorherrschen einer Emotion (z. B. Angst) oder die Nicht-Verfügbarkeit einer Emotion (z. B. Freude) bewirkt, dass ein Mensch nicht mehr flexibel und nach Erfordernis reagieren kann. Die Emotionen sind die entscheidenden Beziehungswerkzeuge, und wenn es uns nicht gelingt, diese in ihrem Potenzial zu nutzen und in ihren Gefahren zu entschärfen, so scheitert die Bezugnahme. Die Folge von Beziehungslosigkeit oder schlechter Beziehung ist Antriebslosigkeit und Sinnlosigkeit. Dies wird gemeinhin als Depression bzw. Burn-out bezeichnet. Die Folge einer mangelhaften Selbstwahrnehmung/Bewusstheit der Emotionen resultiert in unzureichender Selbstregulation, was wiederum weitreichende Folgen hat: Angststörung, Zwangsstörung, Borderline, Essstörung, Schlafstörungen, wie zufrieden/freudig ein Mensch bei sich ist und an anderen Anteil nehmen kann, usw. Die emotionale Entwicklung ist also die zentrale Notwendigkeit, um psychische Störungen zu vermeiden. Wir brauchen emotionale Entwicklung für unsere Identität, für das Selbstwertfreudegefühl, für die Beziehungsgestaltung, für unsere Selbstregulation und um die Erfülltheit oder Nichterfülltheit unserer Bedürfnisse zu spüren. Die Emotionen stellen vier unterschiedliche grundlegende Bewegtheiten bereit. Durch sie können wir etwas spüren. Wut, Angst, Traurigkeit und Freude machen uns lebendig. Die Emotionen haben omnipotente Bedeutungen und deshalb ist die emotionale Entwicklung jedes Menschen grundlegend wichtig. Emotionale Nichtentwicklung führt zu dem, was als psychische „Störung“ bezeichnet wird aber richtiger bezeichnet wäre als „gestörte“ Entwicklung.

Quelle: http://www.emotionale-entwicklung.de

 

Wenn ich loslasse, was ich bin,
werde ich, was ich sein könnte.
Wenn ich loslasse, was ich habe,
bekomme ich was ich brauche.

Lao Tse
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Übe die Regungslosigkeit,
beschäftige dich mit Untätigkeit,
finde im Verzicht Genuss,
und du siehst das Große im Kleinen und
das Viele im Wenigen.

Lao-Tse

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Werde Still und erkenne dich

Die Einheit deines selbst mit allen Dingen zu spüren ist wahre Liebe. Lerne au der Stille  das zu akzeptieren was jetzt ist und dich dem Jetzt hinzugeben. Einfach sein, ohne was zu wollen.

Stille ist in Warheit ein anderes Wort für Raum

Stillsein bedeutet Gewahrsein ohne Denken. In deiner Stille bist du das, was du jenseits der zeitlichen Existens bist, reines Bewusstsein, unkonditioniert, formlos, ewig. Das ist der Raum von reiner Wahrnehmung, des Bewusstseins selbst. Sich seines Bewusstseins gewahr werden bedeutet das entstehen innerer Stille. Stille ist da wo Kreativität ihre Quelle hat.

#1 Stille Frische

In der Stille, in der Zeit allein erholen sich Körper und Gehirn. Anschließend sind wir dadurch nachweislich konzentrierter und produktiver. Die Soziologie-Professoren Richard Arum und Josipa Roksa haben weiterhin herausgefunden, dass Studenten, die allein lernen, schneller lernen, sich mehr merken und das Wissen besser abrufen können, Lösungen ge

#2 Verstehen

In der Stille finden wir unsere Antworten. Nur in der Stille in uns können wir richtig lauschen, indem wir uns selbst zuhören. Die Stille hilft uns, uns selbst zu erkennen, wir werden uns klar welche Wege wir gehen wollen und welche Entscheidungen es braucht. Dort können wir wirklich hören, sehen und verstehen, was wir brauchen, wovon wir träumen, wonach wir uns sehnen, wo wir gerade stehen, und warum wir vielleicht manchmal anders reagieren als eigentlich vorgenommen.

#3 Weniger Einsamkeit

Echte Einsamkeit hat nichts mit Alleinsein zu tun.Einsam sind wir, wenn wir einen Mangel empfinden, uns so fühlen, als seien wir unfreiwillig getrennt und abgeschieden vom Rest der Menschheit. Einsam fühlen, das geht auch, wenn wir in einem kleinen Raum mit 50 anderen sind. Selbstgewählte Zeit allein lehrt uns, uns selbst die Hand reichen zu können. Mehr noch. Eine bessere Selbst-Beziehung kann auch die Beziehungen zu unseren Mitmenschen verbessern und der unfreiwilligen Einsamkeit damit entgegenwirken.

#4 Selbstbewusstsein.

Ein Date mit sich selbst kann der Anfang einer tief erfüllenden Beziehung zu Dir sein. Diese Beziehung kann uns die Liebe und den Halt geben, den so viele von uns außerhalb von sich selbst suchen. Würde uns das nicht selbstbewusst machen? Zu wissen, dass es immer jemanden gibt, der für uns da ist – ganz gleich, was passiert.

#5 Kreativität

Kreativität braucht Platz, räumlich und zeitlich. Und diesen Platz finden wir am ehesten allein.

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Nichtstun

Wir alle sind so unglaublich beschäftigt! Projekte… super wichtige Dinge. Dazu Sport, vegane Kochkurse, Mandelmilch selber gemacht, Meditation, Yoga….  Das ist alles gut, wirklich. Yoga ist super, Meditation ein grosse Bereicherung, Freude an gesundem Essen ist grossartig.

Aber Kompensieren wir mit dem ständigen Beschäftigtsein vielleicht etwas? Fühlen wir uns auch als vollwertiges Mitglied der Gesellschaft, wenn wir mal nur halb soviel tun? Und lenkt uns das Handeln nicht  auch ab? von uns selbst?

Wir müssen nicht dauernd in Aktion sein um uns ganz fühlen zu dürfen. Unsere reine Existenz hier, ist der Beweis dass wir vollständige und vollkommen sind. Hier und da sind kleine Verbesserungen und Adjustments nötig, okay. Diese erreichen wir aber auch gerne mal über einen stillen Moment mit uns. Den wirklichen Blick nach Innen, um zu verstehen, wer wir sind und was gelebt werden möchte. Oder einfach auf der Wiese liegen und den Wolken beim vorbeiziehen zu schauen. Auch gut!

Also öfter mal Nicht-Tun, einfach nur Freude an sich und mit sich selbst haben.

 

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Winter

Der Winter ist für mich eine Zeit, nach innen zu schauen. Die Natur zieht sie sich zurück; nach Innen in die Essenz, den Samen, die Wurzel, in der sie dann geduldig verweilt.

Selbst in diesem Rückzug ist die Essenz der Fülle noch vorhanden. Im Samen liegt das volle Potential.

Wir können uns mal wieder inspirieren lassen, von diesem Prozess, diesem Kreislauf.

Das Kondensieren und Reduzieren unterstützt auch uns darin, die Essenz zu erfahren. Auch wenn wir nicht im Aussen sind und alles zeigen was wir haben, alles geben, was wir können, ist unser volles Potential doch da UND immer noch sichtbar für das sensible Auge.

Auch wir dürfen loslassen! Die Einladung in den Rückzug annehmen. Die stilleren Tage nutzen. Den Blick ins Dunkel wagen.

Diese Rituale helfen mir dabei, die eigenen Schatten zu bearbeiten und mich ihnen zu stellen, um daraus neu zu erstrahlen. Es ist der Weg in die Tiefe – der uns dann zum Gipfel führt.

  1. viel frische Luft und lange Spaziergänge
  2. ein heisses Bad an dunklen Abenden mit wärmenden Ölen.
  3. Meditation morgens und abends 20 Minuten in die Stille eintauchen
  4. Restoratives einbauen in die Asanapraxis
  5. regionales und saisonales Essen, gerne warm mit Ingwer und leichter Schärfe
  6. viel Kräuter Tee trinken
  7. Massage, Sauna oder ähnliches – sich verwöhnen lassen! Das nährt und hilft dem Immunsystem
  8. Licht: viele Kerzen
  9. Rituale zelebrieren, Räuchern & Verbrennen von altem undienlichen

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Welch eine himmlische Empfindung ist es, seinem Herzen zu folgen!

– Johann Wolfgang von Goethe

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„Hör auf das, was Dein Herz Dir sagt“ …

Werde still und ruhig – begegne dir und der Stimme deines Herzens.

Um den Kontakt zu deinem Geist und deinen Gedanken zu klären, musst du dir bewusst Zeit für dich nehmen. Die regelmässige Stille Herzens-Meditation führt dich in dein Inneres und ordnet deinen inneren Raum und du fühlst die Kraft der Liebe in dir und deinem Leben.

When you are willing to stop looking
for something in thought, you finde everything in silence.

Gangaji

Die wahre, bleibende Erfüllung, nach der wir suchen, ist da, wo wir sind. Wir müssen  nicht außerhalb (von uns) suchen. Zieh deine Aufmerksamkeit vom Ego weg, erlaube dir still zu werden und deiner innere Stille zu begegnen.

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Zazen (sitzen)

im Trubel des Alltags
immer mal wieder innehalten
heimkehren auf den inneren Boden
eintauchen in die lebendige Stille
daraus wieder in die Welt schreiten
die innere Stille im Alltag leben
lebendige Stille sein
im Trubel des Alltags

Zazen – sitzen in der Stille – ist Meditation in der Tradition des Zen Buddhismus. Sie ermöglicht uns, uns im Hier und Jetzt zu verwurzeln woraus wir mit geklärtem Geist wieder ins Leben schreiten. Mit offenem Herzen immer wieder neu da sein – zum Wohle aller Lebewesen.

Unterlassen Höre auf dich zu beurteilen und zu verurteilen.
Höre auf „alles“ zu beurteilen und zu verurteilen.
Höre auf damit Schuld zuzuweisen und dich als Opfer oder Täter zu definieren.
Höre auf das Unangenehme zu verdrängen und abzuspalten.
Höre auf darüber nachzudenken und zu analysieren.
Höre auf ein Lösung dafür finden zu wollen.
Höre auf damit es oder dich ändern zu wollen.
Höre auf damit es besser machen zu wollen.
Höre auf mit deinen Gefühlen und Gedanken zu kämpfen.

Annehmen Gib allem Raum. Lasse es zu. Lasse es da sein! Lasse es immer wieder kommen wenn es kommt ohne etwas damit zu tun. Spüre es! Lass dich davon berühren. Gib den Emotionen keine Bedeutung und denke nicht darüber nach.

Durchschauen  Alle Ursachen haben Auswirkungen. Alle Schwierigkeiten entstehen durch unwissenheit. Die Existenz will, dass wir die Auswirkungen spüren, das genügt vollauf. Mehr ist nicht notwendig. Durch „Ein-Sicht“ verändern sich die Dinge. Schuld auf sich zu nehmen bedeutet sich in einer Selbstbestrafungs-Endlosschlaufe zu bewegen. Scham- und Schuldgefühle haben mit Ideen, Vorstellungen und Glaubenssätze zu tun und sind kulturell bedingt.

Liebevoll Umarmen Alles was ist „ist“ das göttliche Selbst. Du bist „das“ als Quelle und Ausdruck. Deinem Selbst ist nichts Menschliches fremd. Einfach damit „sein“ heilt und ist Heilung. Du bist das göttliche Selbst. Schlafe abends mit einem großen Ja ein. Wache morgens mit einem großen Ja auf. Bedingungslos, egal wie es Dir gerade zu gehen scheint. Natürlich wird unsere Psyche wiederstand leisten und die gebundenen Kräfte nicht leicht loslassen. Wir benötigen Ausdauer und Entschlossenheit in unserer Hinwendung; und all dies ohne etwas zu tun.

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Ego-Strategien & Fähigkeiten (Potential) & Verhaltensmuster


Haben wollen
– Verlangen, Begehren, Gier, Genusssucht, Missgunst, Neid, Stolz, Eitelkeit.
Vermeiden wollen – Ablehnung, Wiederstände, Widerwillen, Geiz, Übelwollen, Hass, Aggression, Ärger.
Trägheit des Herzens – Lethargie, Starrheit, Sturheit, Rechthaberei, Soziale Verweigerung, Unterdrückung.
Unruhe – Rastlosigkeit, Stress, Kompensation, Schuldgefühl, Sucht.
Zweifel – Unsicherheit, Vernebelung, Entscheidungsschwäche, hin-und hergerissen sein, Nichtwissen, Verblendung.

Wenn wir jedoch diese Geistesgifte als fehlgeleitete Geistesbewegungen unserer menschlichen Bedürfnisse betrachten, welche aus den zugrunde liegenden „Fähigkeiten“ entstehen, so öffnet sich uns ein gangbarer Weg zu einer wirklich nachhaltigen Veränderung unserer Verhaltensweisen.

Wichtig ist dabei im Auge zu behalten, dass die drei Grundtriebe oder Instinkte des Menschen der Selbsterhaltungstrieb, der soziale Trieb und der Sexualtrieb sind. Diese Triebe sind dem Menschen als Ausrüstung für das menschliche Überleben seit Anbeginn unserer Tage auf natürliche Weise gegeben. Dazu gehören die beiden Emotionen Angst und Wut, welche konstruktive sowie destruktive Eigenschaften besitzen.
Angst kann für Umsicht, Vorsicht und erhöhte Aufmerksamkeit (Wachheit) sorgen (Reaktionen bei Gefahr); jedoch auch lähmen, einfrieren, destruktives Kämpfen oder Flüchten verursachen (gesteigerte Angst-Panik). Wut kann und soll uns bei Gefahr Energiereserven zuspielen, kann aber auch blind und zerstörerisch sein.

Geistesgifte Haben wollen, Vermeiden wollen, Trägheit, Unruhe, Zweifel

Ego – Strategien Sehnsucht, Angst, Verdrängung passiv, Verdrängung aktiv, Vernebelung

Potential & Selbsterfüllung, Liebe, Mitgefühl, Unterscheidungskraft, Hingabe, Vertrauen, Entschlossenheit, Mut

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Und wieder Stille………….


Ein Gedanke und die Welt erscheint. Wir fühlen uns darin wie Schlafwandler, in diese Körper gepresst, dem Verstand und seinem Handeln ausgeliefert. Für den Bruchteil einer Sekunde…. schaut mal: Was ist es was du wirklich willst in diesem Leben und wohin wendest du deine kostbare Energie? Nutzt du sie um den Verstand zufriedenzustellen und für die Sucht nach weiteren endlosen Erfahrungen? Sind wir bereit, unsere liebgewonnenen Geschichten loszulassen? Das Ego ist grenzenlos gierig und niemals satt.  Im klaren Sehen davon ist der Wunsch nach Befreiung das natürliche Resultat. Wenn dieses Sehnen nach dem Unbenennbaren unausweichlich wird, dann testet uns die Existenz. Universen an Konditionierungen, Anhaftungen, Haben- und Vermeiden-Wollen tauchen auf.
Eine tiefe Wertschätzung für dieses Glück „Mensch geworden zu sein“ und die Möglichkeit in diesem Leben frei zu werden, lässt uns dranbleiben, in hartnäckiger aber liebevoller Hingabe. Wir wollen das „Sein“, das wir schon sind, voll und ganz realisieren und leben.
Hingabe ausloten – sehen was uns wieder in die Verblendung führen will – spüren was nährend und unterstützend ist.

Erst ganz zaghaft, dann immer stärker, habe ich mich im letzten Jahr in die Stille verliebt. Sie hat mir meine Wunden aufgezeigt, mich an meine Grenzen gebracht und auch darüber hinaus und dann hat sie mich nach Hause gebracht – zu mir, das was ich wirklich bin: „Innere Freiheit und Liebe“.

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Alt werden kann jeder …

Reif werden kann nur, wer seine ursprüngliche Unschuld wieder findet, zum Zauber und zur Magie der Kindheit zurückkehrt und die Illusion des Todes überwindet.

Reif zu werden bedeutet, sich auf die Reise zum eigenen Selbst zu machen und die Geschenke des Schweigens, der Stille, der Schönheit, der Heiterkeit und des Friedens im eigenen Inneren zu finden. Wer reif werden will, braucht den Mut, Verantwortung für sich selbst und sein Leben zu übernehmen und alles zu riskieren, um sich selbst zu finden. Unser Leben nicht an Äußerlichkeiten zu vergeuden, sondern das Abenteuer der Selbstentdeckung zu wagen, um den Lohn der Reife zu empfangen.

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Was ist der Sinn des Lebens?

Du bist das Leben. Du wirst ihm deinen Sinn geben. Wirst Du den Sinn in deinen Wahnvorstellungen und Unwissenheit, Hoffnungen & Wünschen finden oder im Erwachen deiner Seele und der Hingabe an deinen göttlichen Ursprung?

Bevor wir nicht die große brennende Existenzfrage des Lebens und Sterbens gelöst haben werden wir keinen wirklichen Frieden finden können.

Unser Wesen gründet in der Ewigkeit. Unser Erleben ist immer unmittelbar „hier“ in der ewigen Gegenwärtigkeit unseres Seins. Wir können weder die Vergangenheit noch die Zukunft erleben. Vergangenheit und Zukunft kann nur als Fähigkeit unseres Verstandes stattfinden, als Erinnerungs- und Vorstellungsvermögen. Wir haben noch nie irgendwo anders gelebt als in der Ewigkeit. Interessanterweise haben wir der Vergangenheit und der Zukunft daher einen lebbaren Zwischenzustand hinzugefügt, dem wir den Namen Gegenwart gegeben haben, da wir ja unser Erleben innerhalb des Raum-Zeit-Gefüges annehmen. Dies tun wir ganz selbstverständlich und ohne Hinterfragung, weil wir uns mit unserem Körper identifizieren, welcher ja ganz offensichtlich den Gesetzen der Raum-Zeit unterworfen ist. Raum-Zeit ist ein stetiger Fluss ohne Haltepunkt. Vergangenheit und Zukunft gehen nahtlos ineinander über. Innerhalb dieses Flusses ist keine Zwischenzone „Gegenwart“ zu finden. Bei näherem Betrachten ist das was wir Gegenwart nennen zeitlos und immer hier. Sie findet nicht in der Zeit statt! Ist es nicht erstaunlich? Wir finden keinen wirklich erlebbaren Stand- oder Haltepunkt für unser Wesen innerhalb des Zeitstromes und das was wir innerhalb des Zeitstromes wirklich finden können ist zeitlos hier, sind immer wir selbst. Das was wir Zeit nennen findet also ausschließlich in unserem Gehirn statt, ist nur über unser Vorstellungs- und Erinnerungsvermögen betretbar und ist deshalb anfällig auf Projektionen, Identifikationen und Glaubenssätze. Es öffnet sich daher eine Welt voller Illusionen, Täuschungen und Leiden. Es öffnen sich jedoch auch tiefere Ebenen. Die Tatsache der Erlebbarkeit unseres ewigen Hierseins innerhalb des Zeit-Raum-Gefüges ermöglicht uns Berührbarkeit, sowie das Erleben von Ursache und Wirkung. Ist es nicht genial eingerichtet, dass dabei unser göttlicher Wesensgrund stets bedingungslos und ungehindert einsichtig bleibt?

Welchen Sinn werden wir also unserem Leben geben?

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Stillsein

Was in Deinem Leben geschehen wird, wenn Du die Einladung zum Stillsein annehmen wirst, weiss man nicht. Gewiss ist nur, dass deine Fähigkeit zunimmt, dich aufrichtig dem zu stellen, was gerade in Erscheinung tritt. Wenn du dich dem Leid, deinem eigenen und dem Leid der Welt stellst, allem Leid ohne Ausnahme, voll und ganz, offenbart sich dir das wahre, natürliche, unermässliche Mitgefühl deines Herzens.

Der Schatz inmitten der Verzweiflung

Lass es zu dein  Herz noch mehr brechen zu lassen, so das es noch besser sieht was alles geschieht. Stell dich deiner Verzweiflung, lass alle Geschichten über die Verzweiflung los, begegne ihr einfachen aller Unschuld. Entdecke woraus sie im Kern besteht, dann wirst du auf einen Schatz aus den Tiefen deiner selbst stoßen. Dieser Kern ist die Wahrheit deines seins. Wir können nicht die dauerhafte Glückseligkeit leben, das ist ein angenehmes Gefühl das dich erhebt, während Verzweiflung ein sehr unangenehmes Gefühl ist, was wir loswerden möchten. Lass die Verzweiflung in dein Herz, du kannst sie nicht loswerden. Dieser Kern ist die Wahrheit deines seins. Wenn du damit im Einklang bist, bist du mit allem im Einklang und nichts ist davon ausgenommen. Es liegt viel unbewusster Kummer im verschlossenem Herzen, aber wenn das aufbricht wird der Kummer freigesetzt.

Die Wahrheit des bedingungslosen Friedens und der bedingungslosen Freiheit, die jeder Mensch im Herzen trägt – die Wahrheit des essenziellen Selbst.

Finde heraus, wer du in Wahrheit bist, unmittelbare Selbsterforschung eröffnet dir die Möglichkeit, die tiefste Wahrheit zu entdecken, indem du herausfindest, wer du wirklich bist. Du bekommst Gelegenheit zu erkennen, dass keine der Geschichten, die du von dir erzählen magst, deiner Wahrheit entspricht, und dass, wer du zu sein glaubst, nichts mit dem zu tun hat, wer du in Wirklichkeit bist. Wenn die Gedankentätigkeit auch nur einen Augenblick lang zur Ruhe kommt, offenbart sich der Friede, der allgegenwärtig ist, als das Wesen allen Seins Stattdessen erhältst du die Gelegenheit, durch Hinterfragen und Nachforschen deine eigene Geschichte aufzulösen, jene mentalen Konstrukte, aus denen deine vorgestellte Wirklichkeit besteht.
Geschichten, die eine spirituelle Wahrheit enthalten, werden auch weiterhin in Büchern und Filmen Freude bereiten, auch denen, die sie gar nicht mehr brauchen. Sie können auch in Zukunft eine entscheidende Funktion erfüllen, indem sie ein erstes Erwachen bei Menschen auslösen, die ohne eine solche Geschichte und ihre Funktion, unbemerkt die Verteidigungswälle des Ego zu durchbrechen, nicht erreicht würden. Erst wenn es zu spät ist, wird dem Ego klar, dass jede spirituelle Geschichte letztlich von dir selbst handelt.
Höher als das Verstehen, tiefer als das Empfinden, es um die Tendenz, durch normales Nachdenken zu einem Verständnis der Wahrheit gelangen und Erfüllung fin-
den zu wollen. Auf welche Art und Weise sind wir mit unseren Gedanken und Empfindungen identifiziert, als seien sie Wirklichkeit. Wenn die Stimme des Ego (oder des Über-Ichs), die normalerweise unsere Aufmerksamkeit gefangen nimmt und unsere Entscheidungen im Leben bestimmt, als Betrüger entlarvt wird, kommt das wahre Wissen des Herzens zum Vorschein.

Wir entdecken, dass jede Vorstellung und jede Emotion, die wir ehrlich und direkt untersuchen, wunderbarerweise ihre Macht über uns und unser Glück verliert. Die unmittelbare Selbsterforschung ist der Schlüssel dazu.

Den Knoten des Leidens auflösen befasst sich mit den tiefer liegenden Ursachen des persönlichen Leidens. Die Mechanismen, durch die Gedanken und Emotionen sich in einem endlosen Kreislauf von Leid und Verwirrung gegenseitig nähren, nur um dem Leiden zu entfliehen. Dabei wird unser konditioniertes Selbstbild, an dem wir festhalten, mitsamt der Vergeblichkeit unserer gewohnheitsmäßigen Bemühungen, außerhalb unser selbst nach Glück zu suchen, gründlich erforscht. Hier bietet sich die Möglichkeit, einmal bewusst zu untersuchen, welches Leid durch die fortwährend auf Schmerzvermeidung und Lustgewinn ausgerichteten Geistesaktivitäten entsteht.
Den Frieden wählen zeigt uns, wie wir unser Leben als bewusste und klare Widerspiegelung unseres wahren Wesens leben können. Wir sind gefordert, endlich selbst die Verantwortung für unsere Erfahrung des Getrenntseins zu übernehmen und zu erkennen, dass alles Leid auf dieser Weltbühne nicht von dem Leid verschieden ist, das wir unaufhörlich im eigenen Geist erzeugen. Das Leid der Welt ist nur ein Spiegelbild unseres kollektiven inneren Zustands. Sobald die Fehlidentifikation klar als Wurzel allen persönlichen Leidens erkannt wird, ist ebenso klar, dass wir die Wahl haben, weiterzuleiden oder damit aufzuhören.

Wir können uns in jedem Augenblick für den Frieden entscheiden, für die Hingabe, für die Wahrheit im Innern der tiefsten Erkenntnis. Die eigene Integrität zu entdecken und die Möglichkeit eines Lebens in wahrer Freiheit zu leben. Wir haben die Freiheit und Verantwortung, allem mit Offenheit und Neugier zu begegnen und in unserem Leben ganz wir selbst zu sein.

Dieser strahlend helle Himmel grenzenloser Bewusstheit ist deine wahre Heimat, die Liebe, und sie ruft dich eben jetzt aus der Tiefe deines eigenen Herzens.

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Stille & Achtsamkeit

Wir verbringen eine Menge Zeit mit der Suche nach dem Glück – und werden doch nicht fündig. Denn oft betäubt der Lärm der Welt unsere Herzen und Gedanken so sehr, dass wir den Ruf der Freude und der Liebe in uns nicht mehr hören können. Erst wenn wir in die Stille eintauchen, nehmen wir ihn wieder wahr.

Durch praktizierte Achtsamkeit können die Gedanken in uns und die Geräusche um uns leiser werden, ja aufhören.  Und wie wir uns dem Klang der Stille öffnen können. Denn in dieser Stille, sind wir frei zu hören, zu sehen – und einfach zu sein.

Innere Ruhe in einer lauten Gedanken – Welt finden.

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Stille ohne Anstrengung …

Ein Löwe spazierte durch den Wald und machte eine Umfrage, um zu ermitteln, welches das Größte unter den freilebenden Tieren sei. Als er das Nilpferd sah, fragte er, ‚ Wer ist der König des Waldes?‘ ‚Das bist du,‘ sagte das Nilpferd. Als nächstes traf er eine Giraffe. ‚Wer ist der König des Waldes?‘ fragte er. ‚Das bist du,‘ sagte die Giraffe. Als nächstes traf er den Elefanten. Er trat ihm kräftig vors Schienenbein und sagte, ‚Und wer ist der König des Waldes?‘ Der Elefant schnappte ihn mit seinem Rüssel und schleuderte ihn gegen einen Baum. Als der Löwe daran herunterrutschte und sich abklopfte, sagte er, ‚Du brauchst doch nicht so wütend werden, bloß weil du nicht die richtige Antwort weißt.‘

Dummerweise weiß ich die richtige Antwort. Ich werde nicht auf dich wütend werden, aber mit Sicherheit werde ich dir sagen, wo du dich irrst und wo du recht hast.

Zunächst, mit mir in diesen Diskursen zu sitzen ist nichts anderes, als immer meditativer zu werden. Ich spreche nicht, um etwas zu lehren, ich spreche, um etwas zu kreieren. Dies sind keine Vorlesungen; dies sind einfach Hilfestellungen für euch, um still zu werden, denn wenn man euch sagt, dass ihr still werden sollt, ohne euch anzustrengen, bereitet euch das Schwierigkeiten.

Das ist es, was die Zen Lehrer ihren Schülern immer sagten: ‚Seid still, aber macht keine Anstrengung.‘ Nun, du bringst denjenigen in eine ziemlich schwierige Lage: Unternimm keine Anstrengung und sei still. Wenn er sich anstrengt, macht er etwas falsch; und es ist nicht möglich, still zu sein, ohne sich anzustrengen. Wenn es möglich wäre, ohne Anstrengung still zu sein, dann hätte man nie einen Meister gebraucht, dann hätte man nie irgend jemandem Meditation beibringen müssen. Die Leute wären ohne Anstrengung still geworden.

Ich bin so tief wie möglich in die Bemühungen des Zen hineingegangen. Sie arbeiten seit fast eintausendvierhundert Jahren, seit Bodhidharma. Sie sind eine der großartigsten Gruppen auf der Welt, sie haben sich vollkommen einer einzigen Sache gewidmet, und das ist Meditation. Nirgendwo sonst gibt es ein Experiment, das über so lange Zeit hinweg fortgesetzt wurde. Aber es gibt nach wie vor nur sehr wenige Zen Meister.

Ja, es gibt mehr Meister in der Linie des Zen als in irgendeiner anderen Linie auf der Welt, aber es sind immer noch sehr wenige, im Vergleich zu denen, die gearbeitet haben. Ich habe herausgefunden, was der grundlegende Fehler war und dies ist der grundlegende Fehler, Vimal: Jene Zen Meister sagten ihren Schülern das Richtige, aber nicht auf die richtige Art und Weise. Ich bringe euch die Stille zu Bewusstsein ohne dass ihr euch anstrengt. Mein Sprechen dient zum erstem Mal als Strategie, um Stille in euch zu kreieren.

Dies ist keine Lehre, keine Doktrin, kein Glaube; deshalb kann ich alles mögliche sagen. Ich bin der freieste Mensch, der jemals existierte, soweit es das Aussprechen von Dingen betrifft. Ich kann mir an einem einzigen Abend hundertmal selber wiedersprechen; weil es keine Rede ist, deshalb muss es nicht konsistent sein. Es ist etwas vollkommen anderes und es wird einige Zeit dauern, bis die Welt erkennt, dass ein vollkommen anderes Experiment stattfand.

In diesem einem Moment, als ich still wurde … ihr werdet auch still … Was bleibt, ist reines Warten. Du machst keinerlei Anstrengungen; noch mache ich irgendeine Anstrengung. Ich rede gern. Es ist keine Anstrengung.

Ich liebe es, euch still zu sehen.
Ich liebe es, euch lachen zu sehen.
Ich liebe es, euch tanzen zu sehen.
Aber in all diesen Aktivitäten bleibt das Grundlegende Meditation.

Osho: Satyam Shivam Sundram, Talk #28

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Einfach still sein

Lerne still zu sein. Zumindest mit deinen Freunden, mit deinen Liebhabern, mit deiner Familie, mit deinen Reisegefährten hier, setzt euch manchmal still zusammen. Schwätzt nicht einfach weiter, redet nicht einfach weiter. Hört auf zu reden, und nicht nur äußerlich – hört auch innen auf zu reden. Macht eine Pause. Sitzt einfach still, macht gar nichts, seid einfach präsent füreinander. Und bald werdet ihr einen neuen Weg finden miteinander zu kommunizieren. Und das ist der richtige Weg.

Beginnt eure Kommunikation manchmal in Stille. Haltet euch bei den Händen, sitzt still da. Schaut einfach den Mond an, fühlt den Mond, und fühlt ihn beide in Stille. Und du wirst sehen, es wird eine Verbundenheit entstehen – nicht nur eine Unterhaltung, sondern eine Verbundenheit. Eure Herzen werden im gleichen Rhythmus schlagen. Ihr werdet den gleichen inneren Raum teilen. Ihr werdet die gleiche Freude empfinden. Euer Sein wird sich überschneiden. Das ist Verbundenheit. Du hast dich ohne ein Wort mitgeteilt, und es gibt keine Missverständnisse.

Osho, This Very Body the Buddha, Talk #5

 

Zen wird unmittelbar erfahren – diese Momente des Nicht-im-Verstand-seins (No-Mind), in dem wir gewahr werden, dass ein stiller Klang um uns ist, der schon immer da war. In dieser Stille öffnet sich die Tür zum authentischen Selbst.

 

Zen ist ein Spiegel, eine Reflexion dessen, was ist.
Zen mischt sich nicht mit menschlichen Vorstellungen
ein. Es bevorzugt nichts, lehnt nichts ab. Es fügt nichts
hinzu, es läßt nichts weg. Zen ist paradox – weil das
Leben paradox ist

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Ich sehe Dich

Dein wahrer Partner ist bereits beschlossen; es ist festgelegt. Es ist bereits ein Engagemet, ohne es zu wissen, es ist ein Ereignis, das voraussichtlich bei dir geschieht. Der Kosmos weiss es. Deine Seele weiss es. Dein Bauchgefühl weiss es. Ihr wart Partner viele Leben davor. Es gibt nichts ‘Neues’, es fühlt sich an als wärst du hundertmal verheiratet gewesen vorher. Die andere Person weiss, was zu sagen ist, oder eben nicht, um den Prozess zu entwickeln.

Ihr werdet immer wieder zueinander zurück kehren, oder verbunden sein in irgendeiner Weise wegen der enormen Anziehungskraft zueinander, Wie sie im Film Avatar sagen ‘Ich sehe dich’. Diese Worte sind mehr als ‘Ich liebe dich’.

Die Worte haben viele weitere Dimensionen dahinter. ‘Ich sehe deine Seele.’

Ich liebe deine Seele, mit allen dazu gehörigen Aspekten. Allen. Das ganze Paket. -Das ist das ‘Ich sehe dich’.

Beziehungen der Vergangenheit

Es gibt eine Zeit und einen Platz für alles. Du kannst die Gefühle von jemand anderem nicht ändern, und du kannst nicht machen ‘damit es funktioniert’, wenn es bereits gebrochen ist und die andere Person nicht für Liebe kämpft.

Jemand der nicht in seiner eigenen Macht sein will (Bekenntnis zu sich selbst) wird nie in der Lage sein, sich dir anzuvertrauen.
Auf der Strasse deiner vergangenen Beziehungen und Angelegenheiten hast du gelernt, wer du bist und was du brauchst um zu scheinen, blühen und stark zu bleiben in der Welt.

Du hast viel gelernt über deine Persönlichkeit und deine Ego-Aspekte. Du hast gelernt, eine starke Person zu sein und wie man einen zukünftigen Partner zu einer kraftvollen und starken Person macht durch die Vibration die du senden kannst, in einer Verbindung auf der Basis von Wahrheit.
So liebst du in einer Weise, die die andere Person stärker macht und nicht schwächer.

Deine Reflektion- Treffe dich selbst

Wenn du jemanden findest, der treu zu seiner eigenen Seele ist, der die ganze Zeit genommen hat um ihre eigenen Schmerzen herauszufinden, sich selbst zu heilen und die Kraft zu erschaffen, heraus zu kommen…Sie sind in der Lage dir zu begenen.

Sie müssen wahr sein zu ihrer Essenz. Und das braucht Weisheit, Seelen-Suche, fallen und wieder aufstehen. Wenn du dir selbst verpflichtet bist zu dir selbst, weil du die hellen und dunklen Plätze gesehen hast, bist du in der Lage, deine Reflektion in jemand anderem zu sehen.

Wenn du fühlst, dass ein Partner aus dem Herzen lebt, und sich selbst liebst, wirst du keine Angst basierende Beziehung haben.

Es ist eine göttliche Verbindung. Ihr beide habt Ruhe und Stille, keine Angst- basierende Beziehung. Du kannst alleine Reisen, deinen eigenen Weg gehen und du weisst, dass dein Partner direkt neben dir ist. Du kannst dich zurück lehnen und atmen. Wenn du Frieden und Erholung mit einem Partner hast, ist es, weil du fühlst, dass du dieser Person vertrauen kannst. Und du weisst auch, dass du dir selbst vertrauen kannst.

Es ist ein Akt der beweist, dass du jemanden liebst, dass du wirklich engagiert bist. Aber sie einfach zu lieben ist nicht genug? Warum müssen wir beweisen, dass unsere Liebe echt ist?

Die meisten Menschen kämpfen mit der Idee der Selbst-Liebe und wie es sich anfühlt, Sicherheit in sich selbst zu fühlen. Wen du in der Lage bist, dir selbst Aufmerksamkeit zu geben, dich mit Seelen Nahrung zu ernähren, Liebe und Erfüllung: Du brauchst die Liebe nicht ausserhalb zu finden. Es besteht bereits immer in deinem Innern.

Dunkelheit löst sich im Licht der Liebe auf

Die Energie des Herzens ist so stark, viel stärker als die Macht des Geistes. Wir geben ihm nicht den Kredit, den es wirklich verdient.

Unbenannte-1 In einer kosmischen Ehe, alle die ‘unsichtbaren’ und dunklen Orte, die tief im Herzen verbrogen im Licht der Liebe erscheinen. Liebe ist die höchste Schwingung. Dunkelheit ist eine viel geringere Schwingung.

Wenn dich jemand wirklich liebt, kommen alle ungesehenen Aspekte hoch und sie zeigen dir, was du ändern kannst. Atme einfach, laufe, singe, tanze, weine und lass es dort sein. Urteile nicht über deine Ängste und Unsicherheiten.

Wenn wir wirklich sagen können ‘Danke’ und ‘Ich sehe dich’, kreieren wir wahre Transformation in uns. Glaube nicht, dass dein Geliebter die Ursache dieser Schmerzen ist. Sehe es anders. Dein Liebhaber hebt nur den Spiegel auf, und will dich heilen, indem er dir alle Aspete von dir selbst zeigt. Manchmal wollen wir nicht schauen, aber es ist der einzige Weg um zu wachsen.

Quelle: the mind unleashed

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Still werden, der Weg in die Stille, die Stille in mir, nichts als lauschen, in ein nichts, zum Grund des nichts, nichts wissen, in eine endlose Weite, endlose Gedanken, Denken, ein und ausatmen, zur Ruhe kommen, Still und klar, schon immer da, ankommen, Wahrheit dessen was ist, Bekenntnis dessen was ist, Akzeptanz, ja so ist es, ich sehe mich, Gewahrsein dessen was ist, meine Schwächen sehen, sie ans Licht bringen im Herzen spüren, sie sein dürfen und wieder gehen dürfen, Emotionen spüren, Heilung, Achtsam sein im Moment, Erkennen ist Freiheit, Erkennen ist Frieden, Einfachheit, Tiefe, Weite, Raum, der Raum in dir, Gedanken kommen und gehen, Wiedergeburt jeder Moment vergeht und ein neuer beginnt, loslassen, Neubeginn immerzu, mutigen Herzen vorangehen, das kindliche unschuldige wieder entdecken, sich selbst sein, in der Stille sich selbst begegnen, die eigene Wahrheit leben, mutig, stark, sanft, jenseits aller Konzepte, Verbundenheit mit allem, durchdrungen, Vertrauen in den Weg. Immer weitergehen.

Gate, gate, paragate, parasamgate, bodhi svaha

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Die Stille spüren, sie durchdringt einen, einfach sitzen, klänge die einen in die Stille geleiten, fallenlassen, lauschen, frieden, mit allem was ist, mit allem was gesehen werden möchte, eine Seerose die aus trüben Wasser wächst, Herzgeist berühren, dem Leben auf der Spur, Sitzen in Stille, Gedanken, Emotionen, wahrnehmen, würdigen, gehen lassen.
Zeitlose, absichtslose Gegenwärtigkeit hier und jetzt. Wohlwollen und Einsicht Raum geben.

 

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 Danke

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Brahmaviharas

Die vier Unermesslichen. Die vier Zustände, Tugenden oder Einstellungen, gilt es immer wieder bewusst zu machen und umzusetzen, in der Stille und vor allem in der _Begegnung mit anderen. Wenn wir anderen begegnen und in Kommunikation gehen, sollten wir uns ganz auf den Moment einlassen und authentisch aus den Herrenagieren. So schaffen wir ein Feld in den Heilung geschehen kann. Man wertschätzt sich und den anderen vollkommen und ist vollkommen Präsent. Liebe, Mitgefühl, Begeisterung und neutrale Akzeptanz kreieren ein Feld der Heilung.

Maitri Liebevoll, Freundlich zuhören und wohlwollend akzeptierend wie der andere ist und was er sagt. Mit Anteilnahme und Wertschätzung sollten wir uns ganz öffnen in der Begegnung.

Karuna Mitgefühl und Emphatisch wahrnehmen was ist und welche Botschaft gesendet wird. Feinfühligkeit in der Kommunikation entwickeln und Nachrichten zwischen den Zeilen lesen. Hier geht es vor allem Mitgefühl gegenüber dem Leiden anderer zu kultivieren und Hilfsbereit zur Seite zu stehen.

Mudita uns mit anderen Freuen, die schönen Momente des Lebens mit anderen Teilen. Uns begeistern für den Enthusiasmus anderer. Es wird in der Spiritualität immer das Mitgefühl betont, dies gilt es aber nicht nur im Leiden, sondern auch im Freuen zu entwickeln.

Upeksa auf Einsicht basierter Gleichmut gegenüber dem was geschieht. Also im Gespräch verständnisvoll Abstand halten und verständnisvoll über etwas hinwegsehen. Also nicht gleichgültig werden, sondern neutral beobachten und wohlwollend akzeptieren was ist.

So helfen wir jedem der uns begegnet, bei sich Anzukommen und sich selbst zu Akzeptieren. Wir entwickeln ein ruhiges und friedfertiges Gemüt und können in der Meditation in die Tiefe gehen.

Brahmaviras gegen Geistesgifte

Maitri gegen Böswilligkeit und Hass sowie Widerstand gegenüber dem was ist

Karuna gegen Schmerzhafte Zustände, Frustration und emotionale Kälte

Mudita gegen Leid, Neid, Eifersucht und Mangel an Lebensfreude

Upeksa gegen Angst, Ablehnung, Verhaftung an Sinnesfreuden und falsche Identifikation

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Was ist Spiritualität?

Für mich ist es losgelöst von Religion oder Esoterik. Spiritualität bzw. die Fähigkeit spirituell wahrzunehmen, bedeutet nach meinem Verständnis jedoch nichts weiter, als dass man sensibel dafür ist, Dinge intuitiv bzw. auf seelisch-geistiger Ebene wahrzunehmen und zu erfahren. Eine tiefe verbundenheit mit allem. Spirituell zu sein bedeutet darum für mich:

  • stets die eigenen seelisch-geistigen Fähigkeiten zu sensibilisieren
  • sich in Liebe mit jedem und allem verbunden zu fühlen
  • Entscheidungen mit gesundem Menschenverstand und Herzensweisheit zu treffen
  • mit sich und der Welt immer mehr in Einklang zu kommen
  • mehr Bewusstheit, Achtsamkeit und Selbstvertrauen zu entwickeln
  • in der Gegenwart anzukommen und glücklich zu sein!

Wir sind es gewohnt über das Hören, Sehen, Schmecken, Riechen und Fühlen unsere Umgebung und auch uns selbst wahrzunehmen. Die spirituelle Wahrnehmungsfähigkeit – man kann diese auch als seelisch-geistige oder intuitive Wahrnehmung bezeichnen  und meint das Sehen oder Fühlen mit dem Herzen. Etwa bei einer Entscheidung auch das Herz mit einzubeziehen oder das Bauchgefühl mit einfließen zu lassen. Haben wir Herzvertrauen und Bauchgefühl als sichere Wegbegleiter erkannt, sind wir spirituell mit allem verbunden.

Durch eine offene Geisteshaltung ist es uns möglich, mit der universellen Energie, die man auch als Intelligenz des Universums bezeichnen könnte, in Verbindung zu kommen. Spiritualität macht es uns möglich, für unser Leben Antworten zu finden, die uns auf unserem persönlichen Weg weiterbringen. Durch sie nehmen wir Dinge wahr, die über unser Sehen und Hören nicht direkt erreicht werden können. Sie ist das Licht, das immer dann leuchtet, wenn man denkt, es geht nicht mehr weiter; Der Schlüssel in die Freiheit; Die unerwartete Lösung; Das Elixier unserer Träume; Die „Magie“ des Lebens; Der Weg zu uns selbst.

the more you do this

Befreie Dein Herz. Ziehe durch die Welt wie der Mond durch die Schar der Sterne. Buddha

Werden, wer wir sind

Das Befreiende der Achtsamkeitspraxis. Was macht uns immun gegen das Leiden, ein achtsamer Geist. Doch wie wirkt Achtsamkeit. Unsere Handlungen sollten achtsam, langsam und von Respekt allen Lebewesen gegenüber erfüllt sein. Alles wird dir sein Geheimniss preisgeben, wenn du es nur genügend liebst. Achtsamkeit ist ebendiese Art der Aufmerksamkeit. Sie ist ein offenes Gewahrsein, das sich jeglicher Wertung enthält und daher voller Respekt ist.

Was im Leben wirklich zählt, ist einfach. Bist Du frei, bist Du liebevoll? Lass deine Gaben der Welt zuteil werden. Erwachen geschieht auf allen Ebenen. Wir können jeden bereich des Lebens mit Freiheit und Mitgefühl leben. Alle Bereiche deines Lebens bieten Gelegenheit zur Praxis. Genau dieses Leben, deine Arbeit, deine Familie, dein Umfeld, Deine Freunde. Im Zen heisst es das kein Teil weggelassen wird.

Beim Sitzen, Gehen, Stehen, Liegen.
Durch rechte Rede, rechtes Handeln, rechte Lebensführung
innen und aussen
mit Körper, Gefühlen, Geist und Beziehungen
alleine oder mit anderen
im Gefängniss, auf der Hütte, im Palast, auf dem Bauernhof
in Zeiten des Kriesges und Frieden
in Kranken und gesunden Tagen

Freiheit und Mitgefühl, Erleuchtung und Befreiung sind da wo du im Moment gerade bist. Es gibt einen Weg , weise und voller Güte durchs Leben zu gehen. Sich selbst und anderen Segen und Glück zu schenken, egal ob es gerade gut läuft oder nicht. Auf dem Weg musst du lernen deinen Geist ruhig werden zu lassen und dein Herz zu öffnen. Damit du Präsent im Hier und Jetzt sein kannst in allem was du tust und die Art und weise der Begegnung mit Dir selbst und anderen. Dafür ist die Praxis der Meditation. Dann trage Mitgefühl und Weisheit, die du in der Meditation gefunden hast, hinaus in dein Leben und die Welt. Es ist ein Pfad wie du Körper und Herz, Geist und Handeln gleichermassen miteinbeziehen kannst, damit Erwachen auf allen Ebenen erlebt werden kann. Toleranz, Güte, Freude und Freiheit. Nicht nur auf dem Meditationskissen, sondern im Leben! Und falls wir uns doch mal ungeschickt, gedankenlos und dumm  verhalten. So what, es passiert, sei auch dann liebevoll und mitfühlend mit Dir selber!

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Was ist Erleuchtung?

Licht ins Dunkle bringen. Bewusstheit in die noch unbewussten Potentiale lenken. Das untergetauchte verdrängte unbewusste erhellen oder erleuchten. Arroganz , Narzissmus und Egoismus überwinden, Selbsterkenntnis erlangen, stück für stück. Stufenweise.

Erleuchtung ist nichts weiter als ein geschicktes Mittel ein Ziel zu erreichen: Das Haften an einem begrenzen Selbstbild abzugeben. Und in die Reinheit des Bewusstseins zurückzukehren. Offenes Feld des Gewahrseins, transparent, frei. Das reine Bewusstsein hat zahlreiche Facetten, wie ein Mandala oder Diamant. Die eine Facette zeigt das  erleuchtete Herz als lichte Klarheit, in einer anderen als Volkommenheit oder unbeschreiblicher Frieden. Es kann als grenzenlose Liebe, als tiefe Stille, als unendliches Mitgefühl. Reines Beswusstsein ist all dies: Integrietät, Freude, Strahlen, Seeligkeit. Es ist zeitlos, stehts präsent, volkommen leer und gleichzeitig entstehen daraus alle Dinge. Jede dieser Qualitäten kann das Bewusstsein füllen und durch Körper, Herz und Geist leuchten. Dies ist unsere direkte und unmittelbare Erfahrung, die sich in vielfacher Weise ergibt. In den Augenblicken der Stille des loslassens, erfahren wir Momente der Befreiung, manchmal wird es als Liebe erfahren, dann wieder als tiefe Stille. Ruhe im Gewahrsein und geniesse die Freude der Freiheit im Hier und Jetzt. Wir praktizieren, damit wir lernen der uns innewohnenden Freiheit zu Vertrauen und sie zu stabilisieren.

Wenn der Kartograph, die Landkarte und das Territorium übereinstimmen, ist maximale Erleuchtung möglich. Die totale Erleuchtung, wenn die Seite der Leere (innen) und die Seite der Fülle (aussen) zugleich als identisch erlebt wird.

Aber innerhalb dessen ist es auch so, dass es eine stufenweise Erleuchtung gibt. Z.B. von unbewusst zu selbstbewusst zu überbewusst. Und Bewusstseinsstufen, von archaisch , zu magisch, zu mythisch, zu rational, zu pluralistisch, zu integral (Gebser). Und Bewusstseinszustände, von grobstofflich, subtil, kausal, non-dual. Und Bewusstseinslinien, kognitiv, emotional, moralisch, ästhetisch, spirituell. Und Bewusstseinstypen, männlich, weiblich. Alle diese Stufen und Ströme umgeben uns zu jeder Zeit an jedem Ort und wir bewegen uns durch sie und mit ihnen.

Aber es gibt auch all die alltäglichen Erleuchtungen. Wenn uns plötzlich ein Licht auf geht und wir einen Umstand auf einmal verstehen, da wo wir zuvor keinen Zusammengang feststellen konnten. Sei es in unseren Beziehungen, oder sei es in einer politischen Angelegenheit, wenn uns allmählich erhellende Informationen erreichen und wir anfangen intuitiv zu ahnen, und das, zur Erleuchtung einer Situation führt.

 

das geheimnis der Bäume ram singh

und wie?

Spirituelle Praxis ist der Weg wie wir zu unserem vollen Potenzial gelangen können. Erfahrung der inneren Freiheit  als Basis für Selbsterkenntnis.

Kannst du sehen wie du aus deinem Leid ein Selbstbild geschaffen hast, das nicht deinem wahren Selbst entspricht. Lerne das Leben von einem anderen Standpunkt aus zu sehen. Sich mit seiner eigenen Wahrnehmung der Welt zu beschäftigen. Die Erfahrung das ich in gewisser Weise Urheber meiner Innenwelt bin und damit die Möglichkeit zu ihrer Gestaltung habe. Die wiederum Auswirkungen auf mein Handeln und Denken im hier und jetzt hat. Der bewusste Umgang mit dem eigenen Bewusstsein, das heißt vor allem die Schulung der Wahrnehmung und Entwicklung von Achtsamkeit in allen Lebensbezügen.

Die Entwicklung von menschlichen Fähigkeiten wie Liebe, Mitgefühl, Geduld, Toleranz, Vergebung und Verantwortungsgefühl und Gelassenheit.

Du meditierst und lernst, Leid auszuhalten, das Leben wertzuschätzen und hinzunehmen, so wie es ist. Wir brauchen eine positive Energie, um was in der Welt zu verändern. Es ist eine Energie, bei der wir die Liebe zum Leben, die wir in uns spüren, weitergeben und nach außen tragen. Und uns gegenseitig unterstützen am wachsen.

 

Wie finde ich Erleuchtung?

Welche übungen führen zu Erleuchtungserfahrungen? Im Bhuddismus werden dazu die Meditation über Achtsamkeit und liebende Güte eingesetzt. Und unterstützt von der Praxis der Tugend, die uns den Rücken freihält von den negativen Reaktionen anderer. Dazu kommen noch übungen der Gelassenheit und Konzentration bei denen wir lernen unseren Geist zu beruhigen. Und die Meditation über die Weisheit, die klar erkennt, wie die Dinge entstehen und vergehen, wie sie niemandem gehören. Diese übung führt zu Reinigung und Heilung und der Entstehung von tiefem Mitgefühl. Und so wandelt sich langsam der Fokus unserer Identifikation. Wir sind nicht mehr die Person die das Leid erfährt, sondern sind von alldem frei. Wir lassen unser kleines Selbst los und mit ihm all die Tausend Dinge der sich Wandelnden Welt. Wenn wir uns der Vergänglichkeit öffnen, durch das Tor der Vergänglichkeit gehen, erkennen wir immer klarer, das jede Erfahrung flüchtig ist. Das sie entsteht und vergeht, das jeder Augenblick ganz neu ist. Ein Feld ständig wechselnder Energien (Schwingungen). Manchmal ist es auch das tor des Leids durch das wir gehen, das uns die Erleuchtung ermöglicht. Wir sitzen mitten im Feuer der menschlichen Erfahrung, statt davon wegzulaufen, finden wir Erwachen. Das Begehren,  der Hass, die Verblendung. Wir fühlen unser Verlangen, wir fühlen Krieg, Rassismus, die Angst vor Alter, Krankheit und Tod. Wir öffnen uns der Unzufriedenheit, Trauer und dem Verlust. Wir akzeptiern das das Leid Teil unsere Erfahrung ist und werden frei davon. Wir erkennen das dass Leid nicht „unser“ Leid  ist, sondern „das“ Leid, das Leiden der Welt. Unsere Leidenschaft beruhigt sich, Mitgefühl erfüllt das Herz und wir finden Befreiung. Es gibt viele tore der Befreiung: Mitgefühl, Reinheit, Hingabe, Liebe, Achtsamkeit. Wenn wir achtsam und mitfühlend durchs Leben gehen, verwandeln wir uns indem wir einfach liebevoll darauf achten was wir tun und wie wir es tun. Vielleicht entdecken wir die wie angespannt wir sind, wie wir an allem festhalten. Können wir das loslassen? Können wir das Wertschätzen was ist? und dadurch Ruhe finden und uns nicht mehr so mühen. Können wir uns weniger Sorgen und nicht alles so ernst nehmen. Vielleicht erfahren wir mehr Freundlichkeit und eine tiefe Freiheit die Frucht des Präsentseins.

Meditation hilft uns, die Welt in uns zu erhellen und wach zu sein für das, was in und um uns vorgeht. Sie ist der Weg, um den Geist zu befrieden, uns frei zu machen von den Erwartungen anderer und uns anzunehmen, wie wir sind.

peace, joy, love

Metta Meditation über liebende Güte

Suche Dir einen ruhigen Ort und setzen dich bequem hin, wenn möglich in einem Sitz mit gekreuzten Beinen. Aufrecht und entspannt, das Herz wird weich. Der Atem strömt mühelos durch den Körper. Beginne mit Dir selbst, Wenn möglich sitze 20 Min. aber auch fünf Minuten sind gut. So oft und regelmässig wie es für dich möglich ist. Atme sanft und rezetiere still folgendes Zeilen für dein eigenes Wohlergehen. Wir fangen mit uns selber an, weil es schier unmöglich ist andere zu lieben, wenn wir uns nicht selber Lieben! Lassen sie alles zu was sich auch immer im Geiste zeigen möchte. Wenn Du Schwierigkeiten hast dir selbst gegenüber liebende Güte zu empfinden, kannst du auch mit Wesen anfangen die du Liebst oder magst.

Mögest ich von liebender Güte erfüllt sein.
Mögest ich von äusseren und inneren Gefahren frei sein.
Mögest ich mich in Körper und Geist wohl fühlen.
Mögest ich zufrieden und glücklich sein.

Wenn Du das Gefühl hast Liebende Güte für dich selbst fest verankert zu haben, kannst Du die Meditation auf andere Wesen ausdehnen. Erst Wesen die du liebst, dir Dir gutes tun. dann auf fremde und später auch auf Menschen die Dich oder andere verletzt haben ausweiten. Sei liebevoll zu Dir und nimm alles im Geiste der offenheit und Güte war.

Mögest du von liebender Güte erfüllt sein.
Mögest du von äusseren und inneren Gefahren frei sein.
Mögest du dich in Körper und Geist wohl fühlen.
Mögest du zufrieden und glücklich sein.

Möge der Segen der Praxis deine innere Weisheit erwecken und dein Mitgefühl inspirieren. Möge die Welt durch den Segen deines Herzens Frieden finden.

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Unser »innere Autopilot« hat einen sicher nach Hause gebracht, während man in einer Art Tagtraum oder Trance gefangen war. Wie oft sind wir in einem Zustand von Geistesabwesenheit. Wir fühlen uns aber glücklicher, wenn wir geistig präsent und nicht abwesend sind. Die Hälfte unserer wachen Stunden? Das ist unser halbes Leben!

Interessant ist auch, wie oft wir von anderen daran erinnert werden, man ermahnt uns,
anwesend zu sein … Aber niemand erinnert uns je daran, in unserem eigenen Leben tatsächlich präsent zu sein! Unser eigenes Leben? Und dabei unser eigenes Glück zu verpassen? Ist das nicht eine ziemlich groteske Situation für eine sonst so schlaue spezies wie die unsere? Vielleicht ist es deshalb gar nicht so verwunderlich, dass unser Planet Erde sich in einem solchen Chaos befindet, wenn wir erkennen, dass sieben Milliarden Menschen die halbe Zeit auf Autopilot durch die Gegend laufen. Oder stellt irgendjemand in Zweifel, dass die Dinge besser laufen, wenn wir in unserem Leben tatsächlich gegenwärtig sind? Irgendwie ist es doch sicher hilfreich, wenn wir wirklich da sind!
Man muss sich fragen, was das alles soll. Offenbar laufen wir auf einer hard- und softwareversion, die für eine bestimmte Welt entwickelt wurde, während wir versuchen, in einer ganz anderen zu leben. So kommt es, dass wir sieben Milliarden Teilzeit schlafwandler alles vermasseln – uns selbst, die anderen und den ganzen Planeten. Und weil wir im halbschlaf leben, bemerken wir nicht einmal, was da vor sich geht, und erkennen noch weniger, dass uns das Ganze überhaupt keinen Spaß macht!
Meditation ist: total anwesend und völlig wach zu sein. Wir blicken stattdessen mehr nach innen, um herauszufinden, was wir für richtig halten. Wir wollen unser Leben für uns selbst maßschneidern. Für solche Menschen ist das Leben an sich eine Kunst und nicht bloß ein Mittel zu irgendeinem obskuren Zweck. Meditierende altern langsamer, sind kreativer und produktiver … Außerdem hat man entdeckt, dass das Gehirn ein Organ von hoher Plastizität ist. Es ist wie ein Computer, der sich anpasst, je nachdem, wie er ein gesetzt wird. Es hängt ganz von seinem Benutzer ab. Wäre es nicht sinnvoll, wirklich präsent zu sein bei allem, was zu tun ich mich bemühe? Und hörten wir nicht etwas von Stress und Gesundheit? Zwei Drittel aller Arztbesuche haben mit Stress und stressverwandten Beschwerden zu tun. Wenn jemandem also an sich selbst, seinen Mitmenschen oder an der Welt ringsumher etwas liegt, wäre Meditation in jedem Fall
der richtige Punkt, an dem er ansetzen könnte. Die Aufgabe des Geistes, sagt man jetzt, bestehe darin, sicherzustellen, dass der Körper sich so intelligent wie möglich durchs Leben bewegt: der Geist als Diener des Körpers. Für uns könnte das nun bedeuten, dass wir am besten mit dem Körper anfangen – statt mit dem Geist zu ringen, weil dieser ein
fach nicht bereit ist, sich zu ändern, und lieber dieselben alten Gewohnheiten beibehält. Es ist bekannt, wie leicht sich beispielsweise aus der Körpersprache eines Menschen ablesen lässt, ob erglücklich oder deprimiert ist. Nun, genauso gilt: Wenn der Körper
sich ändert, ändert sich auch der Geist. Der Körper lässt sich viel leichter bewegen als der Geist. Und es macht auch viel mehr spaß.
Meditation ist heute eine absolute Notwendigkeit geworden. Sie ist unsere einzige hoffnung, dass die Menschheit noch zu retten ist und die Erde weiterleben wird. Meditation bedeutet im Grunde die Fähigkeit, total beteiligt zu sein und dennoch unberührt zu bleiben. Dies erscheint paradox, aber alle großen Wahrheiten sind paradox. Ihr müsst dieses Paradox durchleben; nur dann könnt ihr es verstehen. Man kann eine Sache freudig tun und dabei gleichzeitig Zeuge davon sein, dass man es tut, ohne sich für den zu halten, der es tut. Versucht es einmal mit kleinen Dingen. Wenn du morgen früh einen spaziergang machst, genieße das Gehen die Vögel in den Bäumen, die sonnenstrahlen, die Wolken, den Wind. Genieße das alles und vergiss dabei nicht, dass du ein spiegel bist: In dir spiegeln sich die Wolken und die Bäume und die Vögel und die Menschen. Das ist selbsterinnern. Buddha nennt es Sammasati, ›rechteAchtsamkeit‹. Krishnamurti nennt es ›wahlfreiesBewusstsein‹, die Upanischaden nennen es ›Zeuge sein‹. Gurdjieff nennt es ›selbsterinnerung‹ – aber das bedeutet alles das Gleiche. Es heißt jedoch nicht, dass du gleichgültig werden sollst. Wenn du gleichgültig wirst, verlierst du die Möglichkeit zur selbsterinnerung. Mach einen Morgenspaziergang, und sei dir dabei bewusst, dass du nicht der spaziergänger bist, sondern der innere Zuschauer. Mit der Zeit wirst du ein Gespür dafür bekommen – es ist ein Gespür, das sich allmählich entwickelt. Es ist die subtilste Sache der Welt; sie entgeht dir, wenn du in Eile bist. Man braucht Geduld dafür. Iss und schmecke dein Essen, und sei dir dabei bewusst, dass du der Zuschauer bist. Am Anfang wird dir das etwas schwerfallen, weil du noch nicht beides gleichzeitig getan hast. Ich weiß, dass du zu Beginn, wenn du zu beobachten anfängst, mit dem Essen aufhören willst, oder wenn du zu essen anfängst, das Zuschauen vergessen wirst. Unser Bewusstsein – so wie es jetzt ist – war bisher eine Einbahnstraße, die nur auf ein Ziel ausgerichtet war. Es kann aber auch zweigleisig laufen: Es kann essen und sich gleichzeitig dabei zuschauen. Du kannst in deinem Zentrum verankert sein und gleichzeitig den Sturm um dich herum wahrnehmen. Dann wirst du zum Auge des Zyklons. Und das ist das größte Wunder, das einem Menschen widerfahren kann, denn es bringt Freiheit, Befreiung, Wahrheit, Göttlichkeit, seligkeit, segen.«
Was ist Meditation?
Beobachten ist Meditation. Was du beobachtest, spielt keine Rolle. Du kannst die Bäume beobachten, du kannst den Fluss beobachten, die Wolken oder spielende Kinder. Beobachten ist Meditation. Es geht nicht darum, was du beobachtest; es geht nicht um das Objekt. Das Beobachten an sich, als Eigenschaft, als Qualität von wacher
Aufmerksamkeit – das ist Meditation. Wohlgemerkt: Meditation bedeutet Bewusstheit. Alles, was mit Bewusstheit getan wird, ist Meditation. Es geht nicht um eine handlung, sondern um die Qualität, die du in deine handlungen bringst. Gehen kann Meditation sein, wenn du dabei hellwach bist. sitzen kann Meditation sein, wenn du dabei hellwach bist. Den Vögeln zu lauschen kann Meditation sein, wenn du bewusst lauschst. Dem Lärm im Inneren deines Kopfes zuzuhören kann Meditation sein, wenn du dabei hellwach und bewusst bleibst. Es geht einfach nur darum, dass man nichts wie im
schlaf tut. Dann ist alles Meditation – egal, was du machst.
Wenn du überhaupt nichts tust, weder körperlich noch geistig, auf keiner Ebene, wenn alle Aktivität aufgehört hat und du einfach nur bist – pures sein. Genau das ist Meditation. Du kannst sie nicht machen, du kannst sie nicht praktizieren – du musst sie nur verstehen. Wann immer du Zeit findest, einfach nur zu sein, dann hör mit jeglicher Form von »Tun« auf: Auch Denken ist Tun, auch Konzentration ist Tun, auch Kontemplation ist Tun. selbst wenn es nur ein einziger Augenblick ist, in dem du nichts tust und einfach ganz entspannt in deiner Mitte bist, dann ist es Meditation.
Nur ein schritt ist nötig, der schritt in die andere Richtung, in eine andere Dimension. Wir können entweder nach draußen blicken, oder wir können die Augen nach außen schließen und unser ganzes Bewusstsein nach innen richten. Und dann erkennst du.
Denn du bist der Erkennende. Du bist Bewusstsein. Du hast es nie verloren. Dein Bewusstsein hat sich nur in Tausenden von Dingen verstrickt. Zieh das Bewusstsein aus allem zurück, was außen ist, und lass es einfach in dir selbst ruhen. Dann bist du zu hause angekommen.
Der Geist ist eine schattenexistenz – Der Geist ist ein Spiegel, ein wunderbarer Spiegel,
sehr nützlich, aber man kann ihm leicht auf den Leim gehen, weil man sich selbst nicht kennt und weil man alles, was man über sichweiß, nur vom Kopf her weiß. Du kennst dein Gesicht nur durch den Spiegel. Alles, was du vom Kopf her weißt, ist nur
eine Reflexion, aber nicht die Wirklichkeit. Was wirklich ist, lässt sich mit dem Kopf nicht erkennen, dafür muss man den Verstand beiseitetun. Man muss sich selbst unmittelbar anschauen, ohne den Verstand, das ist alles. Darin besteht die ganze Wissenschaft der Meditation: wie man den Kopf beiseitetut und im Augenblick frei
vom Denken wird. Am Anfang sind es nur winzige Augenblicke, nur winzige Tropfen von Gedankenfreiheit, aber sie sind unsagbar erhellend, unsagbar transformierend. Wenn auch nur ein Tropfen Gedankenfreiheit in dein sein kommt, bekommst du einen Vorgeschmack von der Wirklichkeit. Der Geschmack davon wird dir immer auf der Zunge bleiben; du kannst ihn nie mehr vergessen. Erst nach dieser Kostprobe kannst du sehen, dass der Geist alleDinge nur spiegelt, denn jetzt kannst du vergleichen. Ohne diese
Erfahrung hast du keine Möglichkeit zu vergleichen. Vergleichen womit? Du weißt und kennst alles, was der Kopf dir sagt, und es stammt alles aus dem Kopf. Du musst etwas kennenlernen, was nicht aus dem Kopf stammt. Dann wirst du erleben, dass all das,
was aus dem Kopf, dem Geist, dem Denken stammt, anfängt zu verblassen. Dann begreifst du, dass die Wirklichkeit etwas ganz anderes ist, vollkommen anders.
Also das ist zu tun, und es kann getan werden. Der Geist ist keine absolute Notwendigkeit; wir können den Kopf auch beiseite tun. Geist bedeutet Aktivität, und er kann auch zur Ruhe gebracht werden. Es ist wie mit dem Gehen: Wenn du es nötig hast zu gehen, dann gehst du; wenn du es nicht nötig hast, lässt du deine Beine ausruhen. Der Geist ist eine Aktivität, zwar feinstofflicher als das Gehen, doch es besteht keine Notwendigkeit, dass er 24 stunden am Tag immer weiterrennt. Wenn er gebraucht wird, kannst du ihn benutzen. Er ist ein Biocomputer, der bei der Arbeit ungeheuer nützlich ist. Aber wenn er nicht gebraucht wird, kannst du ihn bei seitetun, kannst ihm sagen, dass er langsamer werden oder schlafen gehen und sich ausruhen soll. Am Anfang wird er nicht auf dich hören, nachdem du so viele Leben lang auf ihn gehört hast. Der Diener wurde zumHherrn, und der Herr benahm sich wie ein Diener. Darum wird er jetzt noch
nicht gleich auf dich hören, wenn du ihm »stopp!« sagst. Wenn du aber weitermachst, wird der Herr nach und nach die Herrschaft übernehmen, und der Diener wird anfangen, sich wie ein Diener zu benehmen. Der Geist ist wunderbar als Diener, aber als Herr ist er von großem Übel. Wenn du der Herr bist und der Geist dir wie ein Diener folgt, ist er ein wunderbares Instrument, ein großartiger Mechanismus, den man einsetzen kann. Er kann in vielfältiger Weise nützlich sein, aber nur als Diener.
Der erste schritt zur Bewusstheit ist, genau auf deinen Körper zu achten. Allmählich wird dir jede Geste, jede Bewegung bewusst. Und sobald du bewusster wirst, geschieht ein Wunder: Vieles, was du früher immer unbewusst getan hast, verschwindet einfach, dein Körper entspannt sich, er wird ausgeglichener. Im Körper breitet sich eine tiefe harmonie aus, eine unhörbare Musik vibriert in deinem Körper.
Dann tust du dasselbe mit den Gedanken: Werde dir deiner Gedanken bewusst. Sie sind subtiler als der Körper und natürlich auch gefährlicher. Wenn dir deine Gedanken bewusst werden, wirst du staunen, was in dir alles vor sich geht. Schreib einmal auf, was jetzt gerade in deinem Kopf abläuft: Du wirst dich sehr wundern. Du wirst es kaum glauben, was alles in deinem Inneren passiert. Schreib einfach mal zehn Minuten lang alles auf. Interpretiere es nicht, ändere es nicht, korrigiere es nicht. Bring es einfach zu
Papier, ganz unverblümt, genau, wie es ist. Und nach zehn Minuten lies es durch – es ist das Werk eines Geistesgestörten! Da wir nicht bewusst sind, läuft dieser Wahnsinn
im Hintergrund die ganze Zeit mit. Er beeinflusst alles, was du tust; er beeinflusst alles, was du nicht tust; er wirkt sich auf alles aus. Und die summe davon ist dein Leben! Mit diesem Wahnsinnigen muss etwas passieren. Und Bewusstheit ist so ein Wunder: Du brauchst nichts zu tun – nur bewusst werden! schon allein dadurch, dass man etwas beobachtet, verändert es sich. Ganz allmählich verschwindet der Wahnsinn, ganz langsam beginnen die Gedanken ein bestimmtes Muster zu bilden. Sie sind nicht mehr so ein Chaos; sie werden eher zu einem Kosmos. Und dann wird der Frieden noch tiefer. Wenn Körper und Geist friedlich sind, spürst du, wie sie sich auch aufeinander einstimmen. Es ist eine Brücke da. Sie bewegen sich nun nicht in unterschiedliche Richtungen; sie reiten nicht zwei verschiedene Pferde. Zum ersten Mal sind sie im Einklang.
Dieser Einklang ist eine große Hilfe, um dann zum dritten schritt überzugehen, und zwar, sich seiner Gefühle, seiner Emotionen und stimmungen bewusst zu werden. Diese Ebene ist am subtilsten und auch am schwierigsten. Doch wenn du in der Lage bist, deine Gedanken bewusst wahrzunehmen, ist es nur noch ein weiterer Schritt. Deine Bewusstheit muss noch etwas intensiver sein, um deine stimmungen, deine Emotionen und Gefühle zu reflektieren. Und sind dir einmal alle drei Ebenen bewusst, dann verschmelzen sie zu einem einzigen Phänomen. Und wenn alle drei eins geworden sind – in perfektem Zusammenspiel, pulsierend im selben Rhythmus, kannst du ihre Musik geradezu in dir hören wie von einem Orchester dann geschieht »das Vierte«. Dazu kann man nichts tun. Es geschieht von selbst. Es ist ein Geschenk des Ganzen, eine Belohnung für diejenigen, die auf diesen drei Ebenen bewusst geworden sind.
Das Vierte ist die höchste Bewusstseinsstufe, die zum Erwachen des Menschen führt. Er wird sich seiner Bewusstheit bewusst. Das ist das Vierte. Es macht dich zum Buddha, zu einem Erwachten. Und erst bei diesem Erwachen erfährt man, was seligkeit wirklich
ist. Der Körper weiß, was Vergnügen ist; der Geist weiß, was Glück ist; das Herz weiß, was Freude ist, doch das Vierte weiß, was Seligkeit ist. Seligkeit ist das Ziel und Bewusstheit ist der Weg dorthin

Peace

Dharma ist die Natur der Dinge auch unseres Geistigen Lebens und der Welt, in der wir Leben. Die buddhistische Sicht des Geistes und der Emotionen, zeigt uns, das es möglich ist uns selbst zu Verwandeln. Die Kraft der geistigen Achtsamkeit kann uns lehren unseren Lebensweg ganzheitlicher zu getalten.

Manchmal versteht man unter Dharma die Lehren und den Pfad des Buddhismus. Manchmal steht es einfach für die „Warheit“ und somit für unsere „Wahrnehmungs- und Erfahrungsmuster“. Wenn wir uns mit Achtsamkeit dem Dharma nähern, heisst das, dass wir uns die Prinzipien ansehen nach denen unsere Wirklichkeit strukturiert ist. Ist die Erfahrung tatsächlich so, wie sie uns erscheint? Ist sie wirklich fest und unwandelbar? oder ist sie in steter Veränderung begriffen, beweglich, sich ständig neu organisierend? Verengt oder erweitert das wahrgenommenen den Raum in unserem Bewusstsein? Haben wir es unter Kontrolle oder entfaltet es vielmehr ein Eigenleben? Wir merken, ob wir uns das Problem selbt geschaffen haben. Wir erforschen, ob wir daran anhaften, damit kämpfen, ihm am liebsten keine Aufmerksamkeit schenken würden. Wir erkunden ob unsere Beziehung zu unserem Problem uns Glück oder Leid verursacht. und schliesslich machen wir uns klar in welchem Masse wir uns damit identifizieren.

In der Buddhistischen Praxis konzentrieren wir uns auf die Vier Bereiche, die bei der Erlangung von Einsicht und Befreiung am wichtigsten sind. Sie werden auch die vier Grundlagen der Achtsamkeit genannt: Körper, Gehühle, Geist und Dharma. Die Grundlegenden Bereiche unserer Erfahrung.

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„Nur ein unschuldiger, verletzlicher Geist,
ist fähig zu lernen“.

Krishnamurti

Die vier Grundlagen des achtsamen Wandels sind Erkennen, akzeptieren, Erforschen und Nicht Identifizieren. Der Regen der Achtsamkeit nährt uns Menschen, wie das kostbare Himmelsnass die Pflanzen. So können wir unsere Probleme umwandeln.

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Erkennen

Die erste Grundlage ist Erkennen. Wenn wir im Leben nicht weiterkommen, müssen wir Bereitschaft aufbringen uns mit dem auseinanderzusetzen was ist. Das Erkennen öffnet uns einen Ausweg aus dem Kopf in den Sand stecken, das unsere Freiheit untergräbt. Wenn wir unsere Unzufriedenheit, unsere Wut unseren schmerzunseren Ergeiz leugnen ist Leid unvermeidbar. Wenn wir unsere tiefsten inneren Werte, überzeugungen, Sehnsüchte, und unsere tiefinnere Güte leugnen, werden wir unweigerlich leiden. Wann immer wir erkennen, was ist, stellt sich eine kraftvolle Offenheit ein. Ob Einsicht, Liebe und Erkennen aufkeinem, geschieht ganz von selbst, wenn wir uns Fragen, wundern, zuhören, hinzusehen ohne sich in ängste zu verrennen. Ah hier ist Kummer, jetzt erregung, Ja und Spannung. Dies zu erkennen öffnet uns den Weg aus Unwissenheit ins Licht.

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Akzeptanz

Ist die Zweite Grundlage. Und der nächste Schritt zur Wandlung. Jetzt ist es gerade so. Akzeptanz erlaubt uns in die Faktenlage hineinzuentspannen, es so anzunehmen wie es gerade jetzt ist, ohne es abzulehnen. Akzeptanz ist nicht passiv. Wir tuen einen Mutigen Schritt im Prozess der Wandlung. „Leben ist schwierigkeit“ aus Alexis Sorbas. Wenn wir etwas Akzeptieren ist das eine bewusste Bewegung des Herzens, das sich zur Gänze dem zuwedet was es vorfindet. Wir könen die welt nur verändern, wenn wir uns verändern. C.G. Jung stellte sich einmal die Frage ob der Feind der geliebt werden müsse, nicht wir selber sind. Wenn wir uns Problemen mit der Haltung des Respekts nähern, können wir auf einmal mit ihnen umgehento lead yoursel out of the darkness.jpg

Erforschen

ist die dritte Grundlage. „Tief blicken“, sagt Thich Nhat Hanh. Zuerst erkennen wir das Problem, dann akzeptieren wir es in seiner Beschaffenheit. Dann sollten wir es eingehend untersuchen. Wenn wir auf der Stelle treten, dann liegt das oft daran, dass wir das Wesen unserer Erfahrung nicht gründlich genug erforscht haben. Wir fangen mit dem Körper an: Wo ist das Problem angesiedelt? Manchmal verspüren wir Hitze, dann wieder eine Anspannung, hätre, ein Zittern, ein Pochen, oder Taubheit. Wir würden das am liebsten übergehen. Wie können wir mit diesen Bereichen arbeiten, wenn wir in einer schwierigen Situation stecken. Was passiert, wenn wir diese Ermpfindungen achtsam einfach sein lassen. öffnen sie sich? Dehnen sie sich aus, wiederholen sie sich, verändern sie sich, lösen sie sich auf? Sich bewusst zu machen, welche Gefühle mit dem Problem verbunden sind. Ist das Gefühl angenehm oder unangenehm oder neutral? Können wir diesem Gefühl mit achtsamkeit begegnen, entstehen daraus noch andere Gefühle? Häufig entdecken wir einen ganzen Komplex von emotionalen Reaktionen  die wir spüren. Trauer, Zorn, Eifersucht, Wut, Angst, Schuld, Zuneigung…Wir erforschen ob sich was eng, weit, angenehm unangenehm anfühlt, entspannt, nervös, traurig. Wir nehmen zur Kenntniss wo im Körper sich dieses Gefühl sich bemerkbar macht und was passiert, wenn wir achtsam bei ihm bleiben. Dann richten wir unsere Gedanken auf  den Geist. Und fragen uns welche Gedanken und Bilder mit diesem Problem verbunden sind. Wir machen uns bewusst welche starren Denkmuster dahinter stehen. Welche Geschichte wir uns darauf ausdenken, welche Wertung wir darau anwenden. Wenn wir genauer hinschauen, erkennen wir, das wir meistens recht starre Standpunkte vertreten unsere gewohnten Denkmuster eben. Die vielleicht schon längst ihre Berechtigung verloren haben. Wenn wir erkennen das es sich nur um Geschichten handelt, lockert sich der Würgegriff um unseren Geist und wir hängen nicht mehr länger an ihnen .

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Nicht Identifizieren

Die Vierte Grundlage der achtsamkeit Nicht Identifizieren. Bin das wirklich ich? Sehr schnell merken wir das das was wir für Identität gehalten haben, nur einen Augenblickhaften Charakter hat. Dann können wir wirklich im Gewahrsein ruhen. Das Gewahrsein nimmt alles zur Kenntniss, unberührt und frei. Ohne Identifikationen können wir sorgsam Leben. Wir lassen uns von unseren ängsten und Illusionen unseres selbst nicht mehr fesseln. Wir erkennen die vergorgene Schönheit in unseren Erfahrungen. Achtsamkeit und furchtlose Präsenz sind Schutz.

to beautiful means to be yourself.

Das loslassen des sicheren Herzens, Unsere Wunden heilen

Wie die vier edlen Warheiten des Bhudda sagen, es gibt Leiden und die Ursache des Leidens und das Ende des Leidens. Wo immer ihr genau seid, ist der richtige Ort diese Warheit zu erkennen. Manchmal kommt das Leiden daher, dass wir an unseren Wünschen haften, unserem Schmerz oder bestimmte Geschichten. Manchmal geschieht es weil wir die Leerheit nicht erkennen, die flüchtigkeit des Lebens, die Tatsache das nichts jemals „Ich“ oder „meins“ sein kann. In der Dharmapraxis geht es darum zu erkennen, wo das Leiden ist, die Anhaftung und Identifikation klar zu sehen und loszulassen um die Freiheit des Herzens zu finden. Es geht darum an unseren Problemzonen zu arbeiten ohne unseren fehlenden Selbstwert und Selbsthass zu verstärken. Ich weiss das du das kannst! Erkennt eure wahre Schönheit und Bhuddanatur in Euch.

Unsere Dämonen können vielerlei Gesichter annehmen, Süchte, innere Unruhe, Trauer, Wut, Zorn, Angst. Wir bringen alle unsere persönlichen geschichten mit in unsere Praxis. Wenn diese Geschichte halb verdrängt sehr verwirrend ist, es vielleicht sinnvoll, sie im therapeutischen Kontekt einem anderen Menschen zu erzählen um sie besser loslassen zu können. Gewöhnlich reicht es sie nur anzuschneiden. Sie müssen nicht ihre ganze Fallgeschichte durchleben. Natürlich leiden sie ob ihrer Vergangenheit. Ein par Zeilen reichen schon, dann kann man gemeinsam sitzen. Man hakt ein bisschen nach: Wo im Körper ist diese Geschichte gespeichert? Welche Glaubenssätze sind damit verbunden? Was sind deine stärksten ängste, Erinnerungen, Bilder in diesem Zusammenhang? Unser Leben aus dem Standpunkt „das Eine, das erkennt“ zu sehen. Wenn unsere Innenarbeit auf der Einsicht der Leehre gründest, lassen wir den „Körper der Angst“ zurück und erlangen die uns innewohnende Freiheit. Das ist ein ganz natürlicher Prozess. Die Basis dafür ist die Leerheit. Wer bist Du? Welche Möglichkeit gibt es in deinem Leben, wirklich Frei zu sein? Wir arbeiten nicht um die eigene Geschichte durch eine andere zu ersetzen, sonder um Anhaftung an das falsche, von uns konstruierte selbst gehen zu lassen. Wenn wir uns unseren Dämonen stellen unseren ängsten dann werden wir davon nur stärker. Denn in Warheit sind all unsere Dämonen leer, was die Meditationspraxis zeigt. Wir sehen, wie unser Geist ihnen Form verleiht. Das hilft uns loszulassen.

Doch die innere Arbeit muss mit äusseren Veränderungen einhergehen. Dharma zu praktizieren, heisst das wir Wertevorstellungen verändern. Weg von Geld, Macht, Erfolg und Sicherheit, hin zu einer Wertschätzung des Herzens. Wir lernen Achtsamkeit, Meditation und Entwicklung von Mitgefühl um unser Leid zu lindern. Das reicht aber nicht. Wir müssen unser Leben verändern! Um unser Herz zu befreien, ethisches Verhalten, Grosszügigkeit, sind der Boden auf dem Dharma wächst. Freiheit heisst die Warheit zu sehen! Und sie dann in jeden Bereich unseres Lebens einfliessen zu lassen. Die Grenzen zwischen spiritueller Warheit und alltäglichem Leben sind künstlich. Die Möglichkeit Befreiung zu finden. Das „loslassen des sicheren Herzens“. Es ist möglich frei zu sein. Freiheit stellt sich ein, nicht wenn wir die Welt hinter uns lassen, sondern einzig im Hier und Jetzt in dem gegenwärtigen Augenblick. Mit offenem Herzen leben und alles annehmen was uns begegnet. Um ganz frei zu sein sollte die Dhamapraxis auch das persönliche Leben mit einbeziehen, damit auch den emotinalen Mangel, der in unserer gesellschaft Norm ist. Die Mittel von Gewahrsein und Mitgefühl in unsere Geschichte, unsere zwischenmenschlichen Beziehungen, unsere Arbeit, unsere Sehnsucht, unsere Liebe. Und wir müssen unsere im Dharma kultivierte Aufmerksamkeit auch auf Umweltzerstörung, Rassismus und die ungerechtigkeiten unserer materialistischen Kultur lenken. Unsere Welt mit ihren individuellen und kollektiven Problemen braucht die Medizin des Dharma.

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Herzstück des Erwachens

Erwachen bedeutet sich darin zu üben, Geist, Gehirn und menschliche Beziehungen für das weite Feld der Möglichkeiten zu öffnen. Statt in eingeschliffenen Denk- und Gefühlsmustern stecken zu bleiben uns von unseren Erwartungen und unserer gefilterten Wahrnehmung  konditionieren lassen. Können wir unseren Geist mit mehr Weite und kreativität öffnen. Dieses Aufmachen schenkt uns ein Gefühl von Vitalität und Klarheit, die Grundlage jedes Wohlbefindens ist. Der Geist kann das Gehirn verändern. Wenn das Gehirn dazu neigt sich auf alte Muster zu versteifen, schaltet der Geist auf Autopilot. Dann laufen wir Gefahr ein abgestumpftes Leben zu führen, in dem das Chaos regiert. Wie können wir die Verbindung zu allem wieder spüren als individuum und Kollektiv? Getrenntsein macht uns anfällig für allerlei Probleme. Auf individueller Ebene leidet unser Körper und Geist unter der Erfahrung der Eindsamkeit. Und unsere Beziehung zur Erde leidet. Wenn das „Ich“ nicht Teil des „Wir“ wird, riskieren wir unsere und die Gesundheit des Gesamten Planeten. Wir sollten alle Teile zu einem grossen ganzen verbinden. Dies ist das Herzstück der Ganzheitlichkeit, das Herzstück des Erwachens. Die Kraft der geistigen Achtsamkeit kann uns helfen, unseren Lebensweg ganzheitlicher zu gestaten. Methoden der Kontemplation lehren uns, unsere Beziehung zu anderen Menschen auf Mitgefühl und Güte aufzubauen. Und wenn wir vom „Ich“ denken zum „Wir“ denken lernen, keimt für unsere Erde neue Hoffnung auf.

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Ausdruck der Erleuchtung

Wenn wir die gefundene Weisheit in unserem einzigartigem Leben stabilisieren. Aber wie sieht das aus? Erleuchtung kann viele Gesichter haben, es kann unendliche Liebe sein. In Form von Achtsamkeit und liebender Güte. Oder Erleuchtung kann sich ausdrücken, das man einfach ist wo man ist. Wenn wir etwas zu erreichen versuchen, verpassen wir das Leben hier und jetzt. Wenn wir Erleuchtung finden, steht eh alles auf festem Boden. Das Ziel ist nicht mehr etwas besonderes sein zu wollen sondern jeden Augenblick aus dem Geist des Anfängers heraus zu erleben. Erleuchtung kann auch Leere sein. Und wir strahlen dann einen teifen Gleichmut aus. Wie ein offener weiter Raum – vollkommen transparent, niemand da. Stille in einem um einen herum, präsenz.

pay attention and listen

Den Ruf der Schönheit hören

Die Welt ringsum ist voller Wunder und doch sind wir ständig auf der Suche nach Glück. Dass wir leben und unsere Schritte auf der Erde setzen, ist an sich schon staunenswert, aber die meisten von uns hetzen herum, als gäbe es anderswo doch noch etwas Besseres. Schönheit ruft uns täglich, stündlich, aber hören wir? Um den Ruf der Schönheit hören und ihm antworten zu können, müssen wir zunächst einmal still sein, das ist die Grundbedingung. Solange wir keine Stille in uns haben, sondern Geist und Körper von Lärm erfüllt sind, hören wir den Ruf der Schönheit nicht. In unserem Kopf spielt ein Radio und eingestellt ist der Sender NSD – Nonstop Denken. Es wird immer irgend-
etwas geplappert und wir haben kaum eine Chance, den Ruf des Lebens, den Ruf der Liebe zu hören. Unser Herz ruft uns, aber wir hören nicht. Wir haben keine Zeit, auf
unser Herz zu hören. Achtsamkeit lässt die innere Geräuschkulisse abklingen. Ohne Achtsamkeit werden wir ständig von irgendetwas hierhin und dorthin gezerrt – vor allem von der Vergangenheit, in der es ja immer etwas zu bedauern oder zu beklagen gibt. Wir beschäftigen uns mit längst Vergangenem und durchleiden die früher einmal erlebten Schmerzen immer wieder. So wird die Vergangenheit zum Gefängnis. Auch die Zukunft lenkt uns ab. Wer der Zukunft mit Bangen entgegensieht, sitzt genauso in der Falle wie jemand, der sich nicht von der Vergangenheit lösen kann. Die Ungewissheit der Zukunft, verbunden mit Ängsten und Befürchtungen, macht uns taub für die Stimme des
Glücks, und so wird die Zukunft dann ebenfalls eine Art Gefängnis. Wir mögen uns bemühen, ganz im gegenwärtigen Augenblick zu sein, doch viele lassen sich ablenken und fühlen eine Art innere Leere. Wir sind voller Sehnsucht und warten auf irgendetwas oder erwarten etwas, das unserem Leben Aufschwung geben oder es ein bisschen spannender machen soll. Irgendetwas soll kommen und alles ändern, denn was eben jetzt der Fall ist, finden wir eher langweilig – nichts Besonders oder Interessantes. Achtsamkeit lässt sich als ein Glockenton beschreiben, bei dem wir innehalten und schweigen, um zu lauschen. Wir können zu diesem Zweck tatsächlich eine Glocke ver-wenden, aber jedes andere Zeichen tut es auch, sofern es uns daran erinnert, dass wir uns nicht von der äußeren und inneren Geräuschkulisse vereinnahmen lassen wollen. Beim Klang der Glocke halten wir inne.  Wir verfolgen unseren Atem – einatmen, ausatmen – und schaffen Raum für Stille. Innerlich sagen wir: »Beim Einatmen weiß ich, dass ich einatme. Beim Ausatmen weiß ich, dass ich ausatme.« Bei diesem achtsamen Ein- und Ausatmen, wenn wir wirklich nur auf den Atem achten, können wir alles in uns zum Schweigen bringen, all das Wortgeklingel über Vergangenheit, Zukunft und unser Verlangen nach mehr. Schon nach zwei oder drei Sekunden des achtsamen Atmens kann uns bewusst werden, dass wir lebendig sind und atmen. Wir sind da. Wir existieren. Dann verstummt der innere Lärm und es entsteht etwas Weiträumiges, der Raum einer kraftvollen und beredten Stille. Jetzt erreicht uns der Ruf der Schönheit ringsum und wir antworten: »Ich bin hier. Ich bin frei. Ich höre dich.« Was bedeutet »Ich bin hier«? Es bedeutet: »Ich existiere. Ich bin wirklich hier, weil ich nicht in der Vergangenheit, in der Zukunft, in meinem Denken umherirre, nicht im inneren Lärm und nicht im äußeren Lärm. Ich bin hier. «Um wirklich zu sein, muss man frei sein: frei vom Denken, frei von Befürchtungen, frei von Angst, frei von Verlangen. »Ich bin frei«, das sind gewaltige Worte und die Wahrheit sieht so aus, dass sehr viele von uns nicht frei sind. Sie verfügen nicht über die Freiheit, die ihnen erlauben würde, zu hören, zu sehen und einfach nur zu sein.

Dritte Auge.jpgInnere Stille

Stille zu üben, um innerlich alles zum Schweigen zu bringen, ist nicht schwierig. Ein bisschen Training, und schon kann man es. Im edlen Schweigen können wir gehen oder sitzen oder das Essen genießen. In solcher Stille sind wir frei, uns am Leben zu freuen, und wir sind ganz offen für die Wunder des Lebens. Wir sind in dieser Stille auch eher in der Lage, uns zu heilen, sei es seelisch oder körperlich. Es fällt uns leichter zu sein, da zu sein, einfach lebendig zu sein. Wir sind dann wirklich frei – frei von allen Kümmernissen und Schmerzen der Vergangenheit, frei von Zukunft sängsten und Sorgen, frei vom endlosen inneren Gerede. Diese Stille ist schon schön, wenn man für sich allein ist, aber gemeinsam in der Stille zu sein, dashat etwas sehr Dynamisches und Heilsames.
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Achtsamkeit, Befreiung und Heilung finden

Achtsamkeit ist ein offenen Gewahrsein, das sich jeglicher Wertung enthält und daher voller Respekt ist. Leider fehlt es uns oft an dieser Aufmerksamkeit, wir reagieren nur. Wir beurteilen die Dinge ob wir sie mögen oder nicht, oder wir ignorieren sie. Oder wir messen unsere Erfahrung an unseren Erwartungen. Wir bewerten uns selbst und andere ständig in Form von einer Flut von kritischen Kommentaren. Neugier und Offenheit hilft uns mit Respekt und Anteilnahme aufmerksam zu sein (Suzuki Roshi), nicht um unsere Umwelt zu manipulieren, sondern um herauszufinden was wahr ist, das wird unser Herz befreien. Um uns achtsam unseren ängsten zuzuwenden oder denen anderen Menschen braucht es Mut. Geduldig und mutig lernen wir fest verankert auf der Erde zu sitzen und uns dem Zittern und der Anspannung in unserem Körper zu stellen, ohne davor wegzulaufen. Wir lernen die Sturmflut der Gefühle, Angst, Trauer, Sehnsucht, Zorn über uns hinwegfluten zu lassen und sie dann langsam und achtsam loszulassen. Wir lernen die ewigen Geschichten des Geistes, die ständig nur um Angst, Werturteile kreisen mit Hilfe von Achtsamkeit an uns vorrüberziehen zu lassen. Den Geist zu stabilisieren und ihn in die Gegenwart zurückzuführen. Die eigenen Dämonen zu akzeptieren, die Unsicherheit, Einsamkeit, Schuldgefühle und Langeweile und die alten emotionalen Wunden, unsere innere Spannung, überforderung … die hochkommen, wenn wir meditieren.  Wenn wir lernen dem Raum der Achtsamkeit zu vertrauen, sie als Mittel zur bewältigung unserer Probleme zu nutzen, können wir in der Achtsamkeit Heilung und Befreiung finden.

So wie Meditation der Schlüssel zu einer Meta-Welt ist, ein Ausweg vom alltäglichen Wahnsinn, so ist die Dankbarkeit der Schlüssel zur Zufriedenheit.

 

„Die eigentlichen Entdeckungsreisen bestehen nicht im
Kennenlernen neuer Landstriche, sondern darin, etwas mit anderen Augen zu sehen.“

Marcel Proust

„Reisen veredelt den Geist und räumt mit allen unseren
Vorurteilen auf.“

Oscar Wilde
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